1. Startseite
  2. Sport
  3. Amateurfußball

Gruppenliga: Pars-Königstransfer fällt aus

Erstellt:

Von: Jörg Moll

Kommentare

Obertshausens Tor-Versicherung: Marius Krikser (rechts) erzielte vergangene Saison 30 Treffer für die Kickers, die gegen Türk Gücü Hanau die neue Saison einläuten. F: Eyssen
Obertshausens Tor-Versicherung: Marius Krikser (rechts) erzielte vergangene Saison 30 Treffer für die Kickers, die gegen Türk Gücü Hanau die neue Saison einläuten. F: Eyssen © -

Beim vorgezogenen Saisonstart der Fußball-Gruppenliga ist in Kickers Obertshausen, Türk Gücü Hanau und dem SV Pars Neu-Isenburg auch ein Trio aus der Region dabei. Letzterer muss allerdings auf seinen Königstransfer verzichten: Torjäger Leon Burggraf ist verletzt

Offenbach – Die Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost startet mit vier vorgezogenen Partien in die neue Saison. Die Eröffnungsspiele bestreiten die SG Marköbel gegen den FC Gelnhausen und Absteiger FC Germania Großkrotzenburg gegen Aufsteiger SV Bernbach (jeweils Freitag, 19.30 Uhr).

Die Krotzenburger haben kurz vor dem Start noch einen weiteren Zugang verpflichtet: Vom Ligakonkurrenten FC Gelnhausen kehrt Mittelfeldspieler Sebastian Maicher zur Germania zurück. Mit Spannung erwartet werden die ersten Auftritte des Dritten der vergangenen Saison, Kickers Obertshausen, der auf Türk Gücü Hanau trifft, und von Absteiger SV Pars Neu-Isenburg.

Kickers Obertshausen - Türk Gücü Hanau (So, 15.30 Uhr). Exakt sieben Wochen nach dem Last-Minute-Klassenerhalt geht es für Türk Gücü Hanau am Sonntag wieder weiter. Am ersten Spieltag wartet auf das Team von Trainer Raduan Belaajel mit Kickers Obertshausen gleich eine harte Nuss. Der Tabellendritte der Vorsaison möchte vor heimischer Kulisse gleich den ersten Sieg einfahren. „Das ist klar das Ziel und auch möglich, weil wir eine gute Mannschaft haben“, sagt Kickers-Trainer Marcel Dindorf. Die Kickers konnten den Stamm der Vorsaison halten, lediglich Simon Prechtel hat seine Karriere beendet. Dindorf warnt jedoch auch vor dem Gegner. „Türk Gücü hat sich gut verstärkt und wird es uns nicht leicht machen.“ Gäste-Trainer Raduan Belaajel ist in der Tat mit der Zusammensetzung seines Kaders zufrieden, doch aktuell plagen ihn Personalsorgen. „Viele Spieler sind im Urlaub, aber das ist in dieser Zeit ganz normal“, betont der Deutsch-Marokkaner. Aus der heißen Endphase der abgelaufenen Saison, in der die Hanauer mit einem 3:2-Sieg über den VfB Offenbach am allerletzten Spieltag den Klassenerhalt schafften, sind noch Altlasten vorhanden. Die Leistungsträger Halil Korkmaz (noch ein Spiel) und Torjäger Onur Bulut (noch drei Spiele) sind nach ihren Roten Karten weiter gesperrt. Neben Bulut soll in der neuen Saison vor allem der als Co-Spielertrainer zurückgekehrte Volkan Sungun in vorderster Linie für Gefahr sorgen. „Wir treten gleich mit einem Rumpfkader bei einem Mitfavoriten an und haben ein strammes Auftaktprogramm“, dämpft Belaajel etwas die Hoffnungen auf einen furiosen Saisonstart. Generell findet er die Konstellation in der Gruppenliga Frankfurt Ost suboptimal: „Wir haben am längsten gespielt und fangen am ehesten wieder an“, übt Belaajel klare Kritik. Aus Trainersicht hätte er sich eine etwas längere Sommerpause gewünscht und auch weniger Spieltage in der Ferienzeit. Was den erfahrenen Coach positiv stimmt: „Die Jungs ziehen gut mit, obwohl wir kein einziges Mal auf unserem Rasenplatz trainieren durften“, berichtet der Übungsleiter, der dankbar ist, dass seine Mannschaft in dieser Woche eine Trainingseinheit auf dem Sportgelände von Ligakonkurrent SG Marköbel absolvieren durfte. „Wir wollen am Sonntag gut dagegenhalten und das Beste herausholen. Wir sind zwar kein Favorit, doch ein guter Start wäre für die Moral natürlich Gold wert“, so Belaajel abschließend.

SV Pars Neu-Isenburg - VfB Oberndorf (So., 15.30 Uhr). Vor dem ersten Auftritt des Absteigers aus der Verbandsliga stehen noch viele Fragezeichen hinter der Startelf, die Spielertrainer Dejan Alempic aufbietet. „Wir haben wie alle übrigen Teams natürlich Urlauber, aber auch einige Verletzte und Kranke“, berichtet der 32-Jährige. Auch vor dem Gegner hat Alempic, der am Sonntag erstmals mit seinem Bruder Sinisa gemeinsam spielen wird, großen Respekt: „Ich habe sie vor zwei Jahren als starkes Team erlebt, sie sind zudem seit Jahren eingespielt.“

Das kann man von der neuformierten Isenburger Mannschaft noch nicht sagen. Nach dem ziemlich ernüchternden Jahr in der Verbandsliga verließen prominente Spieler wie Ex-OFC-Profi Ihab Darwiche (Bayern Alzenau), der hessenligaerfahrene Dominique Jourdan oder Ex-Profi Milad Salem (beide Ziel unbekannt) den Klub. Auch Angreifer Vladimir Trucic (Spvgg. 03 Neu-Isenburg) und Anosh Kapoor (Germania Ober-Roden) zogen Engagements in der Verbandsliga vor. Ingesamt gingen 13 Akteure. Neu hinzugekommen sind elf Spieler, darunter höherklassig erprobte wie Abwehrspieler Issaka Mouhaman (23), der wie Sinisa Alempic (24) vom Hessenliga-Rückzieher SC Hessen Dreieich kam, oder Außenverteidiger Michel Geschwender (31/zuletzt SV Zeilsheim) und Innenverteidiger Philipp Rasch (19/Viktoria Griesheim). Der Angriff ist mit Dalibor Pandza (31/vom Hessenligisten SV Neuhof) und Leon Burggraf (24/Hessen Dreieich) nominell herausragend besetzt. Das Problem: Königstransfer Burggraf, der in 70 Hessenliga-Partien 49 Tore erzielt hat, fällt nach einer Operation vorerst aus.  fs/jm

Auch interessant

Kommentare