TSO gewinnt in Urberach

Verbandsliga Süd: Derbysieg für Ober-Roden vom Elferpunkt aus

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Tugay Barak von der TS Ober-Roden spielt den Ball, der Urberacher Giuseppe Serra kommt zu spät.

Offenbach -  Die Turnerschaft Ober-Roden hat die Fußball-Verhältnisse in Rödermark wieder ein wenig zurechtgerückt. Mit dem 3:1-Sieg im Derby der Verbandsliga Süd bei Viktoria Urberach holte die Turnerschaft nicht nur drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, sondern hat nach der 0:1-Hinrundenniederlage gegen die Viktoria auch im direkten Vergleich die Nase vorne.

Für die Urberacher war es nach zwei Siegen und einem Unentschieden in der laufenden Saison die erste Niederlage in einem Rödermark-Derby. Die Nummer eins in Rödermark bleibt aber der FC Germania Ober-Roden, der mit dem 2:1-Sieg gegen den FC 07 Bensheim auf den fünften Platz kletterte. Dagegen ist beim Drittplatzierten FC Hanau 93 spürbar die Luft raus, auch wenn das 0:0 gegen Eintracht Wald-Michelbach einiges an Unterhaltung bot.

Viktoria Urberach - TS Ober-Roden 1:3 (1:0)

Beide Mannschaften zeigten sich vor 300 Zuschauern von Beginn an präsent. Nach einem langen Pass brachte Torjäger Tim Kalzu die Hausherren nach 25 Minuten aus dem Nichts heraus in Führung. Ober-Roden war nach dem Rückstand komplett aus dem Spiel, doch Urberach schlug daraus kein weiteres Kapital.

In der zweiten Hälfte sorgte der eingewechselte Cengiz Veisoglu auf Seiten der Gäste für viel Schwung. Zunächst verhinderte TS-Torhüter Nikolaos Gkogkos gegen Kalzu das 0:2 (51.), dann glich Florian Henkel zum 1:1 für Ober-Roden aus (66.). Nur fünf Minuten später ging die Turnerschaft in Führung, Feta Suljic verwandelte einen an Max Hesse verschuldeten, allerdings fragwürdigen Strafstoß sicher.

Klar war dagegen das Handspiel von Urberachs Patryk Czerwinski (80.). Veisoglu donnerte den Ball vom Elfmeterpunkt zum 1:3 unter die Latte. Urberach mühte sich nochmals, kam aber zu keinen nennenswerten Torchancen mehr. „Nach der Pause haben wir das Derby angenommen, waren ehrgeizig. Daher ist der Sieg am Ende auch verdient“, sagte Ober-Rodens Sprecher Philipp Köhl. Viktoria-Trainer Lars Schmidt sagte: „In der ersten Hälfte hatten wir das Spiel im Griff, doch nach der Pause waren wir zu passiv, hatten vor allem in der Zentrale keinen Zugriff mehr.“

Bilder: TS Ober-Roden gewinnt Derby

Viktoria Urberach: Schickedanz - Schneider, Gecili, Purcell, Yildirim, Niegisch (78. Lang), Serra, Schnitzer, Czerwinski, Alempic, Kalzu

TS Ober-Roden: Gkogkos - Barowski, T. Barak (77. Blahut), Schwab, Strauss, Schöppner, Henkel, Hesse, Kazimi (46. Veisoglu), Suljic (85. Pandov), Djordjevic

Tore: 1:0 Kalzu (25.), 1:1 Hesse (66.), 1:2 Suljic (71./FE), 1:3 Veisoglu (80./HE)

Germania Ober-Roden - FC 07 Bensheim 2:1 (2:1)

Die Partie begann schwungvoll: Fabian Bäcker brachte die Hausherren nach nur 120 Sekunden in Führung, nach sieben Minuten allerdings glichen die Bensheimer aus. Zwei Minuten vor der Pause erzielte erneut Bäcker das 2:1 für die Germania. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir nach dem Sieg unter der Woche in Frankfurt nachgelegt haben, weil auch die Konkurrenz gut gepunktet hat“, meinte Ober-Rodens Teammanager Daniel Hoffstadt: „Wir waren das bessere Team, der Sieg ist hochverdient.“ Ober-Rodens Mohammed Hakimi traf nur den Pfosten (59.), die einzige gute Bensheimer Chance im zweiten Abschnitt wehrte Germania-Torwart Christoph Kahl im Eins-gegen-eins gegen Luca Blüm ab (66.).

FC Germania: Kahl - Stemann, Stolze, Marweg, Friess, Bidou, Firat (57. Palacios Hernandez), Hakimi, Souto (46. Gruber), Bäcker (81. Ermert), Özgün

Tore: 1:0 Bäcker (2.), 1:1 Budimir (7.), 2:1 Bäcker (43.)

FC Hanau 93 - Eintracht Wald-Michelbach 0:0

Ein 0:0 der besseren Tore. Hanaus Spielertrainer Christoph Prümm traf gleich zweimal die Latte des Gästetores, Kahraman Damar einmal. Doch auch die Überwälder verzeichneten zwei Aluminium-Treffer. Beide Mannschaften zeigten sich daher nach dem Schlusspfiff mit der Punkteteilung zufrieden. (leo)

FC Hanau 93: Westenberger - Prümm, Sekeric, Ünal, Bothor, Gogol, Gischewski, Bicakci, Damar, Di Natale, Fischer (76. Raafat)

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