Hessenliga

OFC-Reserve: Rückstand noch nicht aussichtslos

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Philipp Fleischer (links, gegen Lukas Ehlert vom FSV Frankfurt II) kam in 21 von 23 Spielen für den OFC zum Einsatz.

Offenbach - Wie bereits im vergangenen Jahr stand bei der zweiten Mannschaft von Kickers Offenbach auch vor Beginn der Hessenliga-Saison 2013/2014 ein kompletter Umbruch an. Von Patrick Leonhardt 

Das neu zusammengestellte Team ist bislang noch nicht richtig in Fahrt gekommen und steckt im Abstiegskampf. Nur drei Spieler aus dem Kader der vergangenen Saison blieben der OFC-Reserve treu, wobei Sascha Roloff bereits im August zu Viktoria Nidda zurückkehrte. In Alexander Conrad, gleichzeitig Co-Trainer der Regionalliga-Mannschaft, kam ein neuer Coach, er folgte auf Günter Stiebig (FSV Fernwald). Nach der enttäuschenden vergangenen Saison (Platz 13), zierten die Offenbacher in der laufenden Runde mit ihrem unerfahrenen Team von Beginn an das Tabellenende, erst im Jahresendspurt 2013 gaben die Kickers die Rote Laterne an den FC Ederbergland ab. Als Vorletzter haben sie bereits fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

SERIEN

Das 0:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden II war die erste von vier Niederlagen in Serie, ehe am fünften Spieltag mit dem 1:0 gegen RW Darmstadt der erste Sieg gelang. Anschließend blieb man fünfmal sieglos, gegen Viktoria Griesheim (2:2) und in Stadtallendorf gelang zumindest ein Remis. Dem 2:0-Sieg in Seligenstadt folgte ein 0:1 gegen Lehnerz, ehe die Kickers mit dem 2:2 in Flieden und dem 2:1-Coup gegen Vellmar wichtige Punkte holten. Nach drei weiteren Niederlagen folgte mit acht Punkten aus den verbleibenden sechs Partien in 2013 die beste Phase. Zu Hause wurden Stadtallendorf (3:1) und Lohfelden (4:1) bezwungen, gegen den SV Wiesbaden (1:1) und bei Viktoria Griesheim (0:0) hatte man sich mehr erhofft.

HEIMBILANZ

Mit 14 Punkten aus elf Partien liegen die Offenbacher in der Heimtabelle auf Rang 13. Einzig beim 4:1 gegen Lohfelden gelang der Conrad-Elf allerdings ein Heimsieg gegen einen direkten Konkurrenten. Bitter waren die Pleiten gegen Ederbergland (2:4) und Alzenau (0:2) sowie das 1:1 gegen den SV Wiesbaden.

AUSWÄRTSBILANZ

In der Fremde reichte es in zwölf Spielen nur zu sechs Punkten. Auch Ederbergland holte auswärts sechs Zähler, schlechter ist nur RW Darmstadt (fünf Punkte in allerdings nur zehn Spielen). Der einzige Auswärtssieg gelang beim 2:0 in Seligenstadt.

Video der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft 2014

TORE

Mit nur 25 Toren stellt die OFC-Reserve die schwächste Offensive der Liga, in neun Spielen blieb man torlos. Mit sieben Treffern ist Steven von der Burg bester Torschütze vor Philipp Fleischer (5) und Cem Cara (4). Elf Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein. 40 Gegentreffer kassierten die Offenbacher bisher - ebenso viele wie der Tabellendritte FSV Frankfurt II. Sechs Mannschaften kassierten mehr Gegentore.

DAUERBRENNER

Marius Löbig war in 23 Partien 22 Mal dabei, Philipp Fleischer und Cem Kara 21 Mal. Jeweils auf 20 Einsätze kamen Florian Cors und Michael Ulbricht. Es wurden insgesamt 33 Spieler eingesetzt.

SYSTEM

Der OFC spielte im 4-2-3-1, das auch die Regionalliga- Mannschaft favorisiert.

PERSONAL

Drei Torhüter kamen bisher zum Einsatz: Lukas Hohmann (10), Jonas Iser (7) und Feim Statovci (6). In der Innenverteidigung agierten zunächst Florian Cors und Michael Ulbricht, später setzte sich hier Tobias Bartel gegen Cors durch. Kapitän Marius Löbig verteidigte in der Regel rechts, aber auch mal links, wenn Sascha Korb aus der ersten Mannschaft in den Kader rückte. Links versuchten sich Tobias Bartel, Alexis Theosodiadis, Derrick Amoako, Michel Groß oder Cem Kara. Philipp Hörst, der als rechter Verteidiger begann und dann ins defensive Mittelfeld rückte, riss sich Ende August das Kreuzband. Im defensiven Mittelfeld hatte Philipp Fleischer seinen Platz sicher, meist unterstützt durch Marcel Wehner. Auf den offensiven Außenbahnen kamen meist Taira Tomita (absolvierte vergangene Woche ein Probetraining bei TuS Koblenz), Marcel Mosch oder Mohammed Tahiri (rechts), Modjieb Jamali, Baris Yakut und Amoako (links) zum Einsatz. Cem Kara spielte meist hinter der einzigen Spitze Steven von der Burg. Kevin Paulowitsch und Stanley Ike kamen meist als Einwechselspieler zu Einsätzen. Neben Korb sammelten in Matthias Schwarz und Fabian Bäcker weitere Spieler aus dem Regionalliga-Kader nach Verletzungspausen Spielpraxis.

PERSPEKTIVE

Der Zwangsabstieg der Profi-Mannschaft aus der 3. Liga und die Insolvenzproblematik wirkte sich natürlich auch auf die Reserve aus, die erst „auf den letzten Drücker zusammengestellt wurde“, so Alexander Conrad. „Wir sind dieses Jahr extrem davon abhängig, was von oben herunterkommt.“ Investitionen für die Hessenliga sind aus finanziellen Gründen nicht machbar. Vom aktuellen Kader hat sich bislang nur Nemanja Savic (wechselt zum Ligarivalen Bayern Alzenau) abgemeldet. „Bisher hat uns ab und zu die nötige Qualität gefehlt, in Sachen Einsatz war der Mannschaft nie ein Vorwurf zu machen. Fünf Punkte Rückstand sind auf jeden Fall noch aufzuholen. Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen und den Klassenerhalt noch erreichen“, so Conrad.

Eingesetzte Spieler (33): Löbig (22), Fleischer (21/5), Kara (21/4), Ulbricht (20/1), Cors (20/1), Amoako (19/1), Bartel (18/1), Wehner (17), von der Burg (15/7), Tomita (15), Mosch (10/2), Paulowitsch (10), Hohmann (10), Groß (9/1), Yakut (7), Jamali (9), Hörst (8), Iser (7), Ike (7), Tahiri (7), Daudi (6/1), Kurylenko (6), Korb (6), Statovci (6), Selcuk (5), Theosodiadis (4/1), Roloff (4), Voss (2), Biggel (2), Savic (1), Bäcker (1), Maier (1), Schwarz (1)

Bilder der Hallenstadtmeisterschaft in Offenbach

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