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Duell der Kanoniere in der Gruppenliga

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Von: Patrick Leonhardt

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Spitzenreiter: Issaka Mouhaman, beim 6:0 in Ranstadt zweifacher Torschütze, erwartet heute mit dem SV Pars die Kickers aus Obertshausen zum Spitzenspiel.
Spitzenreiter: Issaka Mouhaman, beim 6:0 in Ranstadt zweifacher Torschütze, erwartet heute mit dem SV Pars die Kickers aus Obertshausen zum Spitzenspiel. © Hartenfelser

In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost erwartet der SV Pars Neu-Isenburg heute Abend Kickers Obertshausen. Damit treffen die beiden besten Offensiven aufeinander.

Offenbach – Wenn am Freitagabend (19.30 Uhr) der SV Pars Neu-Isenburg als Tabellenführer der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost den Drittplatzierten Kickers Obertshausen empfängt, dürfen die Zuschauer vor allem auf eines hoffen: auf viele Tore. Denn die beiden Offenbacher Kreisklubs stellen nach neun Spieltagen die Kanoniere der Liga: Der SV Pars erzielte bisher 34 Treffer, die Kickers sogar 35 – und das in nur acht Begegnungen.

„Ich erwarte ein hohes fußballerisches Niveau – und zwar von beiden Seiten“, blickt Neu-Isenburgs Spielertrainer Dejan Alempic auf das Gipfeltreffen voraus, „wir spielen zu Hause und wollen die Tabellenführung verteidigen. Dafür werden wir alles tun.“ Große Hoffnungen setzt der Verbandsliga-Absteiger nicht nur auf seine starke Defensive – mit nur zehn Gegentoren die beste der Liga – sondern natürlich auch auf seine herausragende Offensive. Den Supertorjäger haben die Isenburger zwar in ihren Reihen, aber noch nicht auf dem Platz: Leon Burggraf fällt bekanntlich noch verletzt aus. Und so teilt sich die Mannschaft die Treffer untereinander auf: Fünf Spieler trafen viermal oder häufiger.

Die meisten Tore erzielte bisher Sinisa Alempic, jüngerer Bruder des 32-jährigen Spielertrainers, mit acht Treffern. Zu seiner Hessenliga-Zeit bei Viktoria Urberach spielte Sinisa Alempic noch auf der Sechser-Position, beim SC Hessen Dreieich anschließend auf der rechten Außenbahn. „Bei uns spielt er ein bisschen offensiver, hat alle Freiheiten“, sagt Dejan Alempic, „mit seiner Fitness und Erfahrung ist er überall einsetzbar.“ Sinisa Alempic bedankt sich für das brüderliche Vertrauen mit guten Leistungen – und eben mit Toren.

Bisher fünfmal war Dalibor Pandza, ehemaliger Hessenliga-Spieler beim SV Neuhof, erfolgreich. „Wir waren noch auf der Suche nach einem Stürmer, Dalibor wohnt in Offenbach und wollte mehr Zeit für die Familie haben, da waren wir uns schnell einig“, erklärt Dejan Alempic. Beim jüngsten 6:0-Sieg in Ranstadt fehlte der 31-jährige ehemalige bosnische U19-Nationalspieler allerdings angeschlagen, für ihn agierte Anis Nassif in vorderster Linie – und erzielte auch schon sein viertes Saisontor. Gegen die Kickers dürfte Pandza „aber wieder mit dabei sein“, sagt Dejan Alempic.

Die Kickers bringen in Jan Gebhardt (zwölf Tore) und Marius Krikser (acht) das aktuell gefährlichste Stürmerduo der Liga mit – das erinnert einen schon ein wenig an den ehemaligen Obertshausener Traumsturm mit Wolfgang „Chef“ Trumpf und Michael Ries in den 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends. Gebhardt kommt (wie einst der „Chef“) über links, Krikser (wie Ries) durch die Mitte.

Auch Kickers-Trainer Marcel Dindorf erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. „Pars hat nach vorne richtig viel Qualität“, warnt er. Ebenso wie die Isenburger wollen aber auch die Kickers drei Punkte holen. „Wir fahren da hin, um zu gewinnen, denn auch wir haben diese Qualität. Wie wir die am Freitagabend auf den Platz bringen, werden wir sehen. Ich erwarte jedenfalls ein sehr interessantes Spiel.“ Zumal der Tabellendritte in personeller Hinsicht auf den Kader der jüngsten, erfolgreichen Wochen setzen kann.

Der SV Pars strauchelte lediglich am zweiten Spieltag (1:2 gegen die SG Nieder-Roden), gewann anschließend siebenmal hintereinander. Obertshausen ließ am dritten Spieltag die Punkte liegen (2:3 gegen den 1. FC 06 Erlensee II), nach dem 3:3 im Kreisderby in Nieder-Roden folgten drei Siege in Folge – mit 17 Toren. Die Kickers erzielten bisher in jedem Spiel mindestens zwei Treffer, die Isenburger sogar drei (außer gegen Nieder-Roden).

Gegenseitig beobachtet haben sich die beiden Konkurrenten in dieser Spielzeit übrigens noch nicht. Ist auch nicht unbedingt nötig, denn: „Wir schauen auf unsere Stärken“, sagt Dejan Alempic, „wir spielen als Mannschaft guten Fußball, haben Selbstvertrauen und werden nicht nervös, wenn wir einmal zurückliegen.“

Von Patrick Leonhardt

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