Kickers Offenbach U19

„Es warten nur noch Teams auf Augenhöhe“

Mehr Alternativen für die Offensive: Massil Aimene (vorne) steht der OFC-U19 nach Verletzung wieder zur Verfügung. Von Nachbar und Ligarivale Eintracht Frankfurt kommt zudem in Can Luca Karakas ein weiterer Stürmer.
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Mehr Alternativen für die Offensive: Massil Aimene (vorne) steht der OFC-U19 nach Verletzung wieder zur Verfügung. Von Nachbar und Ligarivale Eintracht Frankfurt kommt zudem in Can Luca Karakas ein weiterer Stürmer.

Das Restprogramm macht den U19-Fußballern von Kickers Offenbach im Kampf und den Verbleib in der Bundesliga Mut. Zudem hat sich die Personalsituation auch durch zwei Zugänge entspannt.

Offenbach – Das neue Jahr hat für die U19-Fußballer der Offenbacher Kickers begonnen wie das alte geendet hatte: mit der Absage einer Partie. Nachdem am 4. Dezember in der Bundesliga Süd/Südwest bereits das Heimspiel gegen den FC Ingolstadt witterungsbedingt ausgefallen war und die Winterpause somit vorzeitig begonnen hatte, konnte nun auch der für vergangenen Samstag geplante Test gegen den 1. FC Saarbrücken nicht stattfinden. „In den vergangenen drei Jahren hat es zweimal stark von Freitag auf Samstag geschneit und zwar jeweils, als wir ein Spiel gehabt hätten“, sagt OFC-Coach Robin Trabert. „Wir hätten den Platz gerne freigeräumt, aber es war letztlich zu viel Schnee.“

Anstatt in der vierwöchigen Vorbereitung auf die Restsaison fünf Testspiele zu absolvieren, werden es jetzt nur vier sein. Am heutigen Freitag (19 Uhr) geht es zu Hause gegen die SV Elversberg. Weitere Gegner sind Ligarivale Mainz 05 (Termin noch offen), der SV Wehen Wiesbaden (22. Januar) und Fortuna Köln (30. Januar), ehe am 6. Februar mit der Partie bei der Spvgg. Unterhaching der Kampf um den Ligaerhalt fortgesetzt wird.

Dass nun ein Test weniger stattfindet, ist Trabert zufolge „nicht so dramatisch“, zumal es im Kader in der Winterpause personell kaum Veränderungen gegeben hat. So stehen lediglich zwei Zugänge zu Buche. In Luca Furnari (FSV Mainz 05) hat sich ein erst 17-jähriger Torwart der OFC-U19 angeschlossen. „Das ist eine perspektivische Verpflichtung“, so der Kickers-Coach. Sofort helfen soll hingegen Can Luca Karakas, der von Nachbar Eintracht Frankfurt kommt und in der Offensive vielseitig einsetzbar ist. „Er kann außen oder auf der Zehn spielen und hat einen super Torabschluss“, lobt Trabert den gebürtigen Darmstädter. Aber warum wechselt so jemand innerhalb der Liga vom Achten zum 18. der Tabelle? „Die Eintracht hat in dieser Saison einen extrem starken Kader“, erklärt der OFC-Coach. Und Karakas hatte starke, zum Teil internationale Konkurrenz (wie Fabio Blanco, der gerade erst für 500 000 Euro zur Reserve des FC Barcelona gewechselt ist) und kam daher nur auf drei Einsätze. Im Gegenzug hat der albanische U19-Nationalstürmer Zajsar Arapi (einst SG Rosenhöhe, jetzt FC Internacional Tirana) den Verein verlassen.

Hoffnung macht Trabert zudem, dass einige Spieler nach Verletzungen zurückkehren, darunter Angreifer Massil Aimene, der in den ersten sechs Begegnungen zweimal getroffen, sich danach jedoch verletzt hatte. „Dass er wieder fit ist, freut uns sehr“, gibt der OFC-Trainer zu. Auch Kays Iraqi (Angriff) sowie Noel Schywalski (Mittelfeld) sind wieder dabei.

Doch nicht nur die personelle Situation stimmt die Kickers zuversichtlich, in den verbleibenden neun Saisonspielen die fünf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz noch aufholen zu können. „Gegen die ersten fünf der Tabelle, gegen die wir chancenlos waren, haben wir bereits gespielt. Dass nun nur noch Teams auf uns warten, mit denen wir uns auf Augenhöhe sehen, ist gut für den Kopf“, meint Trabert. Lediglich zwei Niederlagen trüben aus seiner Sicht den guten Gesamteindruck: „Dass wir gegen Fürth verloren haben, war brutal ärgerlich. Wir waren bis zum 2:0 die klar bessere Mannschaft und kassieren dann im 15 Minuten drei Gegentore. Und das 0:5 in Walldorf war unser einziges wirklich schwaches Spiel. Da hatten sich die Jungs nach dem 5:1 gegen Karlsruhe bereits auf dem nächsten Level gewähnt.“ Und es etwas zu locker angehen lassen. Walldorf habe hingegen eine starke Mentalität, zudem sei der Großteil des Teams bereits seit der U14 zusammen. „Da sieht man, wie wichtig Kontinuität ist. Davon müssen wir auch mehr reinbekommen, um als Mannschaft noch geschlossener zu werden.“

In einem Punkt demonstriert das Team diese Geschlossenheit auf vorbildliche Art und Weise. Die Mannschaft ist laut Trabert „durchgeimpft“ und bisher von Coronafällen verschont geblieben. „Wir halten uns an die Regel und machen keine Besprechungen in geschlossenen Räumen“, erklärt der Trainer. „Corona hat daher derzeit nicht so einen großen Einfluss auf uns. Zum Glück.“

Von Christian Düncher

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