Erste Schritte nach dem „Seuchenjahr“

Verbandsliga Süd:  Moritz Schlögl schuftet bei TS Ober-Roden für sein Comeback

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Moritz Schlögl

Ober-Roden – Für Moritz Schlögl war das Fußballjahr 2018 eines zum Vergessen.

Zunächst platzte im Mai der für die neue Spielzeit vereinbarte Wechsel von Germania Großkrotzenburg zum damaligen Verbandsligisten Viktoria Nidda wegen des überraschenden Rückzugs der Niddaer auf die Kreisebene. Der 20-Jährige kam spontan noch bei der Turnerschaft Ober-Roden unter, doch der Traum von ersten Einsätzen in der Verbandsliga Süd erfüllte sich auch dort für den Langenselbolder nicht.

Gleich im ersten Training zog sich Schlögl eine schwere Verletzung zu. Kreuzband- und Außenmeniskusriss sowie Knorpelschaden lautete die Diagnose. Monatelang war Schlögl krankgeschrieben, konnte nicht in seinem Beruf als Polizist arbeiten. Aktuell arbeitet der junge Fußballer wieder und nebenbei schuftet er für sein fußballerisches Comeback.

Wenn alles gut läuft, dann kann Schlögl Ende April erstmals für seinen neuen Verein auflaufen. Bislang hat er das Geschehen nur von außen verfolgen können. „Man ist dabei, aber doch irgendwie nicht“, erzählt der 20-Jährige.

Am 31. Juli vergangenen Jahres lag Schlögl auf dem Operationstisch, konnte danach zehn Wochen nicht richtig auftreten, bevor die Qual eines viermonatigen Aufbautrainings begann. „Obwohl ich neu war, hat man sich bei der TS Ober-Roden sehr gut um mich gekümmert“, so der Langenselbolder. Trainer Bastian Neumann habe sich regelmäßig über den Stand der Reha-Maßnahmen informiert und freut sich darauf, den Rechtsverteidiger bald im Teamtraining begrüßen zu können. Ab März, so sein Plan, will Schlögl einmal die Woche beim Verbandsligisten voll mittrainieren.

Germania gewinnt Derby gegen TS Ober-Roden: Bilder

Aufgrund der langen Pause wäre der 20-Jährige ebenso frei für andere Vereine, doch einen kurzfristigen Wechsel schließt er aus. „Das wäre nicht fair der TS Ober-Roden gegenüber. Ich möchte mir dort in den kommenden Wochen alles ansehen und im Hinblick auf die neue Saison ist mein jetziger Verein der erste Ansprechpartner.“ Das Derby gegen Urberach (5. Mai) hat Schlögl als Fixpunkt im Kalender eingetragen. Ein Ligaverbleib der TS könnte für ihn ein Argument für einen Verbleib sein. „Verbandsliga zu spielen, ist und bleibt mein großes Ziel.“ (fs)  

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