Paukenschlag

Akinwale tritt zurück, Bäcker wird zum Trainer

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Fabian Bäcker (rechts) folgt als Germania-Trainer auf Adi Akinwale (links).

Die Pressemitteilung des 1. FC Germania Ober-Roden besteht nur aus vier Sätzen, ist aber ein echter Paukenschlag.

Rödermark – Nur zwei Tage vor seinem ersten Saisonspiel (Sonntag, 15 Uhr, bei RW Frankfurt) gab der Fußball-Verbandsligist bekannt, dass Adi Akinwale „aus beruflichen Gründen sein Traineramt mit sofortiger Wirkung aufgegeben“ hat. Gegenüber der Mannschaft sagte Akinwale, dass seine Aufgaben als Trainer, die Herausforderungen in seiner Firma und das Familienleben nicht mehr miteinander vereinbar seien.

Der einstige Hessenliga-Spieler der Germania hatte das Team im Januar 2016 auf einem Mittelfeldplatz in der Gruppenliga Darmstadt übernommen, als Meister in die Verbandsliga und dort auf die Plätze fünf (2017/18) und drei (2018/19) geführt. Ex-Profi Fabian Bäcker (Borussia Mönchengladbach, Alemannia Aachen, Kickers Offenbach), bisher Spieler, wurde zum neuen Chefcoach ernannt. Co-Trainer ist weiterhin Erich Jäger.

„Es war Adi Akinwales Idee, dass ich Nachfolger werde“, sagte der in Rödermark lebende Bäcker, der 2015 Teil des Trainerteams der Germania-Reserve war. „Wir sind damals in die Kreisoberliga aufgestiegen. Das war eine tolle Sache und hat einen Riesenspaß gemacht. Ich hatte damals schon die Idee, mal Trainer zu werden. Mit dem Beginn meiner Berufsausbildung hatte sich das aber zunächst erledigt. Ich bin selbst davon überrascht, dass es jetzt so gekommen ist.“

Die Fußballschuhe hängt Bäcker vorerst an den Nagel. „Spielertrainer zu sein, war für mich in dieser Liga keine Option. Als Offensivspieler hätte ich viele Dinge von vorne nicht bewerten können. Das wäre schwierig geworden, zumal ich quasi vom einen auf den anderen Tag vom Spieler zum Trainer geworden bin.“ An der Zielsetzung ändere sich allerdings trotz des Verlustes des Trainers Akinwale und des Offensivspielers Bäcker nichts: „Wir haben eine gute Mannschaft, mit der wir konkurrenzfähig sind. Diese Liga ist so eng, dass alles möglich ist.“ (cd)

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