„Wilde Ballerei im Gastro-Bereich, aber keiner reinigt“

Silversterbilanz: Jede Menge abgefackelter Feuerwerksbatterien

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Seligenstadt - Etwa 20 Kubikmeter Müll kamen zusammen, als Kehrmaschine und Stadtreinigung die Seligenstädter Innenstadt nach der Silversternacht wieder halbwegs besenrein gemacht hatte. Das geht aus der Bilanz des städtischen Ordnungs- und Umweltamts hervor.

Ansonsten verlief die Nacht vergleichsweise unspektakulär. Nach Angaben der Polizei waren allerdings im Rathausinnenhof wieder unverbesserliche Vandalen am Werk, die unter anderem Blumenkübel beschädigten. Im Ordnungsamt gingen keine Anzeigen aufgrund der Silvesternknallerei ein. Anwohner teilten mit, dass das Feuerwerk in der Altstadt geringer ausfiel als in Vorjahren.

An den Neujahrs-Reinigungsaktionen beteiligte sich nach Angaben von Bauhof-Leiter Harald Ott in den vergangenen drei Jahren lediglich die Muslim-Ahmadiyya-Gemeinde. Die Stadt stellte den Helfern, die den Freihofplatz an der Basilika vorbei bis zum Mainufer von Unrat und Glasscherben befreiten, blaue Säcke zur Verfügung, holte diese später wieder ab. Auf dem Marktplatz selbst war der Müll nach Otts Angaben trotz Böller-Verbot gemäßigt, also nicht so extrem wie noch vor Jahren. Auffällig waren „die Bereiche vor den Gastronomiebetrieben, insbesondere vor dem Schwanen. Dort wird wild geballert, und keiner reinigt. Sonst sah man an einigen Stellen im Stadtgebiet, wo gefeiert wurde.“ Auffällig war die große Zahl an Feuerwerksbatterien, die zum Abfackeln auf die Straße gestellt werden. Auf diesem Gebiet sei ein steter Zuwachs zu verzeichnen: „Während eine Rakete meistens in einem Garten landet, verbleiben die abgezündeten Batterieschachteln für die Stadtreinigung auf der Straße.“ Der Bauhof sammelte mit seiner Kehrmaschine zunächst vier Kubikmeter Müll ein, hinzu kamen weitere zehn Kubikmeter durch die Stadtreinigung.

Mit Blick auf den Abfall in den Grünanlagen, „wird eine Gesamtmenge von zirka 20 Kubikmeter erreicht“, bilanziert Ott. Im Vorfeld des Silvesterabends hatte das Ordnungsamt an 13 Stellen im Altstadtbereich Plakate aufhängen lassen, die auf das Feuerwerksverbot hinwiesen. Auch eine Polizeistreife war auf dem Marktplatz unterwegs, um Aufklärungsarbeit in Zusammenhang mit dem Feuerwerksverbot zu leisten.

mho

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