„Unternehmen beklagen mangelnde Unterstützung“

Wirtschaftsförderung: CDU fordert Stellenbesetzung

Seligenstadt - „Unternehmen beklagen mangelnde Unterstützung durch die Verwaltung.“ Das hat die Seligenstädter CDU in Gesprächen festgestellt. „Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Defizite so schnell wie möglich behoben werden."

„Deshalb haben wir den Antrag gestellt, die offene Stelle Stadtmarketing/Wirtschaftsförderung unverzüglich zu besetzen. Zudem soll die Verwaltung einen aktuellen Bericht vorlegen“, so Fraktionschef Joachim Bergmann. Die Wirtschaftsförderung beschränke sich fast ausschließlich auf die Aktivitäten der Stadtmarketing-GmbH, die viel für das Image der Stadt und die Stärkung von Gastronomie und Einzelhandel in der Innenstadt leiste. Diese Arbeit zeige vielfältige Erfolge und werde von der CDU-Fraktion ausdrücklich begrüßt. Allerdings habe die IHK-Standortumfrage 2014 am Unternehmensstandort Seligenstadt auch Defizite zutage gefördert, die es dringend anzugehen gelte. Unter anderem wünschten Unternehmen deutlich mehr Unterstützung seitens der Verwaltung; die Leistungsfähigkeit des Straßenverkehrs und ÖPNV-Angebot müssten optimiert werden; auch gelte es, die Breibandversorgung in den Gewerbegebieten zu verbessern und die Belastung der Unternehmen durch Steuern und Abgaben zu begrenzen.

Die Defizite in der Verwaltung, so Bergmann weiter, seien spätestens bei der Abwanderung der Firma Delonghi öffentlich geworden, als sich die Geschäftsführung über die mangelnde Unterstützung beschwerte. „Der Stadt ging dadurch ein hoher sechsstelliger Betrag an Gewerbesteuer jährlich verloren.“ Offensichtlich lasse die Koordination in der Verwaltung zu wünschen übrig. Dies könne damit zusammenhängen, dass die bemängelten Punkte in unterschiedlichen Ämtern und Dezernaten angesiedelt seien. Zur Behebung der Defizite hatte die Stadtverordnetenversammlung auf Wunsch der Verwaltung eine Stelle für die Wirtschaftsförderung geschaffen. „Leider wurde diese Stelle bis heute nicht besetzt. Die Unternehmen brauchen dringend einen direkten Ansprechpartner. Für die Stadt ist es wichtig, diese zu kennen, um reagieren zu können.“ (mho)

Rubriklistenbild: © dpa

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