Seligenstadt muss im Meisterschaftsrennen auf Patzer der TSG Neu-Isenburg hoffen

Kreisoberliga: Druck liegt bei den Sportfreunden

Offenbach - Erst am letzten Spieltag wird in der Fußball-Kreisoberliga Offenbach entschieden, wer als Meister aufsteigt und wer als Vizemeister in die Aufstiegsrunde geht.

Gregor Galla

Die Lage: Die TSG Neu-Isenburg (71 Punkte) ist bei einem Heimsieg gegen die zweite Mannschaft der TGM SV Jügesheim Meister, bei einem Remis nur dann, wenn Verfolger Sportfreunde Seligenstadt II (69) im Heimspiel gegen die SG Wiking ebenfalls nur Unentschieden spielt. Bei einer Neu-Isenburger Niederlage müssen zu deren Meisterschaft auch die Sportfreunde verlieren. Die beiden Kontrahenten des Spitzenduos haben sich den Klassenerhalt am vorletzten Spieltag gesichert, können befreit aufspielen und jeweils für eine Überraschung sorgen.

Michael Mahla

Michael Mahla sollte als Trainer bei der TSG Neu-Isenburg erst in der kommenden Saison einsteigen, hat die Mannschaft aber in der vergangenen Woche nach der Entlassung von Roland Gerhardt übernommen. Gregor Galla steht bei den Sportfreunden seit vergangenem Sommer als Verantwortlicher an der Außenlinie. Unser Mitarbeiter Rolf Joachim Rebell stellte beiden Trainern einige Fragen.

Michael Mahla, wie schwer wird die Begegnung gegen die TGM SV Jügesheim II? 

Mahla: Ich weiß es nicht, ich war in der Hinrunde nicht dabei und kenne den Gegner kaum. Wir gehen die Partie wie jedes andere Spiel an und rechnen mit einem ganz harten Stück Arbeit.

Wie stark sind Ihre Spieler im Kopf? 

Mahla: Auch das weiß ich nicht, ich bin noch in der Phase, die Spieler kennenzulernen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich zumindest zwei Drittel am Sonntag soweit habe, das sie ohne Angst und mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gehen werden.

Sie haben die Mannschaft vorzeitig übernommen, um einen Motivationsschub für die Aufstiegsrunde zu geben. Jetzt stehen Sie selbst kurz vor der Meisterschaft. Wie sehen Sie das letzte Punktspiel? 

Mahla: Der Druck am Sonntag liegt klar bei Seligenstadt. Wir wollen mit breiter Brust antreten. Meine Spieler müssen gegen Jügesheim geduldig und hochkonzentriert zu Werke gehen.

Gregor Galla, wie schwer ist es, die Mannschaft nach den zwei Punktverlusten in Jügesheim wieder aufzurichten? 

Galla: Das Remis war ärgerlich, hatten wir doch gerade Neu-Isenburg in der Tabelle überholt. Aber wir haben als Aufsteiger eine sensationelle Saison gespielt und werden gegen die SG Wiking Offenbach noch einmal richtig Gas geben.

Überwiegt die Hoffnung auf einen Ausrutscher der TSG Neu-Isenburg oder beschäftigen Sie sich schon mit der Relegation? 

Galla: Hoffnung gibt es immer, aber wir gehen von der Relegation aus, müssten dann kommenden Mittwoch erneut ran. Wir wollen am Sonntag eine überzeugende Leistung abliefern und den positiven Schwung in die Aufstiegsrunde mitnehmen.

Was ist zum Spiel gegen die SG Wiking zu sagen? 

Galla: Die Offenbacher sind eine unangenehme Mannschaft, greifen sehr früh an. Wir müssen geduldig bleiben und unsere Chancen nutzen. Immerhin stellen wir mit über hundert Toren die stärkste Offensive der Liga.

Mit Lars Schmidt kommt ein neuer Trainer zu den Sportfreunden, das Hessenligateam steht vor einem Umbruch. Macht ein Aufstieg in die Gruppenliga überhaupt Sinn?

Galla: Die zweite Mannschaft schaut da mehr auf sich. Wir planen schon für die neue Saison und würden einen möglichen Aufstieg sehr gerne mitnehmen.

Rubriklistenbild: © dpa

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