Investitionen der Stadtwerke

Zahlreiche Kanäle im Visier

+
Größter Einzelposten im Wirtschaftsplan: Für das neue Pumpwerk sind 2017 rund 800 000 Euro erforderlich.

Seligenstadt - Rund 7,2 Millionen Euro will die Stadt Seligenstadt in den kommenden Jahren auf dem Gebiet der Abwasserbeseitigung investieren. Von Michael Hofmann

Dickster Brocken ist das neue Abwasserpumpwerk an der Steinheimer Straße, daneben schlagen aber auch diverse Kanalsanierungsmaßnahmen zu Buche. Den Wirtschaftsplan 2016 und das Investitionsprogramm (2017 bis 2020) des Eigenbetriebs Stadtwerke, die bereits die einhellige Billigung der Stadtwerke-Betriebskommission erfuhren, befürwortete die Seligenstädter Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am Montageband im Feuerwehrhaus ebenfalls einstimmig.

Das Investitionsprogramm 2017 bis 2020 ist in zwei Blöcke gegliedert. Im Bereich „Kläranlage und Außenbauwerke“ sind die Sanierung der Faultürme (220.000 Euro), die Betonsanieung von Nachklär- und Zwischenspeicherbecken (500.000 Euro), Photovoltaikanlagen (295.000 Euro), Betonsanierung von Vorklärbecken (430.000 Euro) und Belebungsbecken II bis IV samt Schneckenhebewerk (430.000 Euro), die Sanierung und Optimierung der Pumpstation (500.000 Euro) sowie das neue Abwasserpumpwerk auf dem ehemaligen Stadtwerkegelände an der Steinheimer Straße, das für 2017 mit 800.000 Euro im Plan steht. Macht zusammen 3,275 Millionen Euro.

Im zweiten Block, der mit 3,93 Millionen Euro im Investitionsprogramm Aufnahme fand, geht es - verteilt auf die Jahre 2017 bis 2020 - um Kanal-Sanierungsmaßnahmen in der Einhardstraße, Jean-Hofmann-Straße, Matthias-Grünewald-Straße, Goethestraße, Franz-Boeres-Straße, Im Klosterbrühl, Frankfurter Straße, An der Pfingstweide, Abt-Peter-Straße, Am Bahndamm sowie um die allgemeine Kanalinnensanierung (400.000 Euro) und die Befahrung der Zuleitungskanäle (1,0 Millionen).

Leserbilder: Die schönsten Plätze in Seligenstadt

Im operativen Geschäft der Stadtwerke bestätigen die 2016er Zahlen für die vier Betriebszweige Wasser, Abwasser, Fähre und Bauhof den seit Jahren zu beobachtenden Trend: Den Jahresgewinnen bei Wasser (84.000 Euro), Abwasser (563 400 Euro) und Bauhof (2800 Euro) steht das alljährliche Defizit bei der Mainfähre „Stadt Seligenstadt“ gegenüber. 250.000 Euro Miese sollen es in diesem Jahr werden. Der Verlust wird von der Stadt Seligenstadt in dieser Höhe, abzüglich der fiktiven Steuerersparnis der Wasserversorgung, übernommen.

Gebührenanhebungen (Wasser, Fähre, Abwasser) sind im Wirtschaftsplan 2016 nicht geplant. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen im Wassersektor wird auf 505.000 Euro, im Abwassersektor auf 2,195 Millionen festgesetzt - insgesamt eine Summe von 2,7 Millionen Euro. Zur Finanzierung der Investitionen sind Darlehen in Höhe von 1,140 Millionen (Betriebszweige Wasser und Abwasser) aufzunehmen. Darüber hinaus ist eine Darlehensumschuldung von 623.000 Euro vorzunehmen. Der Höchstbetrag der Kassenkredite der Stadtwerke, die zur rechtzeitigen Leistung von Auszahlungen in Anspruch genommen werden können, wird im Wirtschaftsjahr 2016 auf eine Million Euro festgesetzt.

Kommentare