Arrondierungen und Legalisierungen

Weitere Tempo-30-Zonen in Seligenstadt

Tempo 30 im Gebiet der Straße Am Schwimmbad: Abzweig zur Freibadanlage, zu einer Kindertagesstätte sowie zum Minigolfplatz. Foto: hofmann
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Tempo 30 im Gebiet der Straße Am Schwimmbad: Abzweig zur Freibadanlage, zu einer Kindertagesstätte sowie zum Minigolfplatz. 

Die Stadt Seligenstadt bemüht sich um weitere Tempo-30-Zonen. Der Magistrat schlägt drei Areale in der Kernstadt vor. 

Seligenstadt – Die Stadt Seligenstadt bemüht sich um weitere Tempo-30-Zonen. Nach diversen Ausweisungen der jüngsten Vergangenheit schlägt der Magistrat offensichtlich zur Arrondierung und Legalisierung in einem aktuellen Antrag drei weitere Areale in der Kernstadt vor. 

So sei festgestellt worden, dass das Gebiet zwischen Würzburger Straße, Zellhäuser Straße, Am Schwimmbad und Aschaffenburger Straße nicht als Tempo-30-Zone ausgewiesen sei. Immerhin befinde sich dort die Straße Am Schwimmbad mit Abzweig zum Freibad, zu einer Kindertagesstätte sowie zum Minigolfplatz. Darüber hinaus liege das Gebiet abseits der Vorfahrtsstraße, und die andere Seite der Zellhäuser Straße (Einfahrt Fontanestraße) sei ja bereits eine Tempo-30-Zone. „Somit wäre es auch eine Anpassung. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, das Sportgelände mit in die Tempo-30-Zone aufzunehmen“, heißt es dazu in der Magistratsvorlage.

Nach dem Willen der Stadt soll zudem der Beritt Jahnstraße zwischen Kapellenstraße, Am Eichwald und Querstraße temporeduziert ausgewiesen werden. Auch an dieser Stell der Verweis auf direkt angrenzende Einrichtungen: An der Jahnstraße befinde sich das evangelische Gemeindezentrum samt Kinderclub, zudem führe die stark frequentierte Straße zum Bauhof, zu den Kleingärten und zum Eichwaldhof. Außerdem sei das Gebiet nördlich der Jahnstraße sowie westlich der Steinheimer Straße (abseits der Vorfahrtsstraßen) bereits als 30er-Zone beschildert. Auch das Wohngebiet Am Simmig zwischen Friedrich-Ebert- und Robert-Bosch-Straße ist bereits als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Allerdings geht aus dem Magistratspapier hervor, dass diesbezüglich bislang kein Stadtverordnetenbeschluss eingeholt worden ist. Das soll nunmehr nachgeholt und die Beschilderung nachträglich legalisiert werden.

Die Polizei, die vor jeder verkehrsrechtlichen Anordnung zu hören ist, hat nach Magistratsangaben „bereits ihre Zustimmung zu den meisten der vorgenannten Maßnahmen signalisiert“. Endgültig könne dies jedoch erst dann entschieden werden, wenn die konkreten Beschilderungspläne nach dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung erstellt worden seien.

In jüngster Zeit hat die Stadt gleich mehrere 30er-Zonen ausgewiesen. Zuletzt kündigte Erster Stadtrat Michael Gerheim während der Haushaltsberatungen im Dezember 2019 an, nach der Ellenseestraße (Teilstück) könnte in absehbarer Zeit auch die Kapellenstraße zur Tempo-30-Zone werden. Weil aber die Kapellenstraße und die Frankfurter Straße ab Kapellenplatz stadtauswärts Landesstraßen sind, müsse dazu eine Vereinbarung mit der Landesstraßenbauverwaltung Hessen Mobil her, die sich lange geweigert habe.

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