Fünf Tore gegen ehemaligen Verein sorgen für gute Laune 

Kreisliga A2: Calvin Rufino mit perfektem Einstand in Lämmerspiel

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Gut gelaunt in Lämmerspiel: Trainer Pedro Rufino (links) und Torjäger Calvin Rufino.

Erster Punktspieleinsatz für den neuen Verein, beim 9:0-Sieg gleich fünf Tore erzielt, und das ausgerechnet gegen den ehemaligen Club – Calvin Rufino hat am Sonntag einen traumhaften Einstand beim Fußball-A-Ligisten TSV Lämmerspiel gefeiert. Von Holger Appel

Mühlheim – „Ja, das hat sich sehr gut angefühlt. Schade war nur, dass beim Gegner keiner von den Jungs auf dem Platz stand, mit denen ich einst zusammengespielt habe“, sagt der Angreifer gut gelaunt nach dem klaren Sieg gegen die Reserve des JSK Rodgau.

Bis zur Winterpause hatte Clavin Rufino zum Kader der ersten JSK-Mannschaft gezählt, kam unter Trainer Andreas Humbert aber nur zu zwei Einsätzen. Er habe sich mit dem Trainer leider nicht so gut verstanden, berichtet Rufino und ergänzt: „Es hat einfach nicht zusammengepasst, da ist es besser, man trennt sich.“

Da er in Lämmerspiel wohnt und sein Onkel Pedro Rufino die TSV trainiert, lag es nahe, dass er nun zunächst für den Mühlheimer Stadtteil-Verein stürmt. „Das macht schon Spaß in Lämmerspiel, die Truppe ist klasse. Mit meinem Sturmpartner Nico Heinz passt das sogar perfekt zusammen“, berichtet Calvin Rufino. Heinz traf am Sonntag dreimal und stockte sein Konto auf 26 Treffer auf – Platz zwei in der Torjägerliste der Kreisliga A2 hinter Danijel Babic von Espanol Offenbach.

„Die Gegner sind läuferisch nicht so stark, das Spiel ist viel langsamer. Hier hat man vier, fünf Ballkontakte, bevor man angegriffen wird – das bin ich nicht gewohnt“, erzählt Calvin Rufino, der in der Jugend für die SG Rosenhöhe, den FSV Frankfurt und den OFC gespielt hat. Bei Rot-Weiss Frankfurt stand er zwischen 2015 und 2018 sogar ab und an im Hessenliga-Kader. „Ich hatte in der Winterpause auch Anfragen aus höheren Ligen, aber ich will jetzt zunächst einmal beruflich vorankommen, muss einen anderen Fokus haben als Fußball“, sagt Calvin Rufino, der in der Nähe des Offenbacher Hauptbahnhofs ein Bistro betreibt.

Pedro Rufino ist begeistert, dass er seinen Neffen zu seinem Verein holen konnte. „Ich habe ihm gesagt, bevor er jetzt ganz mit dem Fußball aufhört, soll er lieber zu uns kommen. Das hat er dann zum Glück gemacht. Meine Mannschaft besteht fast nur aus 18- bis 20-Jährigen – da passt er perfekt rein“, sagt der Trainer und hofft, dass die TSV für seinen Neffen nicht nur eine Zwischenstation sein wird.

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Die Rufinos arbeiten auch nicht das erste Mal zusammen, Pedro hat Calvin schon in der OFC-Jugend trainiert. „Ich kenne ihn also nicht nur als Verwandten, sondern auch als Fußballer eine Ewigkeit. Calvin ist schnell und dynamisch, kann rechts wie links schießen, ist kopfballstark. Auch Ballan- und -mitnahme passen bei ihm. Er ist ein kompletter Stürmer, liegt vom Niveau her natürlich weit über dieser Liga“, berichtet Pedro Rufino. Die Verteidiger der JSK-Reserve werden das bestätigen.

Und wohin führt der Weg der TSV? Lämmerspiel hat als Tabellenvierter bereits elf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Teutonia Hausen. Vier Punkte fehlen zu Relegationsrang zwei, den zurzeit die SG Wiking Offenbach inne hat. „Noch auf Platz eins vorzurücken, das ist schwer, aber Platz zwei mit dieser Mannschaft absolut machbar. Und in den Aufstiegsspielen ist alles möglich“, meint der 22-jährige Zugang. Auf jeden Fall, wenn er und Sturmpartner Nico Heinz weiter so gut treffen.

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