Mainpokal:

„Blaue“ holen nach 22 Jahren wieder den Pott

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Die Spieler der Sportvereinigung Seligenstadt bejubeln den Gewinn des Mainpokals.

Froschhausen - Auf diesen Augenblick hatte die Sportvereinigung Seligenstadt 22 Jahre lang warten müssen: Nach sieben Finalniederlagen in den vergangenen 19 Jahren, zuletzt 2016 mit 0:2 gegen die Sportfreunde Seligenstadt, sicherten sich die „Blauen“ vor rund 400 Zuschauern mit einem 5:4 n.E. (0:0, 0:0, 0:0) gegen Titelverteidiger TSG Mainflingen zum dritten Mal nach 1988 und 1996 den Gewinn den Fußball-Mainpokals. .

„Das war eine sehr emotionale Angelegenheit“, sagte Seligenstadts Co-Trainer Steffen Muth über das Finale. Nach einem 0:0 nach der regulären Spielzeit ging es in die zweimal zehnminütige Verlängerung, die die „Blauen“ nach zwei Ampelkarten für Timo Bahmer (59.) und Tassilo Hock (72.) sowie einer Roten Karte für Cain Kunkel (68.) mit nur sieben Feldspielern beendeten. Zudem wehrte Spvgg.-Torhüter Erik Theuerkauf noch einen Strafstoß von Dominik Bohl ab (70.). Im anschließenden Stechen parierte Theuerkauf auch gegen Mainflingens Alfredo Frumento und sicherte seinen Farben somit den 5:4-Sieg. Alle übrigen neun Schützen trafen, André Thomas verwandelte den entscheidenden fünften Elfmeter für die Seligenstädter.

„Das war in unseren Augen eine Sensation. Die Mannschaft hat sich beim Mainpokal klasse durchgesetzt. Wir haben diszipliniert gespielt, hatten auch ein bisschen Glück, haben aber aufgrund unserer Leidenschaft verdient gewonnen“, meinte Muth, der erneut seinen „Chef“ Alexander Sticher vertrat. Der war während des Endspiels gerade auf der Heimfahrt aus dem Urlaub in Garmisch-Partenkirchen und hielt sich über den Live-Ticker auf dem Laufenden. „Meine Frau musste ständig auf Aktualisieren drücken“, lachte Sticher.

Am Sonntagmorgen trafen sich die „Blauen“ im Vereinsheim, um nochmals auf den unerwarteten Erfolg anzustoßen. „Man muss die Feste feiern, wie sie fallen, so oft haben wir den Mainpokal ja noch nicht gewonnen“, meinte Sticher. Am Dienstag (19.30 Uhr) gastiert die Sportvereinigung nun als amtierender Mainpokal-Sieger zur ersten Runde im Offenbacher Kreispokal beim TSV Dudenhofen. „Mainpokal ist Mainpokal, die Punktrunde ist etwas ganz anderes. Aber die Euphorie wollen wir natürlich mitnehmen“, blickt Muth auf den weiteren Saisonverlauf voraus.

Im Spiel um Platz drei der ersten Mannschaften behielt Teutonia Hausen im Elfmeterschießen gegen den mit reichlich Ersatz angetretenen Gruppenligisten Germania Klein-Krotzenburg mit 8:7 die Oberhand. Stephan Weickinger (12., Germania) und Kevin Klein (53., Hausen) erzielten die beiden Tore in der regulären Spielzeit, anschließend ging es direkt ins Stechen, hier setzte sich die Teutonia durch. Nachdem 13 Schützen getroffen hatten, verschoss Klein-Krotzenburgs Marcel Sturm den 14. Elfmeter. Da die Hausener allerdings nicht-spielberechtigte Akteure aus den Reihen der Alten Herren einsetzten, wurde die Begegnung zu Gunsten der Germania entschieden. Kleiner Trost für den A-Ligisten: Die Teutonia hinterließ bei ihrer Mainpokal-Premiere einen sehr guten Eindruck und stellte in David Blahut (sieben Treffer) auch den erfolgreichsten Torschützen des Turniers.

Seligenstadt gewinnt Mainpokal: Bilder

Bei den Alten Herren verteidigten die Sportfreunde Seligenstadt ihren Titel, ließen sich beim souveränen 3:0-Sieg gegen Gastgeber TuS Froschhausen auch durch eine Gewitterunterbrechung nicht aus dem Konzept bringen. Insgesamt besuchten zwischen 500 und 600 Zuschauer den finalen Samstag auf dem Sportgelände an der Lache. (leo)

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