Landtagsvize Frank Lortz besucht Einhardschule

Zu wenig Lehrer in den Naturwissenschaften

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Zogen ein insgesamt positives Fazit für die Einhardschule, von links: Dr. Dieter Gassel (Schulförderverein), Dr. Volker Stürzer (Schulamt Kreis Offenbach), Michaela Eckstein (Vorsitzende des Elternbeirats), Dieter Herr (stellvertretender Schulleiter), Frank Lortz und Schulleiter Karl Wölfinger.

Seligenstadt - Die vernichtende Bilanz bei der Bewirtschaftung von Schulen (PPP) war nur am Rande Thema beim Besuch des Landtagsvizepräsident an der Einhardschule. Von Armin Wronski   

Deren Leiter Karl Wölfinger berichtete trotz 105-prozentiger Abdeckung beim Lehrpersonal über ein „erheblichen Bedarf“ an Lehrern für die naturwissenschaftlichen Fächern.

Auf eine Diskussion um die verschwendeten Steuer-Millionen bei der Bewirtschaftung der Schulen im Kreis Offenbach durch Public Private Partnership PPP wollte sich Frank Lortz (CDU) bei seinem Besuch an der Einhardschule nicht einlassen. Er komme nicht als Schulpolitiker, sondern als Vertreter des Landtags. „Nur im Gespräch mit den Verantwortlichen vor Ort kann ich mir einen Eindruck verschaffen, ob die Aussage der 105-prozentigen Lehrerversorgung auch stimmt“, sagte er. Dabei bestätigte er nochmals die Ankündigung von Kultusministers Dr. Ralph Alexander Lorz beim Neujahrsempfang der Christdemokraten in Froschhausen, dass in Hessen keine Lehrerstellen eingespart werden. Zudem interessiere ihn, wie es um die Zusammenarbeit mit dem Schulamt, Hausverwaltung und Gebäudemanagement, der Kommune, Elternbeirat sowie dem Fördervereins steht.

Erheblicher Personalbedarf

„Wir haben im vergangenen Schuljahr einen Doppeljahrgang G8/G9 von rund 150 Schüler entlassen“, erfuhr Lortz von Schulleiter Karl Wölfinger. Dadurch ging die Anzahl der Schüler von 1300 auf aktuell 1150 zurück. Unterrichtet werden sie von 93 Lehrern, sechs Pädagogen der EHS seien zurzeit an anderen Schulen eingesetzt. „Nach wie vor besteht ein erheblicher Bedarf an Lehrern in den naturwissenschaftlichen Fächern“, betonte Wölfinger. Zudem müssen drei Stellen im Lehrerkollegium durch Altersabgänge - darunter auch seine - bald neu besetzt werden. Die Kommunikation mit dem Gebäudemanagement könnte besser sein, bemängelte Wölfinger. Hingegen sei es wünschenswert, dass die Kooperation bei den Hausmeistern mit der Merianschule in der Nachbarschaft nicht angetastet werde: „Die funktioniert nämlich reibungslos.“ Allerdings fehle an der Einhardschule ein technischer Mitarbeiter für die Ausgabe und Wartung von mehr als 70 Laptops sowie die Betreuung von drei PC-Schulungsräumen.

Wenig Interesse am Schulbeirat

Die Vorsitzende das Schulternbeirats Michaela Eckstein bedauerte, dass sich immer weniger Eltern in die Arbeit des Beirats einbringen. Möglichweise liege es daran, dass sich immer weniger Menschen in öffentliche Aufgaben einbringen wollen, vermutete sie. Auch sei die Diskussion über die erfolgte Rückkehr zu G9 am hiesigen Gymnasium ein Grund für die Zurückhaltung bei den Eltern. „Grundsätzlich ist aber die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Klassenbeiräten sehr gut“, fügt die Vorsitzende hinzu. Viele Eltern treibe im Moment die Sorge um wie und von wem der Schulleiterposten künftig besetzt werden soll.

Mehr im Hintergrund, aber nicht weniger effektiv wirke der Schulförderverein. „Durch seine Initiative ist auf dem Schulgelände ein großer Bewegungsparcours für die Schüler entstanden. Dafür hat der Förderverein rund 13.000 Euro gestiftet“, berichtet der Vorsitzende Dr. Dieter Gassel. In diesem Jahr sei eine Erweiterung der Anlage vorgesehen.

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