VERBANDSLIGA 3:0 bei der Turnerschaft / Hanau klettert auf Platz zwei

Germania im Ort die Nummer eins

Mehrkampf um den Ball im Derby: von links: Aziz Bidou (Germania), sowie Max Hesse, Maximilian Waas und Sebastian Jung von der TS. Foto: eyßen

Offenbach – Mit einem 4:0-Sieg gegen die SG Unter-Abtsteinach verkürzte der SC 1960 Hanau in der Fußball-Verbandsliga Süd den Rückstand auf Spitzenreiter 1.

FC 06 Erlensee (1:1 bei Rot-Weiß Darmstadt) auf einen Zähler und hat am Mittwoch im Nachholspiel beim SV der Bosnier die Chance, wieder die alleinige Tabellenführung zu übernehmen.

Nach vier sieglosen Partien hintereinander kehrte Germania Ober-Roden ausgerechnet mit einem 3:0-Sieg im Ortsderby bei der Turnerschaft in die Erfolgsspur zurück und schob sich auf den vierten Platz vor.

Der JSK Rodgau kassierte mit dem 0:1 gegen den SV Unter-Flockenbach im Kampf um den Klassenerhalt die dritte Niederlage hintereinander – zum dritten Mal mit einem Tor Unterschied. Viktoria Urberach musste sich beim Schlusslicht SV der Bosnier mit einem 2:2 begnügen – der Ausgleich fiel in der zehnten Minute der Nachspielzeit.

TS Ober-Roden - Germania Ober-Roden 0:3 (0:1). Beide Mannschaften vergaben in den Anfangsminuten eine gute Chance: Die Gastgeber durch Maximilian Waas, die Gäste durch David Stemann. Dann bekam die Turnerschaft etwas Oberwasser, doch ein Treffer von Lucas Sitter zählte nicht, weil er zuvor Germania-Torwart Christoph Kahl gefoult hatte (16.). Den ersten Treffer erzielten somit die Blau-Schwarzen: Marco Christophori-Como schoss einen 25 Meter-Freistoß mitten ins TSO-Tor (33.). „Das war der Knackpunkt, den muss der Torwart haben“, sagte TSO-Trainer Bastian Neumann. Bis zur Pause kamen beide Seiten vor rund 250 Zuschauern zu keinen zwingenden Chancen mehr. „Nach der Pause waren wir das deutlich schwächere Team, haben nichts mehr auf den Platz gebracht. Das war in allen Bereichen zu wenig, wir haben verdient verloren“, sagte Neumann.

„Das Derby war sehr umkämpft. Wir haben wieder besser nach vorne gespielt und besser kombiniert“, meinte Germania-Trainer Fabian Bäcker. Das zeigte sich auch bei der Torverteilung: Jonas Dapp auf Zuspiel von Leroy Ennin (64.) und erneut Christophori-Como (75.) erhöhten für die Germania auf 3:0. „Wir haben nach der Pause nichts mehr zugelassen, der Sieg war verdient“, lobte Bäcker.

TS Ober-Roden: Schwaar; Strauss, T. Barak, Jung (74. M. Barak), Gick, Schultheis, Hesse, Henkel, Schöppner (72. G. Barak), Waas (72. Firrantello), Sitter

Germania Ober-Roden: Kahl; Schulte, Marweg, Bidou, Özgün (83. Sumanov), Lehnert, Firat (85. Feuchter), Stemann, Christophori-Como, Dapp, Ennin (73. Emir)

Tore: 0:1 Christophori-Como (33.), 0:2 Dapp (64.), 0:3 Christophori-Como (75.).

SC 1960 Hanau - SG Unter-Abtsteinach 4:0 (1:0). Hanau dominierte von Beginn an, ließ aber durch Michael Kohnke und Aret Demir gute Chancen ungenutzt. „Es war einfach wichtig, dass wir geduldig weitergespielt haben“, meinte Hanaus Sportlicher Leiter Okan Sari. Die Belohnung folgte in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs, als Demir das 1:0 erzielte. „In der zweiten Hälfte haben wir das richtig gut gemacht. Wir haben viel investiert“, erklärte Sari. Mehmet Baris Bayraktaroglu belohnte die Hanauer für ihr Engagement in der 57. Minute mit dem vorentscheidenden 2:0. „Er ist ein Supertyp, der das Pech hatte, dass er lange verletzt war. Er hat in den vergangenen beiden Wochen super trainiert“, bescheinigte Sari seinem Trainer Savas Erinc ein „sehr gutes Fingerspitzengefühl“, den ehemaligen Jügesheimer dieses Mal von Beginn an gebracht zu haben. Der eingewechselte Giorgi Piranashvili erhöhte in den letzten zehn Minuten mit zwei Treffern zum 4:0-Endstand.

SC 1960 Hanau: Pellowski; Aslan, Ohashi, Gecili, Gültekin, Aydin (68. Hofmeier), Bayraktaroglu (73. Bauer), Bicakci, Parker, Demir, Kohnke (76. Piranashvili)

Tore: 1:0 Demr (45.+1), 2:0 Bayraktaroglu (57.), 3:0, 4:0 Piranashvili (81., 90.+3)

JSK Rodgau - SV Unter-Flockenbach 0:1 (0:0). „Das war ein typisches Unentschieden-Spiel, ein 1:1 wäre verdient gewesen“, bedauerte JSK-Trainer Andreas Humbert die erneute knappe Niederlage. Vieles spielte sich im Mittelfeld ab, die Gäste hatten zu Beginn eine gute, die Jügesheimer gegen Ende eine sehr gute Phase. „Da hat man gesehen, dass wir körperlich überlegen sind, Unter-Flockenbach schwanden zunehmend die Kräfte“, sagte Humbert. Während aber Chakib Neteoui-Flores für die Hausherren eine gute Chance vergab, nutzten die Unter-Flockenbacher einen Konter durch den kurz zuvor eingewechselten Luca Blüm (83.) zum 0:1. JSK-Angreifer Petrit Hulaj hatte noch eine sehr gute Möglichkeit zum Ausgleich, scheiterte aber an SV-Schlussmann Nicolas Schütz.

JSK Rodgau: Czaronek; Akkert, Cölsch, Köhler, Kunth, Ballesteros (69. Dejanovic), Bleibdrey, Konstantinidis (81. Hulaj), Neteoui-Flores (87. Fröhlich), Enders, Profumo

Tor: 0:1 Blüm (83.)

SV der Bosnier - Viktoria Urberach 2:2 (1:0). „Das ist nicht das, was wir wollen“, bedauerte Viktoria-Trainer Jens Wöll, der unbedingt drei Punkte holen wollte. Doch die Viktoria bot in der ersten Hälfte eine schwache Leistung, fand überhaupt nicht in das Spiel. Und kassierte folgerichtig nach einer Viertelstunde das 0:1. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Urberach etwas, setzte den Gegner nun unter Druck. Aufregung dann nach knapp einer Stunde: Urberachs Giuseppe Serra stürzte nach einem Zweikampf schwer auf die Schulter und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Partie war sieben, acht Minuten lang unterbrochen. Urberach stellte nach dem Ausscheiden ihres Kapitäns gezwungenermaßen auf ein 4-3-3-System um – und war plötzlich gut im Spiel. Mit ihren Toren wendeten André Schneider (90.) und Marco Di Maria (09.+4) das Blatt zu Gunsten der Gäste, doch mit der letzten Aktion nach einem Eckball schlugen die Bosnier nochmals zu und erzielten per Kopf das 2:2.

Viktoria Urberach: Schickedanz; S. Yildirim, Piarulli, Serra (55. A. Hamed), Piarulli, Schneider, M. Yildirim, Amallah (73. T. Hamed), Medina Nunez (85. Khan), Czerwinski, Di Maria

Tore: 1:0 Habbi (16.), 1:1 Schneider (90.), 1:2 Di Maria (90.+4), 2:2 Burgio (90.+10) - Gelb-Rote Karte: Czerwinski (90.+9)  leo

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