Erhebliche Bedenken statt Zustimmung

Seligenstadt (sig) - „Es gibt weder eine wohlwollende Zustimmung der CDU-Fraktion zum FDP-Vorschlag zur Bebauung des Stadtwerkegeländes noch einen breiten Konsens für die vorgeschlagene weitgehend offene Bebauung des Mainufers“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Bergmann.

Damit reagiert er auf Aussagen des Seligenstädter FDP-Vorsitzenden René Rock. Bergmann weist noch einmal darauf hin, dass sich die CDU-Fraktion intensiv mit dem Vorschlag der FDP beschäftigt hat und der Öffnung und Terrassierung zum Main hin - neben erheblichen Bedenken zum Gesamtkonzept - auch positive Aspekte abgewinnen kann. „Insgesamt aber hat die Planung mit unserer ursprünglichen Absicht, Ausgleichsflächen für die Umgehungsstraße zu generieren, gar nichts mehr zu tun“, betont er. Im Vorschlag der FDP wird durch eine massive Bebauung des Jahnsportplatzes und eine fast vollständige Versiegelung des Stadtwerkegeländes gerade das Gegenteil bewirkt. „Vorhandene Freiflächen werden betoniert und mögliche Erholungsflächen zerstört“, so der CDU-Fraktionschef weiter.

Aus diesem Grund kommt für die Seligenstädter Union eine Bebauung des Jahnsportplatzes gerade nicht in Frage. „Ein Gespräch mit der Konrad-Adenauer-Schule und der TGS hat zu dem Ergebnis geführt, dass eine Bebauung des Jahnsportplatzes sowohl von der Schule als auch von dem Verein unter Hinweis auf die zu erwartenden Einschränkungen beim Schul- und Vereinsbetrieb abgelehnt werden. „Die CDU bleibt daher bei ihrer Planung, die übrigens auch vom überwiegenden Teil der Bürger, die unsere Veranstaltung hierzu besucht haben, befürwortet wird“ sagt Bergmann. Es sollen im Anschluss an das TGS-Gelände ein Kleinsportfeld entstehen sowie Flächen für technische Disziplinen wie Weitsprung und 50-Meter-Bahn ausgewiesen werden. Die restliche Fläche könnte in eine Grün- und Erholungsfläche mit Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Jung und Alt umgewandelt werden, meint der Unionspolitiker.

„Da die CDU allerdings nicht beabsichtigt, Vorschläge ungeprüft abzuwürgen, wurde der eigene Antrag dahingehend erweitert, die Initiative der FDP auf ihre Realisierbarkeit und die Finanzierbarkeit zu überprüfen. Dabei wird es sich herausstellen, ob der Vorschlag eine reale Alternative oder nur ein Luftschloss ist“, erläutert Bergmann.

Inzwischen haben CDU-Fraktion und die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen ihre Initiativen zu dem Gebiet in einem gemeinsamen Antrag zusammengefasst. Neben der Beschreibung der grundsätzlichen Ausrichtung der beabsichtigten Gestaltung des gesamten Gebietes wird dabei festgeschrieben, dass zur Erreichung der Planungsziele eine direkte und umfassende Bürgerbeteiligung in Form einer neutral moderierten Planungswerkstatt vorzusehen ist. Die Planungswerkstatt soll sich mit der Gestaltung des Gebietes unter Berücksichtigung der im Antrag beschriebenen Festlegungen befassen. Vorschläge und Ideen aus der Bürgerbeteiligung sollen aufgenommen und eingearbeitet werden. Bei Konflikten zwischen den Vorschlägen der Stadtverordnetenversammlung und den Vorschlägen aus der Bürgerschaft sollen schließlich Lösungsvorschläge aus fachlicher Sicht unterbreitet werden, so Bergmann abschließen.

Rubriklistenbild: © Rainer Strum/pixelio.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare