Vor letztem Spieltag bangt Seligenstadt um Klassenerhalt

Gruppenliga Frankfurt Ost: Sportfreunde entlassen Trainer Marton

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Sven Kittler will die Sportfreunde retten.

Seligenstadt -  Vier Tage vor dem für den Klassenerhalt entscheidenden letzten Spieltag der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost haben sich die Sportfreunde Seligenstadt von Trainer Thomas Marton getrennt. Abteilungsleiter Sven Kittler übernimmt und will das Team vor dem Absturz in die Kreisoberliga Offenbach bewahren. Von Stefan Moritz

„Wir wollten nichts unversucht lassen“, erklärte Kittler die Entscheidung, „vielleicht gibt das der Mannschaft noch einen letzten Kick.“

Die Sportfreunde stehen nach nur einem Punkt aus den jüngsten fünf Spielen nur noch knapp über dem Strich, haben einen Punkt Vorsprung auf den FC Dietzenbach auf dem ersten Abstiegsplatz, zwei Zähler mehr als der 1. FC Langen und müssen am Samstag (17 Uhr) beim Tabellendritten JSK Rodgau antreten. Noch schwieriger ist die Aufgabe der Dietzenbacher beim Tabellenführer Eintracht Altwiedermus, der noch punkten muss, um Meister zu werden. Der FC Langen erwartet den Tabellensiebten SVG Steinheim, bei dem die Luft schon raus ist.

Noch im März hatten sich die Sportfreunde mit Marton auf eine Ausweitung der Zusammenarbeit auf die nächste Saison geeinigt. Umso enttäuschter ist der Trainer nun über die Trennung. „Natürlich bin ich enttäuscht. Die Ergebnisse haben gefehlt. So ist nun mal das Geschäft“, sagte er: „die Gründe für unser schlechtes Abschneiden sind vielschichtig: Ein zu kleiner Kader, Verletzungspech, unnötige Sperren durch Rote Karten und viel zu viele individuelle Fehler.“

Unentschieden zwischen Langen und Seligenstadt: Fotos 

Ursprünglich wollten die Sportfreunde nach ihrem Rückzug aus der Hessenliga um die Meisterschaft mitspielen. „Der Trainer konnte viel zu selten mit der besten Mannschaft antreten“, bestätigte Kittler Martons Analyse, „persönlich schätze ich ihn und seine Arbeit sehr. Vielleicht gelingt es mir aber, neuen Zug in die Mannschaft zu bringen. Wir trainieren etwas anders, etwas aggressiver. Vielleicht werde ich auch die Aufstellung leicht verändern. Auf jeden Fall wollen wir 90 Minuten kämpfen und alles geben. Ich bin mir auch relativ sicher, dass wir in Jügesheim nicht als Verlierer vom Platz gehen.“

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