JSK Rodgau

Attraktiver Fußball, enge Verzahnung, gute Außendarstellung

+

Dass Andreas Humbert nach seinem freiwilligen Ausscheiden als Trainer dem Fußball-Verbandsligisten JSK Rodgau in irgendeiner Art und Weise erhalten bleiben würde, war bereits im Winter allen Beteiligten klar. 

Jügesheim – Seit Beginn dieses Monats ist der 53-Jährige nun in offizieller Funktion für die Jügesheimer unterwegs: als Sportlicher Leiter.

„Ich wollte mir auf jeden Fall meine zeitliche Flexibilität erhalten. Ich habe einige interessante Ideen, die ich umsetzen möchte. Und das geht nur mit bestimmten Befugnissen“, betont Humbert, der den JSK Rodgau zuvor siebeneinhalb Jahre lang von der A-Liga bis zur Verbandsliga trainiert hatte, ehe er sich im Winter eine Auszeit nahm und das Traineramt an Maik Rudolf übergab.

Wichtig ist ihm die engere Verzahnung der Verbandsliga- mit der zweiten Mannschaft und der U19, die in dieser Saison erstmals in der Verbandsliga Süd spielt. Der seitherige A-Liga-Trainer Manuel Fenchel wird ab sofort durch Rachid Karroua und Chris Heegen, beide bisher Co-Trainer der ersten Mannschaft, ersetzt. Fabian Filips, ehemaliger Spieler der zweiten Mannschaft und zuletzt Co-Trainer der Reserve rückt – neben Eberhard Gaede – als Assistent von Maik Rudolf zum Verbandsliga-Team auf.

„Wir wollen die Attraktivität der zweiten Mannschaft, gerade für unseren eigenen Nachwuchs, wiederherstellen, der Abstand zwischen den beiden Seniorenteams ist zu groß“, erklärt Humbert, „wir wollen in der A-Liga eine deutlich bessere Rolle spielen als zuletzt. Mit dem Fernziel, in die Kreisoberliga aufzusteigen. Aber das braucht Zeit, da verfallen wir nicht in Hektik.“ In der Saison 2019/2020 sammelten die Jügesheimer in den 19 Partien der Kreisliga A2 nur zwölf Punkte und zittern als Viertletzter um den Klassenerhalt.

Die erste Mannschaft, erst im vergangenen Sommer über die Aufstiegsrunde nach mehrjähriger Abwesenheit in die Verbandsliga aufgestiegen und mit 33 Punkten aktuell Tabellensechster, soll sich in der sechsten Liga etablieren und langfristig in der Spitzengruppe mitmischen. „Aber auch das braucht Zeit. Wir wollen vor allem attraktiven Fußball bieten und den eigenen Talenten die Chance bieten, sich zu entwickeln“, sagt Humbert, der noch eine weitere Aufgabe ins Auge gefasst hat: „Unsere mediale Außendarstellung ist verbesserungswürdig. Aber das will wohl überlegt sein, benötigt Personal und Aktivität.“ Facebook, Instagram – die Möglichkeiten sind in diesem Bereich vielfältig.

Trotz der derzeit schwierigen Lage – die hessischen Amateurfußballer wissen immer noch nicht, ob die Saison 2019/2020 doch noch fortgesetzt oder abgebrochen wird – laufen im Hintergrund auch die Planungen für die kommende Spielzeit. Nach einer rund eineinhalbjährigen Pause kehrt Mittelfeldspieler Umut Toprak zur neuen Saison zu den Jügesheimern zurück. Der 22 Jahre alte Toprak war im Sommer 2018 vom FC Viktoria Urberach zum JSK gewechselt, stand allerdings aus beruflichen Gründen nur wenige Monate lang zur Verfügung. „Nun passt es zeitlich für ihn besser“, freut sich Andreas Humbert.

VON PATRICK LEONHARDT

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare