VERBANDSLIGA Spitzenreiter Erlensee kommt / 1960 Hanau hofft auf Wiedergutmachung

Germania will nächstes Topteam schlagen

Benedikt Strauss (links) und Sebastian Jung (rechts) von der TS Ober-Roden müssen nach der guten Leistung in Erlensee nicht viel ändern. Torben Becker tritt als Spitzenreiter bei Germania Ober-Roden an. Foto: scheiber

Offenbach – Nach dem Absturz am vergangenen Spieltag will der SC 1960 Hanau in der Fußball-Verbandsliga Süd die Tabellenführung zurückerobern, muss aber auf Unterstützung aus Ober-Roden hoffen. Hier trifft der FC Germania auf den aktuellen Spitzenreiter aus Erlensee.

Germania Ober-Roden - 1. FC 06 Erlensee (So., 14.30 Uhr). Nach der 0:4-Pleite in Ginsheim „haben wir ergebnistechnisch etwas gutzumachen“, sagt Germania-Trainer Fabian Bäcker. „Auf die Dauer ist es kein Zufall, dass Erlensee dort oben steht. Die Mannschaft ist individuell sehr ausgeglichen, variabel und will Fußball spielen, die Spieler sind sehr gut ausgebildet. Wir aber wollen wie schon gegen Hanau zeigen, dass wir vor eigenem Publikum die Topteams schlagen können“, erklärt Bäcker, der wieder auf Torjäger Marco Christophori-Como (fehlte zuletzt privat verhindert) zurückgreifen kann.

SC 1960 Hanau - Viktoria Urberach (So., 14.30 Uhr). Nach der 0:6-Abfuhr in Unter-Flockenbach wollen sich die Hanauer mit einer guten Leistung gegen die Viktoria rehabilitieren. „Dabei haben wir in den ersten 20 Minuten gut gespielt. Dass wir dann aber so untergehen, habe ich auch schon lange nicht mehr erlebt“, sagt Hanaus Sportlicher Leiter Okan Sari, der über die Urberacher sagt: „Die haben ein paar sehr gute Jungs dabei, spielen sehr köperbetont. Eine Mannschaft die oben mitspielen will, muss aber solche Spiele annehmen und dagegenhalten.“ SC-Torhüter Jannis Pellowski, der in Unter-Flockenbach die Rote Karte gesehen hatte, wurde für zwei Spiele gesperrt. An Vertreter Güner Günes lag die jüngste Niederlage aber nicht. „Er hat seine Sache gut gemacht. Aber die Jungs im Feld haben plötzlich 20 Prozent weniger gemacht“, erklärt Sari. Das soll sich gegen die Rödermarker, sie seit sechs Partien ungeschlagen sind, wieder ändern, die Hanauer nehmen drei Punkte fest ins Visier.

Trotz der jüngsten Serie, die aber bei zwei Siegen und vier Unentschieden nur zehn Punkte brachte, nehmen die Urberacher weiter einen Abstiegsplatz ein. Nichtsdestotrotz war die jüngste Serie gut für das Selbstvertrauen. „Wir wissen um die Stärke des Gegners, ein Punkt wäre schon ein sehr gutes Resultat. Generell müssen wir vor allem auf die Offensive der Hanauer achtgeben, da haben sie sehr viel Qualität“ sagt Viktoria-Trainer Jens Wöll. Für Kapitän Giuseppe Serra ist das Spieljahr 2019 vorzeitig beendet, er muss an der Schulter operiert werden. Jörn Kohl trainiert seit eineinhalb Wochen wieder mit der Mannschaft, für 90 Minuten dürfte es bei ihm daher noch nicht reichen. Offensivspieler Patryk Czerwinski ist nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre wieder dabei.

TS Ober-Roden - Germania Großkrotzenburg (So., 14.30 Uhr). Nach der sehr guten Partie in Erlensee muss die Turnerschaft nicht viel ändern – bis auf das Ergebnis (2:3). Mit Großkrotzenburg treffen die Ober-Rodener auf einen starken Aufsteiger, der aktuell den vierten Platz einnimmt. Die Turnerschaft geht zuversichtlich in die Begegnung, hofft auf den siebten Saisonsieg. Zumal die personelle Situation für Ober-Rodener Verhältnisse sehr gut ist, nachdem auch Torjäger Mario Gotta in Erlensee wieder mit dabei war. Zuvor hatte er aus beruflichen Gründen pausieren müssen. Germania-Trainer Christos Tsifnas sagt: „An guten Tagen kann Ober-Roden in dieser Liga jeden Gegner schlagen: „Wir sind voll im Soll und haben daher keinen Druck.“

JSK Rodgau - FFV Sportfreunde Frankfurt (So., 14.30 Uhr). Nach zuletzt vier Niederlagen mit jeweils einem Tor Unterschied haben sich die Rodgauer in der unteren Tabellenhälfte festgesetzt. Die „Speuzer“ weisen ebenso wie der JSK 16 Punkte auf -– und nehmen den ersten Abstiegsplatz ein. Umso wichtiger wäre für die Jügesheimer ein Sieg. JSK-Trainer Andreas Humbert hofft auf Till Fakic und Clemens Freitag, die nach ihren Verletzungspausen zuletzt in Urberach jeweils nur 15 Minuten spielten. Auch Fabian Büttner könnte nach langer Pause erstmals in dieser Saison eine Alternative sein.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - SG Unter-Abtsteinach (So., 14.30 Uhr). Mit dem 1:1 bei Rot-Weiss Frankfurt stoppten die 03er in der Vorwoche den jüngsten Negativtrend, schossen zudem nach 430 Minuten mal wieder ein Tor. Gegen Unter-Abtsteinach wollen die Neu-Isenburger endgültig wieder in die Erfolgsspur zurückkehren, den sechsten Saisonsieg einfahren und damit die punktgleichen Kicker von der Bergstraße von einem einstelligen Tabellenplatz verdrängen.  leo

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