Verbindliche und dauerhafte Grundlage

Hainburg - (mho) „Die evangelische Kirchengemeinde Hainburg, die katholische Pfarrgemeinde St. Wendelinus Hainstadt und das Karmelkloster St. Gabriel vereinbaren eine ökumenische Partnerschaft.

Sie wollen dem seit Jahren praktizierten ökumenischen Zusammenleben und Zusammenwirken eine verbindliche und dauerhafte Grundlage geben, das Erreichte festschreiben und Ziele zu seiner Weiterentwicklung formulieren.“

So beginnt der Entwurf der lokalen „Charta Oecumenica“, den eine gemeinsame Projektgruppe erarbeitet und jetzt vorgelegt hat. Seit einiger Zeit beschäftigt sich das Gremium mit der Formulierung dieses Papiers, dessen Verabschiedung die evangelische Kirchengemeinde Hainburg im Übrigen auch als eines der Ziele in ihrer Gemeindekonzeption aus dem Jahr 2005 formulierte. Der Entwurfstext liegt dieser Tage in der evangelischen Gustav-Adolf-Kirche (Klein-Krotzenburg) und im evangelischen Gemeindehaus (Hainstadt) aus, ist zudem auf der Homepage der Kirchengemeinde (www.hainburg-evangelisch.de) nachzulesen.

Im gemeinsamen Verständnis des biblischen Auftrags nach der Einheit der Christen formuliert der Vertrag, wie die katholische und die evangelische Seite miteinander umgehen und insbesondere auch bei Konflikten im Gespräch bleiben wollen. Neben der Beschreibung gemeinsamer ökumenischer Veranstaltungen werden auch Ziele und konkrete Projekte für die Zukunft genannt, die sich mit dem Begriff „in versöhnter Verschiedenheit gemeinsam Kirche sein“ zusammenfassen lassen.

Einen öffentlichen Workshop, der sich mit dem Entwurf beschäftigt, bieten beide Gemeinden sowie das Kloster am Dienstag, 3. Februar, ab 20 Uhr im Pfarrzentrum St. Wendelinus in Hainstadt an. Ziel des Abends ist es, möglichst viele Reaktionen und Anregungen zu sammeln, um diese bei der Formulierung der Endfassung zu berücksichtigen. Die feierliche Unterzeichnung der Hainburger Charta Oecumenica ist für den Mai geplant. In einem ökumenischen Gottesdienst soll der Vertrag verabschiedet und Grundlage für die weitere Zusammenarbeit sein. Die ursprüngliche „Charta Oecumenica“, deren Leitlinien man mit dem Projekt auch in Hainburg folgt, ist ein im Jahre 2001 von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) gemeinsam vorgelegtes Dokument, das die wachsende Zusammenarbeit der Kirchen in Europa zum Ziel hat. In Deutschland wurde die Charta auf dem Ökumenischen Kirchentag 2003 von der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland“ (ACK) unterzeichnet.

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