Neue sanitäre Anlagen noch in diesem Jahr

Seligenstadt (sig) - Die öffentlichen sanitären Anlagen auf dem Marktplatz in Seligenstadt sind seit Jahren ein Ärgernis. Nun hat sich die CDU ,it dem Thema befasst.

„Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat aufgefordert hat, einen Bericht über eine mögliche Sanierung, eine Umgestaltung oder einen Neubau der Toiletten zu prüfen und darüber zu berichten“, sagt Joachim Bergmann, Fraktionsvorsitzender der CDU. Nach einer zweijährigen Prüfungsphase hat der Magistrat einen Bericht mit verschiedenen Varianten vorgelegt, auf dessen Grundlage das Parlament im März 2009 einen Beschluss zur Sanierung verabschiedet hat.

Die beschlossene Variante sah einen großzügigen und aufwändigen, in das Rathaus integrierten, Umbau vor. Die Kosten der Anlage wurden seinerzeit auf 380.000 Euro geschätzt. Das Geld stand zwar im Haushaltsplan 2011 zur Verfügung, doch bevor der Startschuss für die Maßnahme fiel, entwickelte das städtische Bauamt mit Blick auf die angespannte Finanzlage der Stadt einen günstigere Alternative und präsentierte sie im vergangenen September dem Magistrat. Dieser hatte die Unterlagen an die Fraktionen weitergegeben, um ein Stimmungsbild einzuholen und eine Entscheidung zu treffen. Die Union hatte den Vorschlag des Bauamtes befürwortet, so Bergmann. Ausschlaggebend waren die Einsparungen in Höhe von 125.000 Euro gegenüber der ursprünglichen Planung. „Inzwischen sind wieder mehrere Monate vergangen, ohne dass die Planung dem Parlament zur Beschlussfassung vorgelegt wurde“, moniert Bergmann. Seine Fraktion habe sich daher entschlossen, die Initiative zu ergreifen, „damit durch einen Neubau die unhygienischen Zustände endlich beseitigt werden können“. Der jetzige Zustand ist „absolut keine Aushängeschild für den Tourismus und das Stadtmarketing der Einhardstadt“.

Beschluss aus dem Jahr 2009 aufheben

Die CDU-Fraktion wird der Stadtverordnetenversammlung in der Sitzung im Februvor, den alten Beschluss aus 2009 aufzuheben und den Weg frei zu machen für den Bau einer öffentliche Toilettenanlage in der Palatiumstraße neben der Tiefgarageneinfahrt auf dem derzeitigen Parkplatz. Die Anlage soll eine Behinderten-Kabine, zwei Damen-WC-Kabinen – wobei eine möglichst mit einem aufklappbaren Wickeltisch ausgestattet werden sollte – eine Herren-WC-Kabine und eine Herren-Urinal-Kabine mit drei Urinalen beinhalten. Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes soll im Detail mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. Die alte Toilettenanlage am Marktplatz soll geschlossen und nach einem Umbau als Behindertenbüro genutzt werden.

Die Finanzierung, so Bergmann, ist gesichert, da die 380000 Euro für die ursprüngliche Planung eingestellt sind. Das städtische Bauamt hat die Kosten für die neue Toilettenanlage auf rund 220000 Euro geschätzt, hinzu kommen etwa 35000 Euro für den Umbau der alten sanitären Anlagen. Wir wollen auch erreichen, dass die Maßnahme in diesem Jahr endlich durchgeführt wird. Der Magistrat soll daher beauftragt werden, mit der Planung und der Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde unverzüglich zu beginnen und in jeder Sitzung des Ausschusses für Bau und Stadtentwicklung über den Sachstand zu berichten.

Rubriklistenbild: © dpa

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