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Treffen für ukrainische Geflüchtete wird zum Erfolgsprojekt

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Austausch jeden Mittwoch: Seit dem 30. März (Foto) können sich Geflüchtete aus der Ukraine im Nachbarschaftshaus unterhalten, informieren und Deutsch lernen.
Austausch jeden Mittwoch: Seit dem 30. März (Foto) können sich Geflüchtete aus der Ukraine im Nachbarschaftshaus unterhalten, informieren und Deutsch lernen. © Hampe

Seit Ende März können sich Geflüchtete aus der Ukraine regelmäßig im Nachbarschaftshaus in Seligenstadt austauschen. Zahlreiche Gäste von Behörden, Polizei und Co. stehen ihnen ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite.

Seligenstadt – Ende März hat es zum ersten Mal stattgefunden, seitdem hat sich das Treffen für ukrainische Geflüchtete zu einem festen Termin im Kalender für viele der Teilnehmenden entwickelt. Unter dem Motto “Zusammen.kommen.Seligenstadt“ bietet die Stadt bei kleinen Speisen und Getränken mittwochs von 11 bis 14 Uhr einen Treffpunkt zum Vernetzen, Informieren und Kennenlernen an.

Außerdem bekommen die Besucher Unterstützung bei behördlichen Angelegenheiten und Fragen des alltäglichen Lebens in Deutschland durch die hauptamtlichen Mitarbeiter des Amtes für Soziale Infrastruktur. Das Nachbarschaftshaus-Team, aber auch Erster Stadtrat Michael Gerheim als zuständiger Dezernent freuen sich darüber, dass dieses Angebot von Beginn an so gut angenommen und auch von verschiedenen Stellen personell und finanziell unterstützt wird. „Dafür möchten wir uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern ganz herzlich bedanken“, sagt Gerheim.

Sponsoren aus Seligenstadt und Hainburg unterstützen das Projekt im Nachbarschaftshaus

Ein Seligenstädter Unternehmer hatte die ersten beiden Monate finanziell gesponsort – er übernahm die Kosten für Essen und Getränke. Auch aus dem Benachbarten Hainburg gab es Unterstützung: Winni’s Puppenhaus zählte dank des freien Eintritts im Museum zu den Förderern des Projekts.

An zwei Treffen waren zudem die Agentur für Arbeit und die Pro Arbeit Kreis Offenbach zu Gast und informierten zum Thema Arbeitserlaubnis und zu SGB II-Anträgen. Die Mitarbeitenden der Pro Arbeit, die an diesem Tag ins Nachbarschaftshaus kamen, halfen gleich beim Ausfüllen der Anträge und standen darüber hinaus für alle individuellen Fragen zur Verfügung.

Der Kontaktbeamte der Seligenstädter Polizeistation ist ebenfalls regelmäßig bei den wöchentlichen Treffen zu Gast und steht den Teilnehmenden mit Rat und Tat zur Seite.

Seit einiger Zeit auch ein Deutschkurs im Angebot

Weil sich viele einen niederschwelligen Deutschkurs gewünscht haben, findet nun auch ein solcher regelmäßig statt. Das Angebot soll den Menschen die ersten Schritte in der Einhardstadt erleichtern. Eine Deutschlehrerin, die selbst vor dem Kriegsgeschehen geflüchtet ist, leitet diesen Kurs.

Wie Erster Stadtrat Michael Gerheim berichtet, ist auch die Asklepios-Klinik Seligenstadt mit ihrem sozialen Engagement von Anfang an ein wichtiger Kooperationspartner für dieses Projekt. Regelmäßig sind ein bis zwei ukrainisch-sprachige Klinik-Mitarbeiter bei den wöchentlichen Treffen dabei und unterstützen bei Übersetzungen sowie beim Deutschkurs.

Treffen für Geflüchtete aus der Ukraine: weiterhin Hilfe benötigt

Doch Hilfe wird weiterhin gebraucht, weiß Gerheim. „Obwohl die Hilfsbereitschaft groß ist, können wir an der einen oder anderen Stelle noch Unterstützung brauchen.“ Wer unter anderem als ehrenamtlicher Helfer die ukrainische oder russische Sprache beherrscht und Freude daran hat, anderen Menschen die deutsche Sprache näher zu bringen, oder wer sich bei der Organisation des Treffs sowie anderweitig im Nachbarschaftshaus betätigen möchte, kann sich jederzeit an das Team vor Ort wenden.

Ansprechpartnerinnen im Amt für soziale Infrastruktur sind unter der Telefonnummer 06182 874010 (Frau Nietgen) oder 874100 (Frau Strauch) zu erreichen.

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