Lerntherapeutin Yvonne Haberstock

Hund: Freund oder Angstfaktor?

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Bayley und Emma kommen bei Yvonne Haberstock als Co-Therapeuten zum Einsatz.

Seligenstadt - Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Eine Meinung, die nicht alle Zweibeiner teilen. Lerntherapeutin Yvonne Haberstock hatte selbst jahrelang Angst vor Hunden. Heute setzt sie ihre Hunde Bayley und Emma sehr erfolgreich als Co-Therapeuten bei ihrer Arbeit ein. Von Doris Becker-Herr

Als Kind hatte sie panische Angst vor Hunden, geprägt durch ihre Mutter, die selber als Kind gebissen wurde, erzählt Lerntherapeutin Yvonne Haberstock. Klare Assoziation: Hunde sind gefährlich und beißen, also lieber wegrennen. Diese Phobie legte sich erst, als Yvonne Haberstock im Alter von zehn Jahren durch eine Freundin Kontakt zu einem betagten und ausgedienten Jagdhund bekam.

„Die positiven Erlebnisse und die Liebe des Hundes halfen mir, meine Angst zu überwinden“, erinnert sich Haberstock. Weiterhin lernte sie durch die Familie der Freundin sehr viel über Hundehaltung und den gegenseitigen respektvollen Umgang. Und etwa zwei Jahre später bekam sie dann ihren ersten eigenen Hund. „Die Begeisterung für diese Tiere hat mich seitdem nie mehr losgelassen“, erzählt sie.

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Yvonne Haberstock führt seit 2006 eine Lernpraxis für Kinder und Jugendliche mit Lernstörungen und Verhaltensauffälligkeiten in Seligenstadt, seit 2011 am Standort Giselstraße. Die Unterstützung der Hunde, so Haberstock, ist dabei extrem wichtig. „Sie öffnen die Türen der Kinderseelen, zeigen ihnen Liebe, stärken das Selbstvertrauen und motivieren beim Lernen.“ Dadurch stellen sich oft unglaublich schnelle Lernerfolge ein, stellt die Therapeutin fest.

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Anerzogene Angst erlebt sie natürlich auch in ihrer Praxis. Eltern, die der Arbeit mit den Hunden zunächst skeptisch gegenüber stehen. Entweder weil sie keinerlei Bezug zu den Tieren, Angst oder wirklich schlechte Erfahrungen gemacht haben. Deshalb legt Yvonne Haberstock sehr großen Wert darauf, Eltern und Kinder über einen guten und respektvollen Umgang aufzuklären. Regelmäßig besucht sie auch Kindertagesstätten und Schulklassen zusammen mit Bayley und Emma, damit Kinder lernen, achtsam auf einen Hund zuzugehen, seine Körpersprache zu verstehen und zu lernen, dass man einen fremden Hund nicht ungefragt anfassen darf.

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