Infrastruktur für 17 Teams

Spvgg Hainstadt bekommt Kunstrasenplatz für 500 000 Euro

Hartplatz der Spvgg Hainstadt
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Der Hartplatz der Spvgg Hainstadt ist mehr als drei Jahrzehnte alt und nicht mehr nutzbar.

Nach mehr als 30 Jahren Nutzung hat der Hartplatz der Spvgg Hainstadt ausgedient. Nun bekommen die Kicker einen Kunstrasenplatz, das Vorhaben soll noch in diesem Jahr realisiert werden, sagt Fabian Zappe, mit der Planung betrautes Vorstandsmitglied. Die Kosten beziffert er auf etwa 500 000 Euro.

Hainstadt – „Der Platz ist in einem so desolaten Zustand, dass seit einigen Jahren weder Training noch Spiele darauf möglich sind. Der Hartplatz am Katzenfeld lässt einen risikofreien Trainings- und Spielbetrieb nicht mehr zu“, beschreibt Zappe die derzeitige Situation. Nach den Renovierungsarbeiten in der Sporthalle an der Offenbacher Landstraße im vorvergangenen Jahr stehe damit das nächste Großprojekt für den Verein auf dem Plan. Um vor allem in den Wintermonaten, also ab September bis April, den Trainingsbetrieb der 14 Jugend- und zwei Herrenmannschaften sowie eines Alte-Herren-Teams aufrecht erhalten zu können, sei der Umbau „auf die Zukunft gesehen enorm wichtig für den Vereinssport in Hainstadt“, erläutert die Spvgg-Vorsitzende Marika Schultz.

Seit Gründung des Jugendfördervereins (JFV) Hainburg-Seligenstadt im Jahre 2018 habe sich die Situation aufgrund der Vielzahl an Mannschaften zugespitzt. „Es fehlt schlichtweg die infrastrukturelle Kapazität, um den Kindern- und Jugendmannschaften leistungsgerechte Trainings- und Spielbedingungen zu bieten“, fährt die Vorsitzende fort. Daher sei der Kunstrasen für die Spvgg Hainstadt immens wichtig.

Bei der Errichtung des neuen Platzes verzichte der Verein auf das mikroplastikhaltige Gummigranulat und lasse stattdessen eine umweltfreundlichere Sand-Korkverfüllung verwenden.

Eine Umsetzung sei ohne die finanzielle Unterstützung von Land, Kreis und Kommune nicht möglich, betont Zappe. Die Gemeinde Hainburg beteiligt sich an den Gesamtkosten, laut Bürgermeister Alexander Böhn hat der Gemeindevorstand 180 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Dies sei der einstimmige Wunsch der Gemeindevertretung nach „intensiven Vorgesprächen“ gewesen. Da der Haushalt bereits im Dezember mehrheitlich beschlossen worden sei, stehe dem Projekt nach der Genehmigung des Etats durch die Kommunalaufsicht aus Sicht der Gemeinde nichts mehr im Wege, erläutert Böhn.

Mit dem Bau soll laut Fabian Zappe Mitte dieses Jahres begonnen werden, so dass im kommenden Winter bereits auf dem neuen Platz gespielt werden könne. Mit Günther Gundolf habe die Spvgg einen erfahrenen und in Hainburg bekannten Architekten und Sportplatz-Bauplaner beauftragt. So betreute er auch den Bau des Kunstrasens in Klein-Krotzenburg.

Für den Verein bedeute das Projekt einen finanziellen Kraftakt und Eigenleistung in Form von vielen Arbeitsstunden für die Mitglieder, betonen Fabian Zappe und Stephan Lukas, der ebenfalls zum Projektteam gehört.

Aus diesem Grund hat die Spvgg eine Spenden- und Sponsoring-Initiative gestartet. Wer Pate des neuen Kunstrasenplatzes auf dem Sportplatz am Katzenfeld werden will, kann den Verein durch den Kauf von Quadratmeterflächen unterstützen und seinen Anteil am Vorhaben leisten. Weitere Infos dazu gibt es auf der Internetseite des Vereins.

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