Das Wegenetz soll attraktiver und sicherer werden / Hochschule Darmstadt mit Fortschreibung beauftragt

„Wollen Radverkehrstadt werden“

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Nahmen Seligenstadts Radwege unter die Lupe: Erste Stadträtin Claudia Bicherl mit Bauamtsleiter Rudolf Post (rechts), Wolfgang Peters (städtisches Tiefbauamt) und Dr. Jürgen Follmann, Professor an der Hochschule Darmstadt (links).

Seligenstadt - Die Stadt Seligenstadt will die vorhandenen Radwege zu einem attraktiven und sicheren Netz auszubauen. In den vergangenen Jahren komme der Drahtesel bei Fahrten zum Arbeitsplatz ebenso immer häufiger zum Einsatz wie in der Freizeit oder bei der Erledigung von Einkäufen. Von Oliver Signus

Dies hat das Ordnungsamt laut Erster Stradträtin Claudia Bicherl beobachtet. Auch habe es eine „rasante Entwicklung“ bei der Zahl der Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor gegeben.

„Wir wollen im Kreis Offenbach die Radverkehrstadt werden“, formuliert Bicherl das Bestreben der Verwaltung, die im März Prof. Dr. Jürgen Follmann von der Hochschule Darmstadt mit der Fortschreibung des Radverkehrsnetzes beauftragt hat. Die Ergebnisse sollen bis Ende des Jahres vorliegen. Die Kosten dafür beziffert die Erste Stadträtin auf etwa 11.000 Euro.

Unter der Leitung von Professor Follmann werden Studenten der Hochschule Darmstadt zunächst das vorhandene Radverkehrsnetz abfahren und die Qualität dokumentieren.

Um Einschätzen zu können, welche Wege die Schüler der Einhard- und der Merianschule mit dem Fahrrad nutzen, führen die Studenten eine detaillierte Erhebung durch. Dazu werden Schüler der fünften bis zehnten Klassen entsprechend befragt und dürfen Anregungen zum Radverkehrsnetz geben.

Eventuelle Gefahrenstellen entschärfen

„Über ein Wunschliniennetz aus den kürzesten Verbindungen wird schrittweise das Radverkehrsnetz auf die vorhandenen Straßen und Wege übertragen“, erläutert Bicherl das weitere Vorgehen der Darmstädter Fachleute. So ergäben sich dann Möglichkeiten zur sicheren und attraktiven Gestaltung der Radwege in der Einhardstadt. Auch eventuelle Gefahrenstellen könnten dann entschärft werden. Einbezogen in die Neubeurteilung werden auch die zahlreichen Vorschläge sowie bereits vorliegende Planungen zum Radverkehr der Stadt Seligenstadt.

Um Konsens herzustellen, beziehungsweise zu verstärken, werden nicht nur die städtischen Gremien, sondern auch die Bürger sowie gegebenenfalls ADFC, Einzelhandel und Schulen kontinuierlich eingebunden, versichert Bicherl. Geplant sei dies insbesondere nach der Bestandsaufnahme, nach der Entwicklung der Maßnahmen und nach Vorlage des endgültigen Radverkehrsnetzes, so die Erste Stadträtin abschließend.

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