Seligenstadt stellt beste Abwehr der Liga

Hessenliga: Velemir und Weiss machen Eindruck beim SC Hessen

Marius Löbig (links) muss mit Seligenstadt bei Rot-Weiß Hadamar antreten.
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Marius Löbig (links) muss mit Seligenstadt bei Rot-Weiß Hadamar antreten.

Offenbach - Für die Fußball-Hessenligisten der Region stehen anspruchsvolle Auswärtsaufgaben an. Sowohl den SC Hessen Dreieich als auch die Sportfreunde Seligenstadt plagen vor dem achten Spieltag einige Personalsorgen.

TSV Lehnerz - SC Hessen Dreieich (Sa., 15.00). Die beiden afghanischen Nationalspieler Zubayr Amiri und Khaibar Amani sind wohlbehalten aus Teheran zurückgekehrt - und zählen angesichts der vielen Ausfälle im Kader des Aufsteigers in Lehnerz auch zum Aufgebot. Neben dem verletzten Ralf Schneider und dem gesperrten Denis Talijan (noch zwei Pflichtspiele, am Mittwoch allerdings gastieren die Dreieicher im Achtelfinale des Offenbacher Kreispokals bei der TuS Klein-Welzheim), fällt auch Marc Smietana (Bänderriss) aus. Torwart Paul Jivan und Danny Klein knickten beide um, und auch der Einsatz von Daniele Fiorentino (Knieprobleme) ist gefährdet. Dafür hinterließen die beiden neu verpflichteten Velibor Velemir und Loris Weiss „einen guten Eindruck, auch wenn ihnen noch die Spielpraxis fehlt“, sagt SC-Hessen-Trainer Thomas Epp.

Ähnlich wie die Dreieicher als Tabellen-13. steht auch der Vorjahreszweite TSV Lehnerz als Siebter noch nicht da, wo er gerne hin möchte. „Von der Qualität her gehört Lehnerz unter die Top Drei der Liga. Wir müssen dennoch schauen, dass wir punkten. Dazu müssen wir eine ähnliche Einstellung wie in Oberrad an den Tag legen, aber noch mehr fußballerische Qualität auf den Platz bringen“, blickt Trainer Epp voraus.

Bitter für Lehnerz: Die Ost-hessen schieden unter der Woche mit 7:8 im Elfmeterschießen beim FC Ederbergland aus dem Hessenpokal aus. Durch Treffer in der 88. und 90.+2 Minute hatte der TSV einen 2:3-Rückstand in eine 4:3-Führung umgewandelt, dann aber in der 90.+3 noch das 4:4 kassiert. In der Verlängerung passierte nicht viel, im Stechen hatte dann Ederbergland die besseren Nerven.

Rot-Weiß Hadamar - Sportfreunde Seligenstadt (Sa., 15.00). „Wir müssen zeigen, dass wir etwas aus der Niederlage gegen Griesheim gelernt haben und wieder stabiler stehen“, fordert Sportfreunde-Trainer Lars Schmidt. Allerdings fällt Innenverteidiger Patrick Richter voraussichtlich erneut angeschlagen aus, Marius Trippel ist gesperrt, Kapitän Christoph Stefani plagt ein dickes Knie. Tobias Leis und Christopher Reinhard fehlten bis zur Wochenmitte aufgrund einer Grippe im Training. „Die Hadamarer werden unterstreichen, dass sie oben mitspielen wollen“, sagt Schmidt über den Tabellenachten. „Meine Jungs waren mit dem der Partie gegen Griesheim überhaupt nicht zufrieden, das war ihnen direkt nach dem Spiel deutlich anzumerken. Wir wissen, dass wir von Beginn an 100 Prozent geben müssen.“

Bemerkenswert ist die Torausbeute der Seligenstädter: Bisher erzielten die „Roten“ - wie übrigens auch Gegner Hadamar - sechs Treffer, nur die beiden Schlusslichter Alzenau und Oberrad (jeweils fünf Tore) trafen seltener. Mit nur fünf Gegentoren stellen die Seligenstädter allerdings gemeinsam mit Tabellenführer Rot-Weiss Frankfurt die beste Defensive der Liga. Da auch Hadamar erst sieben Gegentore hinnehmen musste, ist am Samstag eher mit einem torarmen Spiel zu rechnen.

Bilder: SC Hessen rettet Punkt in Oberrad

Spvgg. 05 Oberrad - SC Hessen Dreieich in der Hessenliga (August 2015): Bilder
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Bilder: SC Hessen rettet Punkt in Oberrad

Der Tabellenletzte Spvgg. 05 Oberrad ist nach dem unglücklichen Aus im Hessenpokal am Mittwochabend gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden (1:2) erst am Montag (19.15 Uhr) im Derby beim 1. FC Eschborn gefordert. 

leo

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