Ex-Offenbacher überzeugt Bommer

Julian Dudda soll Konkurrenzkampf beim SC Hessen erhöhen

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Julian Dudda steht vor einem Wechsel zum SC Hessen Dreieich.

Offenbach - Klirrend kalter Winter hält die Fußballer aus der Region nicht davon ab, ihre Form für die Rückrundenfortsetzung in den Amateurligen zu testen.

Noch ohne den früheren Offenbacher Julian Dudda kam Hessenliga-Tabellenführer SC Hessen Dreieich zu einem 6:0-Erfolg gegen den Darmstädter Gruppenligisten SV 07 Nauheim. Gerade mal 13 Spieler standen SC-Hessen-Trainer Rudi Bommer beim Test auf Kunstrasen gegen den Tabellen-14. der Gruppenliga Darmstadt aus Nauheim zur Verfügung. Neben den Langzeitausfällen Nico Opper, Danny Klein und Toni Reljic fehlten eine ganze Reihe Akteure grippegeschwächt. „Doch das letzte Aufgebot hat es gut gemacht“, war Bommer nach Toren von Youssef Mokhtari und Zubayr Amiri vor der Pause sowie Blerton Muca (2), Denis Talijan und Ralf Schneider nach Wiederanpfiff zufrieden.

Die Trainingsgäste Julian Dudda (beim West-Regionalligisten Sportfreunde Siegen unter Vertrag) und Tobias Grundler (früher Viktoria Urberach, zuletzt SV Babelsberg) hatten keine Testspielgenehmigung. Beide könnten aber für die Rückrunde ein Thema werden. Dudda, vergangene Saison noch bei den Offenbacher Kickers unter Vertrag, soll den Wettbewerb in der Defensive erhöhen. Der 23-Jährige ist gelernter Innenverteidiger, war zu Zeiten von Trainer Rico Schmitt in Offenbach aber für die linke Defensivseite vorgesehen. Tobias Grundler (28) ist ein gelernter Linksaußen, war nach einem zweijährigen Engagement beim Nordost-Regionalligisten SV Babelsberg (43 Spiele/5 Tore) vereinslos. „Beide haben im Training einen guten Eindruck hinterlassen“, meinte Bommer. Anfang dieser Woche soll eine Entscheidung über eine Verpflichtung des Duos fallen, das im Idealfall mit ins Trainingslager (26. bis 29. Januar) nach Grünberg fährt.

Carlos McCrary (links) lässt den Obertshausener Andreas Cwielong (rechts) stehen. Der Seligenstädter Angreifer steuerte zwei Treffer zum 3:0-Sieg des Hessenligisten gegen den Gruppenligisten bei.

Auf sechs potenzielle Stammspieler musste auch Lars Schmidt verzichten. Der Trainer des Hessenliga-Rivalen Sportfreunde Seligenstadt war mit dem 3:0 (0:0) im Test gegen den Gruppenligisten Kickers Obertshausen dennoch nicht unzufrieden. „In der ersten Hälfte sind wir etwas schludrig mit unseren Chancen umgegangen, auch im zweiten Durchgang haben wir einiges liegengelassen“, monierte Schmidt. Angreifer Carlos McCrary (2) und Außenverteidiger Kevin Hillmann machten es im zweiten Durchgang besser. „Oberts-hausen ist noch gut weggekommen“, resümierte Schmidt, der den Abgang von Torwart Erik Theuerkauf zum A-Ligisten SV Zellhausen bestätigte.

Verbandsligist SC 1960 Hanau verlegte sein geplantes Testspiel beim Darmstädter Gruppenligisten SV Münster auf einen noch nicht bekannten Termin. Der Grund: Das Team von Trainer Seref Zangir war am Wochenende beim Hanauer Hallenmasters und einem weiteren Hallenturnier in Kahl gefordert. Dort gewannen die Sechziger durch ein 7:3 gegen Gastgeber Viktoria den Siegerpokal. Zum besten Spieler wurde Kaan Köksal gewählt.

So ergreifend war das erste Spiel von Chapecoense nach dem Flugzeug-Absturz

Verbandsliga-Konkurrent Turnerschaft Ober-Roden gewann sein Vorbereitungsspiel beim Darmstädter Gruppenligisten Sportfreunde Heppenheim mit 4:1. „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden“, sagte Trainer Daniel Nister. Gastspieler Feta Suljic traf bereits in der ersten Minute für die Turnerschaft. Der 22-Jährige stammt aus der Ober-Rodener Jugend, war zuletzt für die Sportfreunde Seligenstadt und die Spvgg. 05 Oberrad in der Hessenliga am Ball. Nach seinem zweiten Kreuzbandriss arbeitet er mit Daniel Nister am Comeback. „Das Knie ist stabil, aber wir wollen ihn nicht überlasten“, erklärte der TS-Trainer: „Aber spielerisch und menschlich passt er natürlich ins Team rein.“ Ob Suljic in der Rückrundenfortsetzung für Ober-Roden stürmt, soll sich in den nächsten zwei Wochen entscheiden. Die weiteren Treffer in Heppenheim erzielten Thomas Barowski vor sowie Calvin Baader und Jannis Fritsch nach der Pause. „An der Chancenverwertung müssen wir arbeiten“, meinte Nister. In dieser Woche legt die TS eine Trainingspause ein. Stattdessen sind Teambuildingmaßnahmen vorgesehen, so Nister. (jm)

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