Amateurfußball

Fußballkreis Offenbach: Auch auswärts muss Hygiene-Beauftragter mit

Die Verantwortlichen im Fußballkreis Offenbach (von links): Thomas Geiss, Daniel Fenchel, Vanessa Körper und Kreisfußballwart Jörg Wagner.
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Die Verantwortlichen im Fußballkreis Offenbach (von links): Thomas Geiss, Daniel Fenchel, Vanessa Körper und Kreisfußballwart Jörg Wagner.

Der Fußballkreis Offenbach will am Saisonende Relegationsspiele durchführen. Das wurde bei der Hinrundenbesprechung bekannt. Die Vereine hatten viele Fragen.

Offenbach – Offenbachs Kreisfußballwart Jörg Wagner und sein Team hatten zur Hinrunden-Besprechung nach Offenbach ins Vereinsheim des FV Germania Bieber geladen. Und zu besprechen gab es in der Tat einiges. Es ging unter anderem um die Fragen: Ab wann wird die Runde gewertet? Was passiert bei Corona-Verdachtsfällen? Wie sieht’s mit Spielverlegungen aus? Was ist bei den Hygieneregeln zu beachten?

Bis auf Rot-Weiß Offenbach waren alle Vereine vertreten. Wagner ging gleich auf das Spielgeschehen ein und betonte, dass die Verantwortlichen eine Einfachrunde bevorzugt hätten. Doch die Mehrheit in Hessen hat sich für eine Hin- und Rückrunde entschieden - und unterschiedliche Spielsysteme wären kaum darstellbar gewesen. Auf die Frage, ab wann die Saison gewertet werde, antwortete Wagner präzise: „Es gibt eine klare Vorgabe des Verbandes. Wenn 75 Prozent der Mannschaften mindestens 50 Prozent ihrer Spiele absolviert haben, wird mit Auf- und Absteigern gewertet.“ Daher werde es auch keine Spielverlegungen nach hinten geben. „Wir müssen darauf achten, dass die Mannschaften möglichst gleichviele Begegnungen absolviert haben.“

Jede Mannschaft hat die Pflicht, auch bei Auswärtsspielen einen Hygiene-Beauftragten in den Spielbericht einzutragen. „Wenn sich Spieler, Ersatzspieler oder Gästefans nicht an die Vorgaben halten, muss dies mit dem Beauftragten des Vereins geklärt werden, sonst meldet dies bitte uns“, so Wagner weiter. Er schob eine eindringliche Bitte an alle Fußballfreunde im Kreis Offenbach nach: „Wenn wir weiter alle Fußball spielen wollen, dann müssen wir uns alle an die Regeln halten. Ein Gastverein muss sich darum kümmern, dass die Regeln von seinen Leuten eingehalten werden.“

Wagner wies darauf hin, dass der Schiedsrichter eine Mannschaft zur Einhaltung der Hygiene-Maßnahmen ermahnen kann. „Sollte sie sich danach nicht daran halten, kann der Unparteiische die Begegnung abbrechen, dann wird es vor dem Sportgericht zu einer Spielwertung kommen.“

Eine Frage, die viele Verantwortliche beschäftigte, lautete: Was geschieht bei Corona-Verdachtsfällen? „Wie in der vergangenen Saison reicht es nicht mehr, einfach einen Verdachtsfall zu melden“, erklärte Wagner. „Die Fälle müssen mit Test nachgewiesen werden. Dazu wird es vom Verbandsspielausschuss in den nächsten Tagen noch genaue Informationen geben.“

Die Auf- und Abstiegsregelung wird analog der vergangenen Saison sein. „Mit einer Ausnahme, da wir jetzt drei C-Ligen haben und drei Meister aufsteigen werden“, sagte Wagner. Zudem betonte er, dass es im Kreis Offenbach Relegationsspiele geben wird. „An Pfingsten wollen wir den letzten Spieltag beenden, eine Woche später sollen die Relegationen starten.“ Dies gilt aber nur auf Kreisebene, da der Verband in den höheren Klassen die Aufstiegsspiele ausgesetzt hat. Daher wird aus der Kreisoberliga nur der Meister in die Gruppenliga aufsteigen, der Vizemeister erhält keine weitere Chance.

Der Trainerpass, hier war der Offenbacher Fußballkreis Vorreiter, wird jetzt in ganz Hessen eingeführt. „Hat ein neuer Trainer diesen Pass noch nicht, wird es genügend Zeit geben, diesen noch zu erwerben.“

Der Kreisschiedsrichterobmann, Volker Geupel, wies auf die Regeländerungen zur neuen Saison hin, besonders auf die wieder eingeführte Zeitstrafe (wir berichteten). Auch das Schiedsrichtersoll müssen die Vereine wieder erfüllen. Dazu wird es im September bei Kickers Obertshausen einen Neulingslehrgang geben.

Thomas Geiss, stellvertretender Kreisfußballwart und Koordinator für Qualifizierung, wies darauf hin, Jugendtrainer auszubilden. „Dies haben wir bei der TSV Heusenstamm sehr erfolgreich praktiziert. Bei fünf, sechs Interessierten würden wir einen solchen Lehrgang anbieten“, sagte Geiss.

Von Rolf Joachim Rebell

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