Nur 550.000 statt 870.000 Euro an Kosten

Seniorenwohnungen: Sanierung überraschend billiger

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Städtische Seniorenwohnungen an der Hospitalstraße: Sanierung in drei Abschnitten.  

Seligenstadt - Die Sanierungsmaßnahmen an den städtischen Seniorenwohnungen Hospitalstraße 8-20a fallen deutlich kostengünstiger als erwartet aus.

Aus einem Bericht des Magistrats geht hervor, dass die Stadt bereits 2012/2013 Überlegungen angestellte, die Fassade des Gebäudekomplexes Hospitalstraße 8-20 grundlegend zu sanieren. Diese umfangreiche und kostenintensive Maßnahme fiel damals jedoch dem Sparzwang zum Opfer. „Die geplante energetische Sanierung konnte nicht aus dem städtischen Haushalt finanziert werden.“ Im Jahr 2017 wurde das Projekt wieder aufgegriffen. Zusammen mit der Baugenossenschaft Steinheim, die das Objekt für die Stadt verwaltet, kam man überein, Mietüberschüsse für die städtischen Objekte nicht mehr jedes Jahr zu 100 Prozent an die Stadt auszuschütten, sondern Rücklagen bei der Baugenossenschaft zu bilden, um Zug um Zug größere Instandsetzungsmaßnahmen finanzieren zu können.

Als vordringlichstes Projekt der Baugenossenschaft wurde die Hospitalstraße 8-20 ausgewählt. Ursprünglich war geplant, den Gebäudekomplex in fünf Abschnitten zu sanieren, um die voraussichtlichen Kosten von fast 870.000 Euro aus den Rücklagen decken zu können. Die Baugenossenschaft beauftragte ein Architekturbüro mit der Ausschreibung und Steuerung der Maßnahme: „Die Submission ergab – wider Erwarten – ein sehr günstiges Ergebnis. Aufgrund der nun ermittelten rund 550.000 Euro können die Arbeiten in nur drei Bauabschnitten, in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde durchgeführt werden“, fasst der Magistrat zusammen.

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Im ersten Abschnitt (Kosten: 210.000 Euro) war neben der Einrüstung der zum Main hin gelegene Gebäudeteil, der an städtebaulich exponierter Stelle steht, an der Reihe (Häuser 12 bis 16). Dort wurden die Fassade gereinigt, der Putz ausgebessert, Risse geschlossen und partiell Fenster- und Gebäudefugen erneuert. Auch eine Reihe von Fenstern wurden ersetzt. Es folgt ein Neuanstrich der Putzflächen.  In einem zweiten Schritt (Kosten 148.000 Euro), der im März 2019 beginnen soll, kommen die Gebäude Nummer 10 und Nummer 18 bis 20 an die Reihe, die Arbeiten gleichen umfänglich denen des ersten Abschnitts. Zum Abschluss stehen im Frühjahr 2020 das Haus Nummer 8 samt Anstrich der Tiefgaragen-Abfahrt auf dem Programm. Die Kosten werden auf knapp 100.000 Euro geschätzt.

Wichtig: Da es sich um reine Instandsetzungsmaßnahmen handelt, bleibt die Miethöhe für die dort wohnenden Senioren durch die Renovierung unverändert. (mho)

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