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18 Punkte Abzug für VfB Offenbach II

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Von: Jörg Moll

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Wegen des Einsatzes nicht spielberechtigter Kicker wurden der VfB Offenbach II und der FC Munzur Offenbach in der Fußball-Kreisliga B Offenbach 1 hart bestraft. Der VfB verpasste durch das Urteil den Aufstieg, der FC Munzur muss in die C-Liga absteigen.

Offenbach – Gleich zwei Urteile wegen des unerlaubten Einsatzes nicht berechtigter Spieler in der Fußball-Kreisliga B Offenbach Gruppe 1 hat das Sportgericht des Fußballkreises Offenbach gefällt. Für die Reserve des VfB Offenbach und den FC Munzur Offenbach haben die Vergehen gravierende Folgen.

Der Tabellendritte VfB Offenbach II, der seither nur einen Punkt Rückstand auf Relegationsrang zwei hatte, erhält zwölf Punkte Strafe. Dazu kommt, dass die beiden gewonnenen Partien gegen die SG Egelsbach II und die SSG Langen II jeweils als 0:3 verloren gewertet werden. Insgesamt verliert der VfB also 18 Punkte und hat nun statt 47 noch 29 Zähler auf dem Konto, rutscht so auf Platz sieben ab. Das Sportgericht unter dem Vorsitz von Jürgen Weil sah es als erwiesen an, dass der VfB in beiden Spielen den früheren moldawischen Nationalspieler Mihail Bolun eingesetzt hatte, der wegen Korruptionsvorfällen weltweit lebenslang gesperrt ist. In beiden Partien konnte dessen Mitwirken nachgewiesen werden. In drei weiteren Partien gegen Türkgücü Dietzenbach, FV 06 Sprendlingen und Portugues Offenbach sei dies auch durch Zeugenaussagen nicht zweifelsfrei zu belegen gewesen.

Das Sportgericht sprach nach der mündlichen Verhandlung zudem für Trainer Tuncay Delikus ein Platzverbot für sechs Monate aus. Er darf sein Team zwar weiter trainieren, am Spieltag aber nicht den Platz betreten. Zudem erhält der Klub eine Geldstrafe im unteren vierstelligen Bereich. Der VfB wird gegen das Urteil keine Berufung einlegen, wie der Vorsitzende Andreas Griesenbruch bestätigte: „Das Sportgericht hat nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und geurteilt.“ Griesenbruch hatte mit einem Rechtsbeistand Akteneinsicht erhalten. Der VfB wird von weiteren Sanktionen gegenüber seinem Trainer absehen. „Den Fehler, den er gemacht hat, will ich nicht schönreden“, betonte Griesenbruch: „Fehler darf man machen, aber bitte nicht zweimal.“

Hart bestraft wurde auch der FC Munzur Offenbach. Der hatte in der Partie gegen die Freien Turner Oberrad zwei Spieler eingesetzt, deren Aussehen nicht mit jenen auf den hinterlegten Pässen in Einklang stand. Die Oberräder hatten das beim Schiedsrichter moniert und der wollte daraufhin die Personalausweise sehen, worauf sich die Spieler in der Kabine eingeschlossen hätten.

Das Sportgericht verurteilte den FC Munzur wegen dieses Vergehens zu zwölf Punkten Abzug, das ursprünglich mit 2:0 gewonnene Spiel wird mit 3:0 für die FT Oberrad gewertet. Mit nunmehr fünf Punkten rutscht der Klub auf den letzten und einzigen Abstiegsplatz, die FT Oberrad (nun acht Punkte) klettert auf den Relegationsrang, Fortuna Dreieich (19) wäre gerettet.

Die Gesamtgeldstrafe für den Verein liegt im unteren vierstelligen Bereich. Munzur-Coach Özgür Güngör wurde ebenfalls zu einem halbjährigen Platzverbot verurteilt. Der Verein kann allerdings Berufung einlegen.  jm

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