Umbruch in der Gruppenliga

Rhein Main (jd) - „Bis 2012 wollen wir in der Verbandsliga sein, bis 2015 in der Hessenliga, bis 2018 in der Regionalliga. “ So umriss Thomas Tamberg vor ziemlich genau zwei Jahren gegenüber unserer Zeitung die Ziele des FC Hanau 93.

2012 verließ Hessens ältester Fußballclub dann tatsächlich die Gruppenliga – allerdings nach unten.

Die 93er spielen in der kommenden Runde in der Kreisoberliga Hanau und sind trotz anhaltend guten Zuschauerzuspruchs von ihrem einstigen Vorhaben äußerst weit entfernt. In Hanau ging im Laufe der Runde ein bemerkenswerter Umbruch vonstatten. Trotz des Abstiegskampfs setzten Trainer Jürgen Rollmann, der auf Peter Artelt gefolgt war, und Rollmanns Nachfolger Reiner Köbel stark auf den eigenen Nachwuchs. Das ging letztlich sportlich schief, doch sammelten die Hanauer damit viele Sympathiepunkte.

Und waren nicht allein: Im 1. FC Langen und der TSG Neu-Isenburg stiegen zwei weitere Teams der Region aus der Gruppenliga Frankfurt Ost ab. In Langen hatte sich die sportliche Talfahrt von Beginn der Saison an abgezeichnet – insgesamt fehlte dem Kader die Qualität, hinzu kamen immer wieder extreme Verletzungsmiseren.

Abgänge blieben Ausnahme

Schon im Winter war klar, dass der „Club“ den Gang in die Kreisoberliga Offenbach würde gehen müssen. Selbst an der sportlichen Zukunft zweifelten einige, doch zerfiel das Team keineswegs: Abgänge wie der von Florian Pollok blieben die Ausnahme, der Kader für die Runde 2012/2013 besteht aus 22 Mann. Auch auf der Trainer-Bank gab es keinen Wechsel, Ex-Keeper Marco Schwitzke behielt seinen Posten.

Ganz anders verhielt es sich bei der TSG Neu-Isenburg, die unter Spielertrainer Dennis Verzay im ersten Drittel der Saison sogar an der Aufstiegsrelegation schnupperte. Nach Verzays Abgang nach Offenthal im letzten Herbst wurden die TSG und Nachfolger Thomas Marton zunächst nicht warm miteinander, ehe in Dominic Grobe ein Spieler die Rolle des Trainers übernahm. Statt in der Aufstiegs- landete Neu-Isenburg aber in der Abstiegsrelegation – und stieg ab.

Offenbacher sehen Sprendlingen als Meisterschaftskandidaten

Meister TGS Jügesheim verabschiedete sich dagegen nach oben in die Verbandsliga Süd. Von dort stieg die SKG Sprendlingen nach nur einem Jahr zurück in die Gruppenliga ab, baut dort aber weiterhin auf Coach Murat Kilinc. Zum veränderten Gesicht trägt außerdem die SG Rosenhöhe als Kreisoberliga-Meister bei, die als Ziel den Klassenerhalt ausgegeben hat. Die Offenbacher sehen Sprendlingen zugleich als Meisterschaftskandidaten an, gemeinsam mit dem SSV Lindheim. Die Spvgg. Seligenstadt hat den Aufstieg in der Relegation knapp verpasst.

Etwas Kontinuität bringen lediglich die Spvgg. Dietesheim und der FC Dietzenbach ins Spiel, die wie im Vorjahr die Fahnen des Fußballkreises Offenbach in der Gruppenliga Frankfurt Ost hochhalten.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare