Kurze Winterpause, späteres Saisonende

Hessischer Fußball-Verband legt 5./6. September als Starttermin der neuen Spielzeit fest

Dreieinhalb Monate ist es her, dass in der Fußball-Gruppenliga der Ball rollte: Hier lässt Jan Hertrich (rechts, SF Seligenstadt) Peter Doschek (Germania Klein-Krotzenburg) ins Leere laufen. Im Optimalfall können beide ab 5./6. September wieder dem Ball nachjagen. Dann soll laut Hessischem Fußball-Verband die Saison 2020/21 beginnen. Foto: wronski
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Dreieinhalb Monate ist es her, dass in der Fußball-Gruppenliga der Ball rollte: Hier lässt Jan Hertrich (rechts, SF Seligenstadt) Peter Doschek (Germania Klein-Krotzenburg) ins Leere laufen. Im Optimalfall können beide ab 5./6. September wieder dem Ball nachjagen. Dann soll laut Hessischem Fußball-Verband die Saison 2020/21 beginnen.

Nach dem außerordentlichen Verbandstag geht für die Terminplaner im Hessischen Fußball-Verband (HFV) die Arbeit erst richtig los. Als voraussichtlichen Starttermin der Punktrunde der Saison 2020/2021 hat der HFV das Wochenende 5. /6. September festgelegt.

Offenbach - Der wegen des Abbruchs ausgesetzte Abstieg hat manche Spielklasse anwachsen lassen, weshalb jetzt teilweise mehr Spieltage in ein engeres Zeitfenster gepresst werden müssen. Die Winterpause wird wohl kürzer als sonst ausfallen, dazu soll die Runde im Jahr 2021 nicht bereits Ende Mai beendet sein, sondern bis zum 13. Juni durchterminiert werden. Womöglich auf Kosten von Relegationen und Aufstiegsrunden.

Bis 30. Juni können Vereine noch freiwilligen Abstieg beantragen. Bis 5. Juli sollen die Mannschaften beim Verband gemeldet sein, damit die Detailplanung für die Spielpläne beginnen kann. Anfang August sollen dann in den Kreisen die Vorrundenbesprechungen stattfinden.

Unverändert bleiben die Wechselfristen. Spieler können sich bis 30. Juni abmelden, die Wechselphase endet am 31. August. Weiterhin bis 1. November sind Spieler gesperrt, die von ihren Klubs keine Freigabe erhalten und für die die neuen Vereine keine Ablösesumme zahlen wollen. „Wenn wir ab September loslegen dürfen, können in den Zeitraum bis 1. November bis zu zwölf Pflichtspiele fallen. Ich denke, die Befürchtungen, dass aufnehmende Vereine Spieler nicht freimachen, um die Ablöse zu sparen, sind unbegründet“, sagte Verbandsfußballwart Jürgen Radeck während einer Videokonferenz der Büdinger Kreisvereine.

Die Planungen sind natürlich abhängig von den weiteren Entwicklungen der Pandemie und den behördlichen Bestimmungen. Aktuell gelten Kontaktbeschränkungen bis 16. August: Bis dahin ist eingeschränkter Trainingsbetrieb möglich, aber noch keine Wettkämpfe und Spiele.

Hanaus Kreisfußballwart Dirk Vereeken hofft auf weitere Lockerungen. „Vielleicht dürfen wir ab August schon wieder spielen.“ Er denkt dabei an Trainings- und Testspiele.

Beim Pokalwettbewerb besteht im Kreis Hanau hessenweit noch der größte Nachholbedarf. „Wir haben noch zehn Vereine im Wettbewerb und müssen noch zwei Achtelfinals austragen“, so Vereeken. Sein Offenbacher Kollege Jörg Wagner ist hingegen in der glücklichen Lage, dass in seinem Kreis nur noch die Halbfinals und das Endspiel anstehen. „Im Kreispokal fahren wir recht gut damit, dass wir möglichst viele Partien bis zum 31. Dezember austragen“, sagt Wagner. Angesichts des späten Starts der Saison 2020/21 und des straffen Terminplans will er versuchen, so viele Punktspiele wie möglich bis zum Jahresende über die Bühne gehen zu lassen. „Glücklicherweise gehören wir zu den Kreisen, in denen es recht viele Kunstrasenplätze gibt“, so Wagner.

In den kommenden Tagen will der Hanauer Kreisfußballausschuss den Dialog mit den Vereinen suchen. Vereeken möchte aber erst mal die Anmeldefrist abwarten. Auch Wagner will erst „rund um diesen Termin“, also Anfang Juli, beim nächsten virtuellen Stammtisch mit den Vertretern seiner Klubs reden. „Ich hoffe, dass die Vorrundenbesprechung dann endlich wieder unter normalen Voraussetzungen stattfinden kann.“

Vom Tisch sind unterdessen wohl Denkmodelle, auf Verbandsebene aufgeblähte Klassen zu teilen. Sollte Anfang September der Ball wieder rollen, werden die Klassen normal gestartet, bei späterem Beginn, oder auch bei Unterbrechungen wegen Corona, hält es der stellvertretende Verbandsfußballwart Matthias Bausch für denkbar, auf eine Einfach-Runde mit anschließenden Play-off-Spielen um Meisterschaft und Abstiege umzusteigen. Wagner hält die Idee für schwer umsetzbar. Er geht in der Kreisoberliga von 18 Teams aus, in den Gruppen der A- und B-Liga jeweils von 16. Bei den C-Liga müsse man noch abwarten. Die Befürchtung, es könnte dort Abmeldungen geben, habe sich bisher nicht bestätigt. Das Gegenteil sei vielmehr der Fall. Einige Anmeldungen deuten sich an. Von geplanten Rückzügen ist Wagner nichts bekannt.

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