Keine Gewalt auf Sportplätzen 

Deutliche Worte zum Neujahrsempfang der TSV-Fußballer

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Neujahrsempfang bei den TSV-Fußballern: Michael Grieben und Jörg Wagner vom Kreisfußballverband mit dem Vorsitzenden Eugen Kern (von links). 

Neujahrsempfang der TSV Heusenstamm: Verein will Kinder fördern muss aber auch „wieder in Steine investieren“.

Heusenstamm – „Es muss uns gelingen, dass die Gesellschaft wieder stärker zusammenhält“, appellierte Eugen Kern, Vorsitzender der Fußball-Abteilung in der TSV Heusenstamm und stellvertretender Vorsitzender im Gesamtverein, zu Beginn des Neujahrsempfangs im Vereinsheim der Abteilung an der Martinseestraße. Zu den Gästen zählten Vertreter des Sports und der Politik mit Bürgermeister Halil Öztas und Stadtverordnetenvorsteher Gerd Hibbeler.

Die TSV leiste mit ihren knapp 3000 Mitgliedern ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, betonte Kern, aber auch zur Gesunderhaltung der Menschen. Dies funktioniere aber nur mit guten Sportstätten, weshalb im Gesamtverein das Projekt Zukunft laufe. Mehr als 100 .000 Euro habe die TSV allein im vergangenen Jahr für Reparaturen ausgeben müssen. „Das bedeutet, wir müssen wieder in Steine investieren“, betonte Kern, und dies nicht nur, um für die nächste Schadenswelle vorzusorgen.

TSV Heusenstamm will leistungsstarke Kinder fördern

Eine Arbeitsgruppe der Fußball-Abteilung befasse sich derzeit mit der Frage, wie man leistungsstarke Kinder gut fördern kann. 17 Jugendmannschaften spielen bei den TSV-Fußballern, zwei Bambini-Teams kommen bald dazu. „Damit unterscheiden wir uns von anderen Vereinen, die keine Jugendarbeit leisten, betonte der Vorsitzende. In diesem Zusammenhang appellierte er an die Politik, jene Vereine, die etwas für junge Menschen leisten, zu fördern, in dem man zum Beispiel geringere Platzgebühren erhebt. Zumal der Verein sich nicht vor sozialer Verantwortung drücke, etwa wenn man in dieser Woche mit der neu gegründeten Elterninitiative Kitalos Gespräche führe, die sich wegen fehlender Betreuungsplätze zusammengefunden hat.

Dankbar zeigte sich Eugen Kern, dass die Stadt prüfen wolle, was mit dem Hartplatz auf dem direkt an die TSV-Fußballplätze angrenzenden Gelände des Sport- und Kulturzentrums Martinsee geschehen könnte. Wie berichtet, ist der Platz sanierungsbedürftig. Zudem haben die Fußballer vor allem im Winter ein Platzproblem, weil die Rasenplätze nicht bespielt werden können. Der Verein wünscht sich daher einen zweiten Kunstrasenplatz.

Ebenfalls an die Stadt richtet sich die Bitte um einen kleinen Anbau an das 2013 eingeweihte Vereinsheim der Fußballer. Es fehle ein Geschäftszimmer zur Erledigung des administrativen Aufwands.

TSV Heusenstamm distanziert sich von Vorkommnissen

Deutlich distanziere man sich von den Vorkommnissen bei oder nach Spielen: „Gewalt hat nichts auf dem Sportplatz zu suchen“, betonte Kern.

Man solle das Positive des Fußballs in den Fokus bringen, meinte im Anschluss Bürgermeister Halil Öztas, der dem Verein dankte für die vielen Möglichkeiten, die er anbiete. Die Stadt werde auch in diesem Jahr viel Geld in die Sportanlagen investieren, ebenso wie in die Vereinsförderung.

Für den Kreisfußballverband sprach Jörg Wagner. Fairplay begegne jedem jeden Tag, sagte er. Und man könne bei allem dafür etwas tun. Mit den Trainern der ersten und der zweiten Mannschaft, Michael Ott und Ingo Knirsch, führte Steffen Ball Gespräche über deren Arbeit und den Stand der Teams für die Rückrunde.

VON CLAUDIA BECHTHOLD

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