Kreisjugendfußballwart Jürgen Uhlein zieht positive Zwischenbilanz

Fair-Play-Liga kommt sehr gut an

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Jürgen Uhlein

Offenbach - Als der Hessische Fußball-Verband zum Sommer die Einführung einer Fair-Play-Liga für die G- und F-Junioren beschloss, herrschte Ungewissheit, ob das Konzept ohne Schiedsrichter aber mit einer Fanzone, in der sich Eltern und Fans 15 Meter vom Spielfeld entfernt aufhalten müssen, realisierbar ist. Von Steffen Müller 

Kann es dazu beitragen, dass bei den Kindern wieder der Spaß im Vordergrund steht? Offenbachs Kreisjugendwart Jürgen Uhlein vom HFC Bürgel äußert sich in seiner Zwischenbilanz jedenfalls positiv.

Jürgen Uhlein, wie fällt ihr bisheriges Fazit zur Fair-Play-Liga aus?

Ich bin sehr zufrieden. Wir wussten, dass es ein Prozess sein wird und nicht alles von Anfang an perfekt funktionieren kann. Dieser Prozess dauert noch an, aber ist schon sehr weit fortgeschritten. Die Vereine sind bei der Umsetzung sehr vorbildlich.

An welchen Stellen sehen Sie noch Verbesserungspotenzial?

Wir müssen daran arbeiten, dass den Trainern eine besondere Aufgabe zukommt. Die Trainer sollen die Rolle der Schiedsrichter übernehmen und einschreiten, wenn der Ball im Aus ist, gefoult wurde oder erklären, dass es nach einem Tor Anstoß und keinen Abstoß gibt. Manchmal muss man ihnen sagen, dass sie noch mehr eingreifen sollen. Hier herrscht noch eine gewisse Unsicherheit.

Vor der Saison schien es, als würden die größten Umstellungen auf die Kinder zukommen. Inwiefern wirkt sich die Fair-Play-Liga auf die Spieler aus?

Die Kinder spüren die Veränderungen kaum. Für sie steht der Fußball im Mittelpunkt. Durch die Fanzone sind sie nicht mehr so stark abgelenkt, da es kaum noch Zwischenrufe gibt. Die Kinder sind sich selbst überlassen und fokussierter. Wir bekommen von den Klubs unisono die Meldung, dass die Fanzone sehr gut ankommt. Auch die Fans halten sich daran. Es gab bisher erst einen Zwischenfall, als eine Mutter auf das Spielfeld rannte.

Wie sieht das weitere Vorgehen aus?

Momentan befinden wir uns in der Herbstrunde. Die Diskrepanzen zwischen den Mannschaften sind zum Teil sehr groß. Wenn die Spiele im Dezember vorbei sind, werden wir uns zusammensetzen und die Frühlingsrunde nach den Stärken der Mannschaften neu aufteilen, damit die Kinder nach hohen Niederlagen nicht den Spaß verlieren.“

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