Umstrukturierung bei Rentenversicherung mit Konsequenzen für Seligenstadt

Stadt streicht Rentenstelle

Seligenstadt - Mit Beginn des neuen Jahres hat die Deutsche Rentenversicherung Hessen ihre Beratungstermine in Seligenstadt eingestellt. Diese finden künftig in Rodgau statt. Als Konsequenz fällt auch die städtische Rentenstelle im Seligenstädter Rathaus weg.

Bürgermeister Dr. Daniell Bastian informiert darüber, dass die Deutsche Rentenversicherung Hessen ihre Beratung ab sofort in Rodgau anbietet. „Rodgau wurde für den gesamten Kreis Offenbach als zentrale Stelle ausgewählt, da der Einzugsbereich als am größten und die Erreichbarkeit durch den S-Bahn-Anschluss als am idealsten gesehen wird“, erläutert der Bürgermeister die Hintergründe. Neu sei, dass bei diesen Beratungen künftig Anträge aufgenommen werden. „Dies war bisher nicht der Fall.“ Die Berater vor Ort nehmen die Anträge direkt mittels EDV-Programm auf und leiten diese dann an die Rentenversicherung weiter. In diesem Zusammenhang hat die Stadt Seligenstadt die Entscheidung getroffen, auch das städtische Angebot, die Rentenantragsstelle im Rathaus, zu streichen. Dieser Service sei über die Jahre hinweg gut in Anspruch genommen worden, räumt Dr. Bastian ein. Gleichwohl könne die Stadt für diese freiwillige Leistung nicht mehr jede Woche einen Mitarbeiter zur Verfügung stellen. In vielen umliegenden Städten und Gemeinden sei dieser Service schon lange eingestellt worden.

„Die Umstrukturierungen bedeuten keineswegs, dass zukünftig Rentenangelegenheiten nicht mehr erledigt werden können“, betont der Bürgermeister. Laut Auskunft der Deutschen Rentenversicherung gebe es im Umkreis von 15 Kilometern um Seligenstadt mehr als 15 ehrenamtliche Versicherungsberater sowie zwei Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherung. Alle bieten eine kostenfreie Rentenannahmestelle an.

Die Stadt hat alle diese Anlaufstellen mit Kontaktdaten auf ihrer Homepage unter dem Stichwort Leben in Seligenstadt/Rente zusammengestellt. Wer keine Möglichkeit hat, online auf die Seite zuzugreifen, kann sich an Seniorenberaterin Anke van den Bergh wenden. Sie bietet an, die notwendigen Informationen aufzurufen. Wer Beglaubigungen für Rentenzwecke benötigt, etwa von Zeugnissen, Verdienstbescheinigungen oder Versicherungsnachweisen, kann sich an das Bürgeramt in der Frankfurter Straße wenden. Die Rentenberatung und Antragsaufnahme im Rathaus der Stadt Rodgau (Hintergasse 15) findet zwei Mal pro Monat von 8 bis 16 Uhr statt. Termine für diese Beratungstage können telefonisch direkt bei der Deutschen Rentenversicherung, Tel.: 069/99992090, oder online unter www.deutsche-rentenversicherung-hessen.de vereinbart werden. (kd)

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