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Fußballkreis Offenbach in Sorge um „guten Ruf“

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Gut gefüllt war das Festzelt der SG Egelsbach bei der Vorrundenbesprechung des Fußballkreises Offenbach. Mit vier Ausnahmen hatten alle Vereine von der C-Liga bis zur Kreisoberliga Vertreter entsandt.
Gut gefüllt war das Festzelt der SG Egelsbach bei der Vorrundenbesprechung des Fußballkreises Offenbach. Mit vier Ausnahmen hatten alle Vereine von der C-Liga bis zur Kreisoberliga Vertreter entsandt. © rebell

Bei der Hinrundenbesprechung des Fußballkreises Offenbach üben die Verantwortlichen reichlich Kritik - und ernten dafür teilweise Applaus. Die Aktion „Der verlorene Punkt“ wird derweil wieder eingeführt

Egelsbach – Mit dem Freitagspiel in der Kreisoberliga zwischen Aufsteiger TSV Heusenstamm und der TSV Lämmerspiel startet am 19. August (18 Uhr) die neue Punktrunde des Offenbacher Fußball-Kreises. Das gab Kreisfußballwart Jörg Wagner bei der Hinrundenbesprechung im Festzelt der SG Egelsbach bekannt, zu der er die Vertreter der Klubs von der C-Liga bis zur Kreisoberliga geladen hatte.

Bis auf vier Ausnahmen waren alle anwesend.

Beginnend mit dem Rückblick auf die abgelaufene Saison fand Wagner deutliche Worte. „Es geht gar nicht, dass an den letzten Spieltagen Mannschaften einfach ihre Partien absagen“, schimpfte er und kündigte an, dass es ein genehmigtes Nichtantreten nicht mehr geben wird. „Künftig werden diese Fälle nach der Spielordnung bestraft.“ In der B-Liga fielen für Vizemeister Türkgücü Dietzenbach so die beiden letzten Partien aus. „Dabei hätte sich der Verein gerne für die anstehende Relegation eingespielt.“ Ein Unding laut Wagner sei auch der Spielabbruch in der Relegation zur A-Liga gewesen, bei dem sich Spieler aus einem Verein gegenseitig attackiert hatten (wir berichteten). „Der Verein war für die höhere Klasse bereits qualifiziert. Hier müssen sich die Vereinsverantwortlichen auch mal überlegen, ob sie solche Spieler unbedingt in ihren Reihen haben wollen.“

Wagner-Stellvertreter Thomas Geis betonte, dass sich der Fußballkreis durch intensive und erfolgreiche Arbeit beim Verband und im Land Hessen einen guten Namen gemacht hat. „Jetzt heißt es, dass in Offenbach wieder ein Spielabbruch war. Wir wollen uns unseren guten Ruf nicht kaputtmachen lassen“, sagte er unter großem Beifall der Vereinsvertreter.

Zudem kritisierte Wagner, dass möglicherweise die Corona-Regelung für Absagen missbraucht wurden. Die Absetzung und Verlegung sei in der Spielordnung eine Kann-Regelung, so Wagner. „Wir werden künftig bei solchen Anfragen genau hinschauen und auch die dann ja notwendigen PCR-Tests anfordern.“

Zudem war Wagner enttäuscht, dass beim diesmal vom TV Rembrücken ausgerichteten Fest der Meister drei Titelträger fehlten. „Und keiner hat abgesagt, dies ist mehr als bedauerlich.“

Den Vereinsvertretern wurde noch mal mitgeteilt, dass künftig Trainerpässe notwendig sind. Schiedsrichter-Ansetzer Michael Grieben fügte an, dass der Offenbacher Fußballkreis aktuell 265 Schiedsrichter habe: „Ab 19. September findet bei Kickers Obertshausen ein Neulingslehrgang statt, vielleicht kommen wir danach wieder an die Zahl 300 Schiedsrichter heran.“

Die Eintrittspreise bleiben nach Abstimmung der Vereinsvertreter für Kreisoberliga (3,50 Euro), A-Liga (drei Euro) sowie B- und C-Liga (2,50 Euro) unverändert.

Die Aktion „Der verschenkte Punkt“ sei in den vergangenen Jahren nicht durchgeführt worden, auch um die Vereine nicht noch mehr finanziell zu belasten, sagte Wagner und rief zur Abstimmung über eine Fortsetzung auf. Einstimmig beschlossen die Vereine, diese Aktion ab sofort wieder zu starten.

Von Rolf Joachim Rebell

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