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Kickers Obertshausen: „Da sein, wenn die Sportfreunde schwächeln“

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Von: Stefan Moritz

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Da war noch alles in Ordnung bei Kickers-Torwart Murat Kaymakci im Spiel am Mittwochabend beim VfB Offenbach. In der Nachspielzeit musste er mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden.
Da war noch alles in Ordnung bei Kickers-Torwart Murat Kaymakci im Spiel am Mittwochabend beim VfB Offenbach. In der Nachspielzeit musste er mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden. © Hartenfelser

In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost hat Kickers Obertshausen die Hoffnung auf den Titelgewinn noch nicht aufgegeben. Erst mal wartet aber das Verfolgerduell mit der SG Rosenhöhe auf das Team von Trainer Marcel Dindorf.

Offenbach – Im Blickpunkt der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost steht am Wochenende das Verfolgerduell Kickers Obertshausen gegen die SG Rosenhöhe, Tabellenzweiter gegen den Dritten, der nur einen Punkt weniger hat. „Ein Spiel, auf das sich alle freuen“, sagt Kickers-Trainer Marcel Dindorf. Sein Team ist mit drei Siegen und einem Remis gut aus der Winterpause gekommen. „Angesichts der Begleitumstände, der durch die Pandemie beeinträchtigten Vorbereitung, einigem Verletzungspech und dem Umstand, dass wir einige neue Spieler integrieren müssen, war das bislang ganz ordentlich“, sagt er.

Von den Winterzugängen hat der vom FSC Eschborn gekommene Murat Kaymakci in den ersten vier Spielen durchgängig im Tor gestanden, bis zu seiner Auswechslung in der Nachspielzeit beim 1:0-Sieg beim VfB Offenbach am Mittwochabend. „Er hat sich unglücklich das Knie verdreht und wird mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss jetzt wohl leider länger ausfallen“, berichtet Dindorf. Gegen die SG Rosenhöhe am Sonntag (15.30 Uhr) wird daher wieder Gabriel Files im Kickers-Tor stehen, selbst gerade erst von einer Adduktoren-Verletzung genesen. Der eigentliche Stammtorwart Lukas Bohn kann nach seiner Schulter-Operation frühestens im Mai wieder ins Training einsteigen. Auch Ediz Davulcu fällt mit einer in der Wintervorbereitung erlittenen Verletzung länger aus, muss sich erst noch einer Operation unterziehen.

Einen Stammplatz erarbeitet hat sich von den Winterzugängen Andrej Kolchak, der viermal in der Startelf stand und gleich im ersten Spiel, beim 1:1 gegen den 1. FC Langen, das 1:0 erzielt hat. Gleiches gilt für den von Eintracht Wald-Michelbach gekommenen Jan Gebhardt, der sich hier in der Region auch schon als Torjäger der Spvgg. 03 Neu-Isenburg in der Verbandsliga einen Namen gemacht hat und beide Tore beim 2:1 in Alzenau erzielte. „Das hat sich schon ganz gut angelassen bei beiden. Beide brauchen aber noch etwas Zeit, sich an unser System zu gewöhnen, spielen etwas defensiver im offensiven Mittelfeld“, sagt Dindorf, „das waren aber auch Transfers in erster Linie mit Blick auf die nächste Saison, damit wir sie jetzt schon integrieren können.“

Mit Dindorf selbst gibt es zwar noch keine Vereinbarung zur Verlängerung der Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus. „Darüber haben wir noch nicht gesprochen. Ich habe aber schon Lust, hier weiterzumachen“, sagt der Trainer. Eine Trennungs würde sehr überraschen. Die Kickers spielen bislang eine ganz starke Saison, haben von 23 Punktspielen nur eines verloren. Sie haben nur das Pech, in Tabellenführer Sportfreunde Seligenstadt eine „Übermannschaft“ in ihrer Liga zu haben und dass in dieser Saison der Vizemeister keine Chance auf den Aufstieg hat. Acht Punkte Rückstand scheinen kaum noch aufholbar, zumal die Seligenstädter auch schon wieder mit drei Siegen aus der Winterpause gestartet sind.

Marcel Dindorf, Kickers-Trainer
Marcel Dindorf, Kickers-Trainer © Hartenfelser

„Wenn sie doch noch eine Schwächephase bekommen sollten, wollen wir da sein. Aber die Sportfreunde haben schon einfach eine Klassemannschaft, die sie jetzt im Winter ja sogar auch noch mal verstärkt haben, was aus meiner Sicht gar nicht nötig gewesen wäre, um Meister zu werden“, sagt Dindorf: „Sie haben es aber auch verdient, stehen ja seit zweieinhalb Jahren ganz vorne und sind nur durch die unglücklichen Saisonabbrüche in Folge der Pandemie noch nicht aufgestiegen.“

Ihre einzige Saisonniederlage haben die Kickers aus Obertshausen im Hinspiel auf der Rosenhöhe kassiert. Und die ist mit 0:5 auch gleich noch recht deutlich ausgefallen. Ist da für Sonntag noch eine Rechnung offen? „Nein“, stellt Dindorf klar, „da hatten wir einfach überhaupt keinen guten Tag erwischt, das war mit Abstand unser schlechtestes Spiel in der gesamten Saison. Und die Rosenhöhe, die ja auch eine super Truppe hat, hat an diesem Tag auch noch besonders gut gespielt.“ Nach nur 17 Minuten hatte es 3:0 gestanden. „Von daher haben wir da jetzt keinerlei Revanchegelüste“, sagt Dindorf: „Wir wollen einfach ein gutes Spiel machen. Und natürlich wollen wir auch gewinnen.“

Auch die SG Rosenhöhe hat zuletzt wieder zwei Spiele gewonnen (2:1 gegen Klein-Krotzenburg und 2:0 bei Türk Gücü Hanau) nach ihrem Fehlstart aus der Winterpause (1:2 beim VfB Offenbach).

Abgesagt wegen neun Corona-Fällen in der Mannschaft des 1. FC Langen wurde dessen für Sonntag geplantes Spiel gegen den SVG Steinheim. (Von Stefan Moritz)

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