CDU und Jugendbeirat sorgen sich um Parkbänke und Abfalleimer

„Windschiefe Drahtkörbe“

Mainuferweg-Parkbänke am Wochenende: „Weitere Standorte überprüfen und etablieren“. Fotos (2): mho

Seligenstadt – Oft sind es kleinere Mängel und Unzulänglichkeiten, die unser Wohlbefinden stören. So umtreiben renovierungsbedürftige Parkbänke und das Fehlen einer ausreichenden Zahl von Müllbehältern die Seligenstädter CDU-Fraktion und den Jugendbeirat gleichermaßen. VON MICHAEL HOFMANN

Und zwar so sehr, dass die CDU einen Parlamentsantrag eigens überarbeitete und einige vom Jugendbeirat zusammengetragene Aspekte hinzunahm. Nach Ansicht beider sind die Bänke im Stadtgebiet keineswegs in vorzeigbarem Zustand. Die CDU will den Magistrat beauftragen „die Parkbänke innerhalb des Stadt- und Flurgebietes zu säubern, ggf. zu renovieren, bzw. bei Notwendigkeit zu ersetzen. “ Und nicht nur das, der Magistrat soll zudem „weitere Standorte überprüfen und etablieren“, um einen Spaziergang für viele Mitbürger erheblich zu erleichtern (Feldgebiet Klein-Welzheim). Und, weil‘s irgendwie zusammengehört, sollen Mülleimer in unmittelbarer Nähe der Parkbänke platziert werden. Zudem auf den hochfrequentierten Wegen und in Naherholungsgebieten wie dem Mainuferweg, der Bleiche, der Wasserburg und zwischen Innenstadt und den weiterführenden Schulen zusätzliche Behältnisse aufgestellt werden. Auch sollen, weil die Problematik immer wieder in den Sommerwochen auftritt, Mülleimer an diesen Stellen häufiger geleert werden.

Der Jugendbeirat hatte Schüler befragt, was sie sich für die Stadt wünschen, und bei der Umfrage herausbekommen, dass die Beseitigung der „Mülleimermängel“ ganz vorn steht. „Schon länger lässt die Mülleimersituation in Seligenstadt sehr zu wünschen übrig: überquellende kleine, offene Drahtkörbe am Mainuferweg oder auch fehlende Behältnisse zwischen Schulen und Innenstadt“, bemängelt der Jugendbeirat. Auch seien die derzeitigen Müllgefäße „dann auch noch altmodische, windschiefe Drahtkörbe, die schon lange nicht mehr der Zeit entsprechen. Außerdem viel zu klein und eben komplett offen, sodass Tiere sich an den Resten vergreifen können.“

Für Ersten Stadtrat Michael Gerheim dagegen ist die Zahl der Ruhebänke im Stadtgebiet durchaus ausreichend. Auch überarbeite die Stadt ältere oder schadhafte Exemplare immer wieder. Bei der Leerung der Mülleimer, so Gerheim weiter, sei die Frequenz in Ordnung. Je nach Standort leere der Bauhof die Gefäße ein- bis dreimal die Woche. Am Wochenende sei ein Privatunternehmen beauftragt, damit die „Eisbecher-Invasion“ nicht überhand nimmt. Zudem verweist Gerheim auf eine Übereinkunft mit den Eisdielen.

Einig sind sich Beirat und CDU indes auch bei einer anderen Forderung: Sie hätten gern geprüft, ob an geeigneten Stellen das Aufstellen von „Solarbänken“ möglich ist, „die einerseits unabhängig vom Stromnetz das Aufladen von Mobilgeräten ermöglichen (Solarzellen unter der gläsernen Sitzfläche) und andererseits die Funktion bieten, einen öffentlichen WLAN-Hotspot einzurichten.“ Als Standorte geben sie „hochfrequentierte und sonnige Plätze wie Marktplatz oder Mainufer“ an.

Damit könne Seligenstadt in der Region Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energien und Digitalisierung werden, und zeitgleich könne so das Informationsangebot rund um Seligenstadt erweitert werden. Die Rathausverwaltung, kündigt Gerheim an, werde das Ansinnen prüfen.

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