SC Hessen muss umbauen

Afghanisches Trio mit Nationalelf unterwegs

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Auf der linken Seite kaum zu stoppen. Danny Klein vom SC Hessen Dreieich (rechts) läuft Kelsterbachs Leo Hasenstab davon. Am Samstag spielt der SC Hessen in Steinbach.

Offenbach - Während Ligarivale Sportfreunde Seligenstadt im Hessenpokal gegen Kickers Offenbach auf einen großen Zahltag hofft, sind der SC Hessen Dreieich und Viktoria Urberach am Samstag in der Hessenliga gefordert.

Der eine grüßt von ganz oben, der andere von ganz unten: Der SC Hessen ist Spitzenreiter, Aufsteiger Viktoria Tabellen-Schlusslicht.

SV Steinbach - SC Hessen Dreieich (Sa., 15 Uhr): Die Dreieicher fahren als Spitzenreiter nach fünf Siegen in Serie als klarer Favorit nach Osthessen. Dennoch warnt SC Hessen-Trainer Rudi Bommer vor dem Aufsteiger, der zuletzt bei Rot-Weiss Frankfurt mit 1:7 unterging, zu Hause allerdings zuvor Eintracht Stadtallendorf mit 6:2 vom Platz fegte: „Das wird auf keinen Fall einfach, ich hätte die Aufsteiger lieber zu einem späteren Zeitpunkt.“

Zufrieden zeigte sich der ehemalige Profi mit dem 2:1-Sieg unter der Woche bei Neuling Viktoria Kelsterbach. In Kelsterbach, Urberach und Ederbergland traf der SC Hessen bereits auf drei Aufsteiger, „Kelsterbach war der stärkste“, sagt Bommer. „Die haben in der Defensive ordentlich und stabil gestanden. Aber wir haben die Zweikämpfe angenommen und verdient unsere Tor erzielt“, meint Bommer. Einen sehr guten Eindruck hinterließ Danny Klein, der dieses Mal anstelle von Daniele Fiorentino auf der linken Seite ran durfte. Insgesamt stellte Bommer aber erneut fest: „Vor dem Tor müssen wir einfach cooler werden. Wir haben zwar ein Gegentor bekommen, aber mit insgesamt drei Gegentreffern sind wir in der Defensive wesentlich beständiger als in der vergangenen Saison.“

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Verzichten müssen die Dreieicher in Steinbach auf ihre afghanischen Nationalspieler Khaibar Amani (erhöhte sein Torkonto mit seinen beiden Treffern in Kelsterbach auf sechs), Zubayr Amiri und Abassin Alikhil, die am Donnerstag zu einem Testspiel ihrer Nationalmannschaft in den Libanon flogen. Gespielt wird am Sonntag, bis Mittwoch sollte das Trio wieder in Dreieich sein. Immerhin ist die Rotsperre von Daniel Henrich abgelaufen, der Mittelfeldspieler steht damit wieder zur Verfügung.

Viktoria Urberach - Viktoria Griesheim (Sa., 15 Uhr): „Griesheim spielt schnell und sehr ordentlich nach vorne, hat aus wenigen Chancen seine Tore gemacht“, sagt Urberachs Trainer Jochen Dewitz über den Tabellensechsten, der bereits zehn Punkte auf der Habenseite verbuchte. „Die Griesheimer dominieren ihre Spiele nicht, erzielen aber ihre Treffer. Das ist das, was uns noch fehlt, da sind und die Griesheimer zwei Schritte voraus“, erklärt Dewitz weiter.

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Immerhin entspannt sich die personelle Situation beim Tabellenletzten ein wenig. Tom Niegisch und Sinan Özgün stehen nach ihrem Urlaub wieder zur Verfügung, ebenso Giuseppe Serra nach seiner Gelb-Rot-Sperre. Dafür wurde allerdings Patryk Czerwinski für seinen Platzverweis beim 0:3 in Vellmar für drei Partien gesperrt. Zudem steht hinter dem Einsatz von Mark Dillmann ein Fragezeichen. Mit der Spielberechtigung der beiden neu verpflichteten Südkoreaner rechnen die Urberacher erst in zwei Wochen. Güner Özdamar hat nach einem Infekt das Training wieder aufgenommen. „Er hat einige Kilo verloren, ihm fehlt noch die Spritzigkeit“, meint Dewitz. Dennoch steht der ehemalige Dreieicher, der beim 1:5 gegen die Sportfreunde Seligenstadt das bisher einzige Saisontor der Rödermärker erzielte, im Kader. Ob er gegen die Griesheimer, die vom ehemaligen Offenbacher Suat Türker trainiert werden, auch von Beginn spielt, „ist eine andere Sache“, blickt Dewitz voraus. (leo)

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