„Saumäßig stolz“ auf Wehr

Typisierungsaktion: 1709 neue Stammzellspender

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Unter dem Motto „Lebensretter sucht Stammzellenspender“ stand die Typisierungsaktion für den an Leukämie erkrankten Haral d Burkard in der Seligenstädter Feuerwache. 1 709 neue potentielle Stammzellspender registrierte die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

Seligenstadt - Das Schicksal von Harald Burkard aus Seligenstadt, der an Leukämie erkrankt ist, hat viele Menschen aufgerüttelt. Exakt 1709 neue potenzielle Stammzellspender registrierte die DKMS nach der Typisierung am Samstag. Von Sabine Müller

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Die groß angelegte Typisierungsaktion in der Seligenstädter Feuerwache war kurz nach 16 Uhr zu Ende gegangen, da stand fest: 1 709 neue Stammzellenspender finden Aufnahme in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS, Tübingen).

Mit dem Slogan „Lebensretter sucht Stammzellenspender“ hatte die Freiwillige Feuerwehr dazu aufgerufen, unter der Angabe persönlicher Daten vier Milliliter Blut abzugeben und/oder Geld zu spenden. Die Seligenstädter Wehr hofft auf diese Weise einen „genetischen Zwilling“ zu finden, der ihrem Kameraden oder einem anderen an Blutkrebs erkrankten Menschen helfen kann zu überleben. Bislang wurde weltweit noch kein passender Spender für den 42-jährigen Bauingenieur Harald Burkard gefunden. „Ab 10 Uhr waren kontinuierlich Leute da“, berichtete Seligenstadts Stadtbrandinspektor Alexander Zöller, der mit Harald Burkard in ständigem Telefonkontakt stand. „Gegen 15.30 Uhr war die 1500er-Marke geknackt.“ Dennoch musste niemand warten, sondern war nach maximal 15 Minuten durchgeschleust, was dem großen Helferteam zu verdanken war, das Hand in Hand arbeitete.

„Ich bin saumäßig stolz auf die Jungs und Mädels der Wehr“

Neben Feuerwehrmitgliedern waren Mitarbeiter aus Arztpraxen und Kliniken im Einsatz. „Seligenstädter Metzger, Bäcker und Getränkehändler haben uns mit Sachspenden unterstützt“, sagte Zöller. „Die Geschäftswelt half mit Werbung und Plakaten, die Stadtverwaltung stellte Mobiliar aus dem Riesen zur Verfügung.“

Über all diese Hilfe sei das Organisationsteam „sehr glücklich“. Die Schirmherrin der Aktion, Seligenstadts Erste Stadträtin Claudia Bicherl, gab das Lob zurück: „Ich bin saumäßig stolz auf die Jungs und Mädels der Wehr“, sagte sie zum Ende der Veranstaltung. Die Spender konnten sich nach der Blutspende mit Wurst und Weck, Kaffee und Kuchen stärken, für die Kinder standen Mal- und Basteltische bereit.

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