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Abstiegskandidat Pars gewinnt Stadtderby in der Verbandsliga gegen die 03er

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03-Trainer Nick Janovsky hat sich selbst eingewechselt und vergibt hier die letzte Chance zum Ausgleich im Neu-Isenburger Stadtderby gegen den SV Pars.
03-Trainer Nick Janovsky hat sich selbst eingewechselt und vergibt hier die letzte Chance zum Ausgleich im Neu-Isenburger Stadtderby gegen den SV Pars. © hartenfelser

Der SV Pars Neu-Isenburg hat in der Fußball-Verbandsliga ein weiteres Lebenszeichen gesendet mit dem 1:0 im Stadtderby bei der Spielvereinigung 03. Durch den 1:0-Sieg der SG Rüsselsheim gegen die Spvgg. 05 Oberrad beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer für den SV Pars allerdings weiter zehn Punkte - bei nur noch vier ausstehenden Spielen. Drei wertvolle Punkte für den Klassenerhalt sammelte die TS Ober-Roden ein mit einem 3:0 gegen den FFV Sportfreunde Frankfurt, hat nun acht Punkte Vorsprung auf Oberrad auf dem ersten Abstiegsplatz und gleichgezogen mit dem SV Münster, der beim SC 1960 Hanau mit 0:5 unter die Räder kam. Tabellenführer SV Unter-Flockenbach kann nach einem 3:1 bei Rot-Weiss Frankfurt am nächsten Wochenende mit einem Heimsieg gegen Absteiger Großkrotzenburg die Meisterschaft und den Aufstieg in die Hessenliga perfekt machen.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - SV Pars Neu-Isenburg 0:1 (0:0). „Jetzt werdet doch mal wach“, brüllte 03-Torhüter Nemanja Saula seine Mitspieler in der 32. Minute an, nachdem der SV Pars gerade durch Ihab Darwiche nur den Pfosten getroffen hatte. Nach einer Flanke von Mihail Cociu war der ehemalige Offenbacher mit dem Kopf zur Stelle, hatte aber im Abschluss Pech. Saulas Weckruf fand aber kein Gehör, die ersatzgeschwächte Spielvereinigung fand einfach nicht ins Spiel. Im Gegenteil: Drei Minuten vor der Pause traf Cociu mit seinem Schuss die Latte und verbuchte damit den zweiten Aluminiumtreffer des SV Pars. „Entweder muss er abspielen, oder ihn reinmachen“, meinte Pars-Präsident Sasan Tabib. Zwar hatten die 03er in der ersten Hälfte optische Vorteile, die Chancen lagen aber ganz klar auf Seiten der Gäste. „Der Aderlass ist einfach zu groß. Wenn ich mich schon selbst einwechseln muss, sagt das alles“, meinte 03-Trainer Nick Janovsky, der in der 79. Minute die beste Chance der Hausherren vergab, als er gegen Pars-Torhüter Aykut Bayar und einen Abwehrspieler einen Schritt zu spät kam. Es war die einzige Torchance der Spielvereinigung aus dem Spiel heraus. Auf der anderen Seite verlängerte Vladimir Trucic eine Flanke von der linken Seite zum hoch verdienten 0:1 ins Netz. „Wir haben 15 Minuten gebraucht, um auf dem doch sehr stumpfen Rasen ins Spiel zu finden, zur Pause war auch ein 2:0 möglich“, sagte Pars-Spielertrainer Dejan Alempic, „unsere Schwächephase war bisher oft die 45. bis 60. Minute, die haben wir souverän überstanden. Ich wusste, dass wir hier noch ein Tor machen.“

Spvgg. 03 Neu-Isenburg: Saula - Buschmann, Bickel, Essome, Diack - Fustero (71. Boksic). Rubic - Kreis (61. El Baghdadi), Kaya (76. Janovsky), Uchida - Hochstein

SV Pars Neu-Isenburg: Bayar - Jourdan, Alempic, Smisek - Müller, Idrissi (76. Sahinler), Erdem (55. Nassif), de Carvalho - Trucic, Darwiche (86. Bajrami), Cociu

Tor: 0:1 Trucic (83.)

SC 1960 Hanau - SV Münster 5:0 (2:0). Die Hanauer revanchierten sich für das 2:7 im Hinspiel. „Das hat Spaß gemacht zuzuschauen, mit welcher Spielfreude mein Team zu Werke ging. Man hat gesehen, welche Qualität in der Mannschaft steckt“, freute sich HSC-Trainer Savas Erinc über die „tolle Teamleistung“. Münsters Trainer Naser Selmanaj sagte derweil: „Das Spiel müssen wir schnell abhaken, Hanau war einfach eine Nummer zu groß für uns.“

Die Hanauer mussten auf den verletzten Ilker Bicakci verzichten, Kapitän Ugur Aslan, der, wie berichtet, den Verein verlassen wird, hat seine Zelte beim HSC schon abgebrochen. Aber auch ohne die beiden bestimmten die Gastgeber von Beginn an das Spiel, wobei lange der „tödliche Pass“ in die Spitze fehlte.

Torhüter Steffen Hitzel, der erneut den verletzten Marcel Petrinec vertrat, vereitelte in der Anfangsphase mehrere Hanauer Chancen und hielt dann auch noch einen umstrittenen Foulelfmeter (21.). Im Gegenzug wäre Münster bei seinem ersten gefährlichen Angriff fast in Führung gegangen, doch Jonas Seib (23.) scheiterte aus kurzer Entfernung an HSC-Torwart Abdulsamed Ersöz.

In der 42. Minute verwandelte dann aber Ronaldo Dos Santos einen Freistoß von der Strafraumgrenze ins kurze Eck zum 1:0. Nur drei Minuten später erhöhte Luftrim Kodraliu nach einer tollen Kombination mit dem Pausenpfiff auf 2:0.

In der 56. Minute lenkte Hitzel einen Heber von Dos Santos an die Latte. Einzig nach einer Stunde Spielzeit blitzte das Können der Gäste auf. Tareq Hamed (60.) passte auf den blassen Torjäger Adrian Postall, der genau auf Ersöz zielte. Mit dem 3:0 durch den überragenden Dos Santos (67.), der Hitzel tunnelte, war die Partie entschieden.

Anschließend folgte der einzige Wermutstropfen aus Hanauer Sicht. Ali Mahboob wurde in der 75. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Nachdem er wegen eines Fouls mit Gelb verwarnt wurde, legte sich der impulsive Innenverteidiger noch mit einem Gegenspieler an. In Unterzahl schraubten Parker (86.) und Kodraliu (88.) das Ergebnis auf 5:0 in die Höhe.

1960 Hanau: Ersöz - Farahat, Gültekin (72. Gecili), Mahboob - Mickley, Aygül, Aydin, Dos Santos, Kodraliu, Parker - Wronski (72. Makengo)

SV Münster: Hitzel - Seib, Braun (46. Durmus), Postall, Ar. Sahitolli, Butt (82. Jaschek), Schrom (46. Defigus), M. Yildirim, T. Hamed, A. Hamed, An. Sahitolli

Tore: 1:0 Dos Santos (42.), 2:0 Kodraliu (45.), 3:0 Dos Santos (67.), 4:0 Parker (86.), 5:0 Kodraliu (88.) - Gelb-Rot: Mahboob (Hanau, 75.) - Besonderes Vorkommnis: Torwart Hitzel (Münster) hält Foulelfmeter von Parker (21.)

TS Ober-Roden - FFV Sportfreunde 04 Frankfurt 3:0 (2:0). „Das war ein super Spiel von uns“, sagte TS-Trainer Bastian Neumann. Von Beginn an habe sein Team gezeigt, dass es einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt einfahren will. Nach dem Erfolg hat die TS acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. In der 33. Minute brachte Luis Roth Ober-Roden in Führung, als er in „Gerd-Müller-Manier“ im Sitzen traf. Nur vier Minuten später erhöhte Gianluca Firrantello mit einem Flachschuss auf 2:0. Zwischen den beiden Toren schoss Patrick Bleibdrey knapp vorbei. Die TS ließ in der ersten Hälfte nur eine Gästechance zu: TS-Keeper Niklas Schwaar rettete kurz vor der Pause im Eins gegen Eins gegen Giuseppe Signorelli stark. Nach dem Wechsel hatte Ober-Roden eine etwa viertelstündige Schwächephase, die man allerdings schadlos überstand. In der 70. Minute sorgte Gianluca Firrantello auf Vorarbeit von Elias Klingenmeier mit dem 3:0 für die Entscheidung. In der Schlussphase hatte die TS Chancen für einen noch deutlicheren Sieg.

TS Ober-Roden: Schwaar - Kaya, Dettki, Strauß (83. T. Yildirim), Bleibdrey, Henkel, Roth (71. Siwek), Firrantello (82. Zeise), Fekade, S. Yildirim, Klingenmeier

Tore: 1:0 Roth (33.), 2:0, 3:0 Firrantello (35., 70.) - Gelb-Rot: Tekin (Frankfurt, 87.)

SV der Bosnier in Frankfurt - Germania Ober-Roden 3:5 (2:2). Wie vor zwei Wochen beim letzten Auswärtsspiel in Wald-Michelbach erzielte die Germania fünf Tore auf des Gegners Platz. Diesmal reichten sie zum Sieg, bei dem Marco Christophori-Como und Jonas Dapp doppelt trafen. Dabei musste die Germania wegen der Verletzungen von Sascha Ries und Colin Falk früh zweimal wechseln. „In der ersten Hälfte waren wir nicht gut, da war das Unentschieden zur Pause die beste Nachricht“, sagte Germania-Trainer Fabian Bäcker, der selbst über eine Stunde lang spielte. Zweimal glich die Germania eine Frankfurter Führung aus. „Nach der Pause waren wir dann klar überlegen“, berichtete Bäcker. „Das war ein wichtiger Sieg, der unglaublich guttut.“ Die Germania zog im zweiten Abschnitt zwischenzeitlich auf 5:2 davon, nach einer Stunde kassierten die Frankfurter zudem eine Rote Karte.

Germania Ober-Roden: Weinreich - Ries (8. Geyer), Marweg, Christophori-Como, Firat, Günther, Falk (24. Bäcker), F. Kantz, Dapp (73. Kilic), Singh, Özgün

Tore: 1:0 Rugle (35.), 1:1 Christophori-Como (25.), 2:1 Hasecic (34.), 2:2 Dapp (45.), 2:3 Firat (52.), 2:4 Dapp (68.), 2:5 Christophori-Como (70.), 3:5 Brkic (90.) - Rot: gegen einen Frankfurter (62.)

VfB Ginsheim II - JSK Rodgau 2:3 (2:3). „Bloß schnell den Schwamm drüber über dieses Spiel“, sagte JSK-Trainer Klaus Dörner: „Wir haben eigentlich alles im Griff, führen verdient 2:0. Dann fällt der Anschlusstreffer und wir geben das Spiel komplett aus der Hand, hätten auch 2:3 oder sogar 2:4 in Rückstand geraten können gegen einen ganz schwachen Gegner.“ Vor einer Woche hatten die bereits als Absteiger feststehenden Ginsheimer beim Tabellenachten FFV Sportfreunde Frankfurt 1:5 verloren, davor gegen Spitzenreiter SV Unter-Flockenbach 1:10. „Es ist natürlich ein bisschen Jammern auf hohem Niveau, wir haben ja gewonnen. Aber wenn ich weiß, was meine Mannschaft kann, und das sehe, das ist schon bitter“, sagt Dörner, „und wir haben ja mehrfach darüber gesprochen: Zweikämpfe annehmen, keine leichtfertigen Fehler machen. Aber dann passiert es doch immer wieder.“

JSK Rodgau: Czaronek; Siegmund, Cölsch, Balic (63. Neteoui Flores), Konstantinidis, M. Rosa Garcia, Alperstedt, Hulaj (69. Schmidt), Enders (73. Cichutek), Mensah, Fakic

Tore: 0:1 Balic (4.), 0:2 Hulaj (16.), 1:2 Smajovic (23.), 2:2 Fiandaca (38.), 2:3 Hulaj (44.)

Germania Großkrotzenburg - SG Bornheim/Grün-Weiß 2:4 (1:2). „Wir müssen in den ersten drei Minuten 2:0 in Führung gehen“, trauerte Germania-Trainer Christos Tsifnas zwei guten Torchancen von Volkan Sungun und Alessandro Fröb nach.

Mitte der ersten Halbzeit wurde der Fußball zur Nebensache. Siyar Erincs Kniescheibe sprang bei einem Zweikampf raus. Ein Krankenwagen rückte an und „es wurde noch auf dem Platz alles wieder gerichtet“, berichtete Tsifnas. Am Abend bekam der Germania-Coach dann die Information, dass Erinc das Krankenhaus zeitnah wieder verlassen konnte. Nach 28-minütiger Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt und die dementsprechend lange Nachspielzeit der ersten Halbzeit brachte drei kuriose Treffer mit sich.

Beim 0:1 habe Torwart Sadra Sememy beide Hände auf dem Ball gehabt und Ogün Ünal ihm diesen weggespitzelt, ärgerte sich Tsifnas über den ausgebliebenen Pfiff (45.+7). Etwa zehn Minuten später bekam Bornheims Torwart Colombo den Ball nicht weg, Fröb setzte nach und nahm das Geschenk an. Nur eine Minute später revanchierte sich Großkrotzenburg: Kapitän Maik Neuendorf trat auf den Ball und rutschte aus. „Der Ball flog nicht nach vorne, sondern Richtung eigenes Tor“, erklärte Tsifnas. Ben Schwarz schob zum 1:2 ein.

Kurz nach Wiederbeginn köpfte Sungun das 2:2 (49.). Nun plätscherte das Spiel vor sich hin, ehe die Gäste erneut zum Toreschießen eingeladen wurden. Joel Tewelde ließ sich feiern (60.). In der Nachspielzeit warf Großkrotzenburg alles nach vorne und wurde nach einer Standardsituation ausgekontert.

Großkrotzenburg: Sememy, Bucma, Ragaman, Neuendorf (61. Menge), Pock (55. Ennin), Khederzadeh, Erinc (39. Saniyeoglu), Fröb, Ucar, Rubin, Sungun - Tore: 0:1 Ünal (45. +7), 1:1 Fröb (45. + 19), Schwarz (45. + 20), 2:2 Sungun (49.), 2:3 Tewelde (60.), 2:4 Schneider (90. + 3)  leo/mos/geb/tj/ey

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