TuS-Rasenplatz erholt sich langsam wieder

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Der arg demolierte Rasen der TuS Froschhausen ist auf dem Weg der Besserung. Kritik an einem Magistratsbericht zum Zustand des Rasens übt allerdings die Seligenstädter FDP, weil er die Frage nach den Verantwortlichen für das erbärmliche Aussehen nicht beantwortet.

Froschhausen (sig) ‐ „Nachdem die Schneeauflage weggetaut ist, kann man feststellen, dass sich die Situation wohl allmählich wieder verbessert.“ Mit diesen Worten beschreibt Seligenstadts Erste Stadträtin Claudia Bicherl den Sportplatz der TuS Froschhausen, der Ende 2010 in die Schlagzeilen geriet.

Politiker, Sport-Experten, aber auch Vertreter der Stadt zeigten sich damals ebenso ratlos wie verärgert darüber, dass im Seligenstädter Stadtteil innerhalb weniger Wochen aus einem nagelneuen Rasenplatz - die Kosten betrugen fast 400 000 Euro - eine Art Rübenacker geworden war. Der Bericht der Stadträtin sei zwar ausführlich, sagte FDP-Politiker René Rock dieser Tage in der Stadtverordnetenversammlung, allein Bicherl verliere darin kein Wort über die entscheidende Frage: „Wer ist für den katastrophalen Zustand des Platzes verantwortlich?“ 

Nach Bicherls Angaben läuft der Pflegevertrag mit der Rasenfirma aus, deshalb übernehme der städtische Bauhof die Betreuung beider Plätze, mähe regelmäßig und dünge nach Bedarf. „Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung kontrollieren regelmäßig den Zustand der Rasenfläche, um Ausfällen in der Rasentrageschicht, die besonders in der Startphase eines Sportplatzes auftreten können, rechtzeitig vorzubeugen und zeitnah Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.“

Die Stadtverordnetenversammlung hatte im November 2010 den Magistrat beauftragt, schriftlich über die Gründe für den Zustand des städtischen Rasenplatzes bei der TuS, die geplanten und bereits durchgeführten Maßnahme zur Wiederherstellung des Rollrasen-Platzes sowie deren Kosten zu berichten. Das Unheil nahm seinen Lauf, als der Rasenplatz Mitte September eingeweiht und dem Froschhausener Fußballverein zur Nutzung übergeben wurde. „Mitglieder des Vereins wurden in die Bedienung der mit installierten Bewässerungsanlage eingewiesen, und die Fachfirma übernahm die Aufgabe des Rasenmähens und eine abschließende Herbstdüngung“, erinnert sich Stadträtin Bicherl.

Platz war Belastungen nicht gewachsen

In den folgenden Wochen sei der Rasenplatz „für den Spielbetrieb und in Einzelfällen auch für den Trainingsbetrieb, genutzt worden. Diesen Belastungen war der Rasenplatz mit gut durchwurzelten, aber noch sehr jungen Rasen-Pflanzen wohl nicht gewachsen.“ Nach ersten Hinweisen fand Anfang November ein Treffen von Vereinsvertretern mit den zuständigen Mitarbeitern der Stadtverwaltung (Abteilung Sport und Kultur) sowie Liegenschaften statt, um die Situation zu analysieren und Verbesserungsmaßnahmen festzulegen.

„Zur besseren Kontrolle der Belastung hat der Verein umgehend einen Belegungsplan erstellt, der regelmäßig aktualisiert werden muss. Als zweite Maßnahme wurde mit sofortiger Wirkung der komplette Trainingsbetrieb auf dem neuen Rasenplatz eingestellt. Als dritte Maßnahme hat die Stadtverwaltung  eine Sonderdüngung Mitte November in Auftrag gegeben, die als vorbeugende Maßnahme zur Abwehr eventuell in der Winterpause auftretender Pilzerkrankungen dienen sollte.“

Im Anschluss seien beide Plätze zunächst für 14 Tage, dann infolge des sehr frühen Wintereinbruchs Ende November komplett gesperrt worden.

Neben der neuen Rasenfläche auf dem TuS-Gelände gab es auch Aufträge die dortige Flutlichtanlage zu sanieren (15 500 Euro) sowie zur Installation einer Beschallungsanlage (Auftragssumme circa 5 300 Euro).

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