Amateurfußball

Gruppenliga: Treffen alter Bekannter - „Nicht geplant, direkt nach Abpfiff zu gehen“

Bereit für das Derby gegen den VfB 1900. Kickers Obertshausens Marius Krickser (rechts) liegt mit fünf Saisontreffern in der Torjägerliste auf Platz drei hinter Christian Rüger (SG Rosenhöhe) und Philipp Traut (Sportfreunde Seligenstadt, je sechs).
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Bereit für das Derby gegen den VfB 1900. Kickers Obertshausens Marius Krickser (rechts) liegt mit fünf Saisontreffern in der Torjägerliste auf Platz drei hinter Christian Rüger (SG Rosenhöhe) und Philipp Traut (Sportfreunde Seligenstadt, je sechs).

Kickers Obertshausen freut sich in der Fußball-Gruppenliga auf das Heimspiel gegen den VfB Offenbach. Die SG Rosenhöhe ist derweil auch aufgrund ihrer Torjäger kaum zu stoppen.

Offenbach – Kein Spieltag in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost ohne Offenbacher Kreisderby. Das gilt auch für den siebten Spieltag, der komplett am Mittwoch ausgetragen wird. Dann heißt es im Sportzentrum Obertshausen: FC Kickers gegen VfB Offenbach.

Platz zwei, 14 Punkte aus sechs Spielen - der Saisonstart von Kickers Obertshausen ist gelungen. Fußballboss Siggi Herth spricht vor dem Derby gegen den VfB von einer „schönen Momentaufnahme“. Er freut sich auf die Partie, „die alte Garde der Kickers und des VfB kennen sich gut, wir necken uns vor dieser Partie gerne ein bisschen. Und nach dem Spiel abends unter Flutlicht werden wir schön bei uns draußen im Sportzentrum zusammensitzen und das eine oder andere Bier trinken. Aber da will ich die drei Punkte auf unserem Konto haben“, sagt Herth. VfB-Vorsitzender Andreas Griesenbruch nimmt diese Aussage grinsend zur Kenntnis und bestätigt angesichts der engen Kontakte: „Wir haben auch nicht geplant, direkt nach dem Abpfiff zu gehen – egal, wie die Partie ausgeht.“

Griesenbruch ergänzt mit Blick auf das Derby: „Wir treffen auf einen Gegner voller Euphorie, der zuletzt beim 2:0 gegen Gedern mit zwei Toren in der Nachspielzeit das Glück erzwungen hat. Wir hingegen haben beim 1:1 gegen Oberndorf in der Nachspielzeit zwei Punkte verschenkt. Das muss raus aus den Köpfen. Die Favoritenrolle liegt klar bei der Kickers.“ Beim VfB fehlt der verletzt Torwart Valentino di Bella, für ihn rückt wieder Martin Funk zwischen die Pfosten.

Bei den Kickers sind alle Mann an Bord. Über den VfB, der sieben Punkte aus sechs Spielen gesammelt hat, sagt Herth: „Der VfB hat zwar auch schon zweimal gewonnen, scheint aber noch nicht so recht angekommen. Aber wir werden ihn nicht unterschätzen.“

In glänzender Verfassung zeigte sich zuletzt die SG Nieder-Roden, die nach drei Siegen hintereinander am Wochenende den Sportfreunden Seligenstadt ein 0:0 abknüpfte. „Am Anfang haben wir uns noch im Tiefschlaf befunden, uns dann aber nach 20 Minuten freigeschwommen. Auch wir hatten unsere Chancen“, zeigte sich SGN-Trainer Tevfik Kilinc zufrieden. Ohne die angeschlagenen Osman Dobrunat (offene Blasen am Fuß) und Fabio Spataro (Leistenprobleme) musste Kilinc seine Abwehrkette gleich auf zwei Positionen ändern. „Wir lassen die Spieler lieber eins, zwei Wochen pausieren. Da haben alle mehr davon, als wenn sie gleich wieder spielen und sich dann ernsthaft verletzen“, sagt der ehemalige Verbandsliga-Spieler.

Am Mittwoch (19.45 Uhr) sind die Nieder-Rodener beim FSV Bad Orb gefordert. Nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen den FC Hanau 93 II ruhte bei den Spessart-Kickern vier Wochen lang aufgrund einer corona-bedingten Pause der Ball, der FSV ist daher aktuell überhaupt nicht einzuschätzen. „Ich denke, sie werden sehr defensiv auftreten und auf Konter spielen“, blickt Kilinc voraus. Und sollte Bad Orb wider Erwarten stürmisch loslegen, ist die Sportgemeinschaft darauf auch vorbereitet. Für den FSV kommt es übrigens bis Jahresende knüppeldick: Bedingt durch die sechs bisherigen Absagen spielen die Bad Orber in diesem Jahr noch 20 Mal um Punkte. Alleine im Oktober stehen neun (!) Begegnungen in der Gruppenliga an.

Tabellenführer SG Rosenhöhe, mit 15 Punkten aus fünf Spielen optimal gestartet, erwartet Türk Gücü Hanau. Christian Rüger (sechs Tore) und Robin Weber (vier Tore) sind kaum zu stoppen. Das weiß auch Hanaus Trainer Bayram Tunc. Er wird im Offenbacher Südwesten eine etwas defensivere Taktik wählen. „Wir sollten die Räume zumachen und mit einer konzentrierten Leistung irgendwie versuchen, einen Punkt mitzunehmen“, meint er. TG-Torwart Burat Tok befindet sich in starker Form und soll der Tunc-Elf auch in Offenbach solange wie möglich die „Null“ halten.

Der SV Steinheim, der SG Rosenhöhe zuletzt mit 0:5 unterlegen, trifft nun auf die SG Marköbel. „Die Rosenhöhe ist in dieser Saison für uns kein Maßstab, umso wichtiger sind für uns die nächsten Spiele gegen Marköbel und Nidda. Können wir da punkten, sind wir absolut im Soll meint Steinheims Sportlicher Leiter Giulio Tallarico. Der zuletzt aus gesundheitlichen Gründen fehlende Fouad Brighache dürfte am Mittwochabend wieder dabei sein, ebenso Urlaubs-Rückkehrer Johannes Rachor. Nicht zur Verfügung steht indes Sheriff Camara.

Die Sportfreunde Seligenstadt (in Nidda) und der FC Langen (in Oberau) treten auswärts an, Germania Klein-Krotzenburg erwartet Alzenaus Reserve, Hanau 93 II den FCA Gedern.  app/leo/fs

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