TGM SV Jügesheim stoppt Talfahrt

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Viktorias Markus Horr bekommt den Ball nicht an OFC-Torwart Tobias Wolf vorbei. 

Offenbach (leo) - Aufatmen bei der TGM SV Jügesheim: Nach nur zwei Punkten aus sieben Partien stoppte der Fußball-Hessenligist mit einem 3:2-Sieg beim FCA Darmstadt seinen Abwärtstrend. Dagegen kassierten Viktoria Urberach und Kickers Offenbach II Niederlagen.

Viktoria Urberach - Buchonia Flieden 0:1 (0:0). Flieden bleibt in Rödermark kein gerne gesehener Gast. Nach dem 3:5 in der vergangenen Saison blieben die Urberacher gegen die Buchonia erneut ohne Punktgewinn. Für die Osthessen war es im zweiten Spiel der erste Sieg unter Interimstrainer Gerhard Wiegand, nachdem Vorgänger Martin Hohmann kürzlich zurückgetreten war. „Wir waren zu duselig, um aus unseren Chancen ein Tor zu erzielen“, ärgerte sich Viktoria-Trainer Thomas Epp.

Die Urberacher diktierten die Partie, kassierten aber Mitte der zweiten Hälfte völlig überraschend das 0:1. Sascha Gies überwand den zu weit vor seinem Tor stehenden Lazar Kacarevic mit einem 35-Meter-Heber. Der Ball klatschte an die Latte, den Abpraller verwertete Fabian Schaub, der sich gegen Abdelkader Jellouli durchsetzte, zum Fliedener Führungstreffer. „Danach herrschte bei uns die totale Verkrampfung, Patrick Barnes ging völlig unter“, meinte Epp. „Vor dem 0:1 haben wir die Partie kontrolliert, wenn es auch nicht die Gala wie gegen Eschborn oder in Darmstadt war. Normalerweise landet man in so einem Spiel einen 2:0-Arbeitssieg.“ In den letzten 20 Minuten kamen die Urberacher aber zu keinen nennenswerten Aktionen mehr, zwei Kopfballtreffer von Mario Rhein wurden wegen Abseitsstellung nicht anerkannt.

FCA Darmstadt - TGM SV Jügesheim 2:3 (1:2). „Uns allen ist spürbar ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte Jügesheims TrainerLars Schmidt, „der Sieg aber war verdient, da gibt es nichts daran zu rütteln.“ Beide Mannschaften überzeugten spielerisch nicht, dafür stand für beide zu viel auf dem Spiel. „Wir waren besser in der Vorwärtsbewegung, bei den Ballstafetten“, stellte Schmidt zufrieden fest.

Die Jügesheimer stehen nicht mehr so tief wie noch in der Vergangenheit, greifen den Gegner früher an, vergrößern somit den Abstand zum eigenen Tor. „Das hat gut funktioniert“, meinte Schmidt. Bereits nach zehn Minuten brachte Baris Özdemir die Jügesheimer in Führung. Doch in der 28. Minute schoss TGM-SV-Schlussmann Stefan Jordanic Darmstadts Muca an, von dem der Ball zum 1:1 ins Tor prallte. Doch die Rodgauer zeigten sich nicht geschockt und gingen in der 43. Minute erneut in Führung, als der ehemalige Ober-Rodener Alexander Stenzel im FCA-Trikot eine Flanke von Öztas beim Klärungsversuch ins eigene Tor köpfte.

„Wir haben nach der Pause nicht nur versucht, das Ergebnis zu verwalten, sondern weitergespielt“, sagte TGM-SV-Teammanager Karlo Wöll. Daran hatte auch Jordanic großen Anteil, der seine Farben in der 48. Minute mit einer Glanztat vor dem erneuten Ausgleich bewahrte.

Eine Viertelstunde vor Spielende wechselte Schmidt Patrick Hofmann ein, der wenige Minuten später mit einem Kopfballtor auf 3:1 erhöhte. Im Gegenzug hatten die Jügesheimer bei einem Lattentreffer der Arheilger das nötige Glück auf ihrer Seite. Beim zweiten Tor des FCA machte Jordanic erneut keine gute Figur, am Ende aber brachten die Jügesheimer den knappen Vorsprung verdient über die Zeit.

Viktoria Aschaffenburg - Kickers Offenbach II 2:1 (1:1). „Wir belohnen derzeit nicht uns, sondern immer den Gegner“, bedauerte Kickers-Trainer Günter Stiebig nach nur zwei Punkten aus den vergangenen vier Partien.

Aschaffenburg erwischte zwar den besseren Start, doch die Kickers befreiten sich schnell, spielten gut nach vorne und gingen durch einen Strafstoß von Baris Odabas verdient in Führung. Mitte der ersten Hälfte verlief die Begegnung ausgeglichen, ohne nennenswerte Torchancen auf beiden Seiten. In der 38. Minute erhielt der OFC einen Freistoß zugesprochen, entblößte dabei völlig überflüssig seine Defensive. Den folgenden Konter nutzte die Viktoria zum 1:1. „Da waren wir zu naiv, haben uns taktisch nicht gut verhalten. Das darf eigentlich nicht passieren“, kritisierte Stiebig.

Zur Pause blieb der leicht angeschlagene Suat Türker in der Kabine, der für ihn eingewechselte Mostafa El Aadmi wurde später stark gelb-rotgefährdet wieder aus dem Spiel genommen. Zuvor hatte der Ex-Urberacher aber drei sehr gute Chancen, die Offenbacher wieder in Führung zu bringen. In der nun von beiden Seiten offensiv geführten Partie gingen die Unterfranken nach einem Freistoß durch Jäger in Führung, als sich kein Offenbacher zuständig fühlte. Der OFC drängte bis zum Schlusspfiff erfolglos auf den Ausgleich.

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