Gruppenliga Frankfurt Ost

KV Mühlheim im Spitzenspiel eine Klasse für sich

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Offenbach - In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost gewann Kickers Viktoria Mühlheim das Spitzenspiel in Nidda klar. Unentschieden gab es für die TGM SV Jügesheim gegen Dietzenbach und Kickers Obertshausen gegen die TGS Jügesheim.

1960 Hanau schlug Klein-Krotzenburg mit neuem Trainer, die SG Rosenhöhe kam unter die Räder. Drei Punkte im Heimspiel gegen Gelnhausen fuhr die Spvgg. Dietesheim ein.

Germania Großkrotzenburg - SG Rosenhöhe 5:0 (1:0). Wahrscheinlich wäre die Partie deutlich enger geblieben, hätte in Felix Disser ein Spieler der SG Rosenhöhe nicht sechs Minuten vor der Pause Gelb-Rot gesehen - sein drittes Foul befand der Schiedsrichter dabei zum zweiten Mal als verwarnungswürdig. Bis dato hatte Großkrotzenburg in einer ausgeglichenen Partie nur mit 1:0 geführt. „Die Kombination aus dem Platzverweis und dem schnellen 2:0 nach der Pause hat den Offenbachern das Genick gebrochen“, sagte Germania-Sprecher Mirko Budek. Auf dem schwierig zu beackernden Geläuf schwanden der SGR mehr und mehr die Kräfte, während Großkrotzenburg das Ergebnis im Stile einer Spitzenmannschaft in die Höhe schraubte.

SC 1960 Hanau - Germania Klein-Krotzenburg 2:1 (1:0). Für Hanaus neuen Trainer Michael Mohr war es ein Einstand mit Licht und Schatten. Zwar zeigten die Sechziger eine überlegene Leistung, hatten rund 80 Prozent Ballbesitz und 10:2 Torschüsse. Doch brachten Fahrlässigkeit in der Chancenverwertung und erneut eine Disziplinlosigkeit die drei Punkte in Gefahr. Klein-Krotzenburgs Mirko Zakarija glich die Hanauer Führung von Serhat Yildiz kurz nach der Pause zum schmeichelhaften 1:1 aus. Neun Minuten vor Schluss deutete Travis Parker eine Kopfnuss an und flog vom Feld, ehe sein Bruder Antonio Parker Hanau in der Schlussminute und in Unterzahl noch jubeln ließ. „Wir hatten Chancen für zwei Spiele“, ärgerte sich Mohr über die unnötige Zitterpartie.

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TGM SV Jügesheim - FC Dietzenbach 1:1 (1:0). Die Dietzenbacher traten erneut mit einer improvisierten Abwehr an, während Jügesheims Trainer Andreas Humbert in der Spitze erneut auf den robusten Ferhat Karakaya setzte. Die Kreisstädter hielten den Offensivbemühungen der Rodgauer indes stand - nur in der Nachspielzeit der ersten Hälfte musste sich Schlussmann David Wassef beim Treffer von Filipp Akkert geschlagen geben. Die favorisierte TGM SV verpasste es im zweiten Abschnitt jedoch, das 2:0 nachzulegen - was sich rächen sollte: Özer Bozkurt glich kurz vor Schluss für den nie aufsteckenden FCD aus.

Viktoria Nidda - KV Mühlheim 1:4 (0:4). Besonders in der ersten Hälfte überzeugten die Mühlheimer, bei denen Ersatzkeeper Lars Ott zwischen den Pfosten stand, in allen Mannschaftsteilen. „Defensiv haben wir mit Marvin Leppin und Dominik Raab, aber auch der gesamten Abwehrreihe das Spiel der Niddaer zerstört“, freute sich Trainer Raduan Belaajel. Benjamin Braus und Alexander Michalke verengten die Räume so, dass Niddas Zuspiele auf Torjäger Jannik Jung selten ankamen. „Vorn haben unsere Offensiven nach Balleroberung ein fast perfektes Umschaltspiel mit schnellen Pässen in die Spitze gezeigt“, berichtete Belaajel voller Stolz. Die nun folgende Spitzenpartie gegen den FSV Bischofsheim wurde unterdessen vom nächsten Freitag auf den Stammtermin am Sonntag (14.30 Uhr) zurückgelegt.

Kickers Obertshausen - TGS Jügesheim 0:0. Während Jügesheim im zehnten Auswärtsspiel zum neunten Mal unbesiegt blieb, waren auch die Kickers nicht ganz unzufrieden mit der Punkteteilung - obwohl sie mehr als 20 Minuten in Überzahl agieren durften. „Die erste Hälfte war ausgeglichen“, meinte Kickers-Sprecher Siggi Herth. Die Gastgeber spielten auf Sieg, die TGS agierte relativ abwartend, stand hinten aber stabil. Nach dem Wechsel ging der Faden auf beiden Seiten zunächst verloren, als die Jügesheimer durch die Ampelkarte für Christoph Eyrich in die Bredouille kamen. „Auch in Überzahl hat uns aber die letzte Abgeklärtheit gefehlt“, erläuterte Herth, weshalb die Hausherren keine Tore erzielten.

Spvgg. Dietesheim - FC 03 Gelnhausen 4:2 (2:1). Die Dietesheimer machten in den ersten 30 Minuten eine gute Partie - aber keine Tore. „Da hätte es schon 3:0 für uns stehen müssen. Stattdessen sind wir durch einen individuelle Fehler in Rückstand geraten“, berichtete Trainer Michael Leisegang. Ein paar Minuten agierten die Gastgeber konsterniert, ehe sie sich berappelten und den Rückstand noch vor der Pause in eine 2:1-Führung verwandelten. Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs verlief schleppend, ehe die Dietesheimer wieder in Fahrt kamen. Lohn waren die Treffer drei und vier, das zweite Gegentor trübte das Ergebnis nur noch ein wenig. „Wir haben nach der Pause schöne Tore herausgespielt. Unser Sieg war hochverdient“, resümierte der Coach.

Überrascht war der Trainer unterdessen, dass die SG Rosenhöhe das Spiel am nächsten Sonntag auf 16.30 Uhr verlegt hat und diese Uhrzeit schon in den offiziellen Ansetzungen eingetragen wurde. Dem habe man bislang nicht zugestimmt, so Leisegang.

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jd

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