OFC-FRAUEN Sophie Franke hat sich auf Abhieb etabliert

Mit 17 Jahren Stammkraft als Innenverteidigerin

Junge Abwehrchefin: Sophie Franke (rechts) spielte vergangene Saison noch für die U17 des 1. FFC Frankfurt, inzwischen ist sie Stammspielerin beim OFC in der Hessenliga. Foto: scheiber

Offenbach – Ohne eine einzige Spielerin zu kennen, kam Sophie Franke im Sommer zu den Fußballerinnen der Offenbacher Kickers. Trotzdem hat sie sich beim Aufsteiger und Hessenliga-Spitzenreiter auf Anhieb gut zurechtgefunden. VON LARS HERD

Mehr noch: Mit gerade mal 17 Jahren hat sich die Spielerin mit der Nummer vier, die am Montag 18 Jahre alt wird, direkt einen Stammplatz in der Innenverteidigung erkämpft. „Das hat mich schon ein wenig überrascht“, sagt sie nach der starken Hinrunde, in der sie mit guten Leistungen zur mit nur zehn Gegentoren besten Abwehr der Liga beigetragen hat. „Aber es tut richtig gut. Gerade weil ich auch mehr Einsätze habe als ältere und erfahrenere Spielerinnen“, berichtet sie.

Ausgebildet wurde die Innenverteidigerin, die sich selbst als sehr ehrgeizig, kämpferisch und zweikampfstark beschreibt, in der Jugend des 1. FFC Frankfurt. Um den Offenbacher Kickers beim Kampf um den Aufstieg zu helfen, nimmt sie sogar die Fahrt aus dem knapp 40 Autominuten entfernten Ortenberg auf sich. Was aber auch für ihre Mitspielerinnen spricht: „Ich wurde hier wirklich gut aufgenommen, wir verstehen uns alle super“, erzählt Franke.

Gemeinsam wollen sie nun die starke Hinrunde bestätigen, in der der OFC neben der besten Defensive mit immerhin 43 Toren in 13 Spielen auch noch den mit deutlichem Abstand besten Angriff der Liga stellt (danach folgt die siebtplatzierte TSG Lütter mit 34 Toren). „Dafür haben wir jetzt hart gearbeitet, jetzt wollen wir natürlich auch den Aufstieg.“ Ein Lob gibt’s auch für das Trainer-Duo Nicolai König und Johannes Munkelt: „Wir arbeiten immer an unseren Schwächen, das setzen die beiden im Training wirklich gut um“, sagt Franke.

Bisher hat sie zwölf der 13 Ligaspiele gemacht, zehn davon über die volle Distanz. Lediglich beim 4:2-Erfolg gegen Wetzlar fehlte Franke komplett im Kader. In ihren Einsätzen hat die Defensivspezialistin sogar ein Tor vorbereitet, ein eigener Treffer fehlt ihr aber noch in ihrer OFC-Vita. Dafür hat die 18-Jährige nun immerhin noch neun Spiele Zeit.

Und Frankes persönliches Ziel? „Ich will noch härter an mir arbeiten.“ Schließlich erwartet sie im Falle des Aufstiegs, der bei drei Punkten mehr und einem Spiel weniger als Verfolger Opel Rüsselsheim nicht unwahrscheinlich ist, weitere Verstärkungen beim OFC. Das macht ihr aber nichts: „Ich will auch dann so viele Spiele machen wie möglich“, sagt die junge Innenverteidigerin selbstbewusst.

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