Trainer hört aus „persönlichen und organisatorischen Gründen“ auf

Kreisoberliga: Nach 0:10-Pleite wirft Megna bei KV Mühlheim hin

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KV Mühlheims Mario Nocerino (weißes Trikot), der sich gegen die Dietesheimer Fabian Büschel (links) und Ricardo Goncalves Novais (rechts) durchsetzt, wird nach dem Rücktritt von Nico Megna ab Januar mit einem neuen Trainer zusammenarbeiten.

Mühlheim - „Von seinen Ideen passt er zu uns, wir vertrauen ihm. “ Mit diesen Worten hatte Michael Michalke, Leiter der Fußball-Abteilung der KV Mühlheim, Ende Mai die Verpflichtung von Nico Megna als Trainer bestätigt. Offenbar hat er doch nicht so gut gepasst. Von Rolf Joachim Rebell 

Nach lediglich etwas mehr als einem halben Jahr hat Megna das Kapitel KV Mühlheim beendet. Nur einen Tag nach der 0:10-Pleite in der Fußball-Kreisoberliga Offenbach bei der TSG Neu-Isenburg gab er gestern bekannt, dass er nicht mehr als Trainer zur Verfügung steht.

„Ich bin aus persönlichen und organisatorischen Gründen zurückgetreten“, sagte der Coach, ohne näher ins Detail gehen zu wollen. „Ich habe mich von der Mannschaft verabschiedet“, erzählte Megna, der erst im Sommer vom FC Germania Bieber zum Aufsteiger gewechselt war und auch einige Spieler mit ins Sportzentrum gebracht hatte. „Ich denke, dass sie bleiben werden“, sagte er.

Mühlheim geht als Tabellenzehnter in die Winterpause und liegt fünf Zähler vor dem Relegationsplatz. Nach einem Zwischenspurt mit vier Siegen in Folge gegen die direkten Konkurrenten wäre sogar noch etwas mehr drin gewesen, doch es folgten drei Niederlagen am Stück. Gerade das beim Stand von 0:5 abgebrochene Spiel gegen Langen mit fünf Platzverweisen hat das Team geschwächt.

„In Neu-Isenburg hatten wir zu viele Ausfälle, zudem verletzte sich unser Torwart noch“, versuchte Abteilungsleiter Michalke, die Schlappe zu erklären. Es sei ein einmaliger Ausrutscher gewesen. Vom Rücktritt des Trainers zeigte er sich überrascht: „Wir hätten die ganze Saison mit ihm zusammen gearbeitet. In der Vorbereitung und Aufbereitung des Trainings hat er sehr gute Arbeit geleistet. Vermutlich haben ihm die beiden deutlichen Niederlagen den Zahn gezogen.“

Bilder: KV Mühlheim unterliegt Gästen der Spvgg. Dietesheim

Zwischenzeitlich gab es jedoch auch Differenzen zwischen Megna und den Verantwortlichen. „Gerade nach der sehr schwachen Leistung bei der Niederlage in Heusenstamm haben wir sehr lange miteinander gesprochen, mit Erfolg“, sagte Michalke. Es folgte die Serie von vier Siegen, mit denen sich die Mühlheimer im Mittelfeld festsetzten. „Wir haben jetzt bis Ende Januar Zeit, einen neuen Trainer zu präsentieren“, sagte Michalke.

Dann soll die Vorbereitung auf die noch elf ausstehenden Spiele beginnen. Veränderungen im Kader sind vor dem nächsten Spiel (10. März) auf eigenem Platz gegen Mitaufsteiger DJK Sparta Bürgel nicht geplant.

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