Auf Kister und den Hartplatz ist Verlass

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Christian Günsche (rechts) holte mit Oberrad 05 auf dem bei der Konkurrenz gefürchteten Hartplatz sechs Siege.

Offenbach (dani) - Früh- oder Spätstarter? Diese Frage lässt sich bei den Fußballern der Spvgg. 05 Oberrad ganz einfach beantworten: Sie sind beides. Zum Saisonauftakt siegte die Spielvereinigung in der Verbandsliga Süd viermal in Folge ebenso wie zum Ausklang dieses Jahres.

Acht der insgesamt zehn Siege haben die Oberräder also in Serien geholt und stehen dadurch mit 32 Punkten auf einem ordentlichen siebten Platz. „Mit diesem Tabellenbild sind wir natürlich zufrieden“, sagt Oberrads Trainer Mustafa Fil, obwohl sein Team im restlichen Saisonverlauf einiges an Punkten liegen ließ.

Zufrieden mit bisherigem Saisonverlauf

Teils kassierte die Spielvereinigung bittere Niederlagen. Das 2:6 in Bensheim oder das 4:7 in Walldorf waren dabei wohl die zwei schwersten Pleiten. „Die Mannschaft musste in dieser Phase Lehrgeld für ihr junges Alter bezahlen. Dass es in manchen Spielen so hart kam, war natürlich nicht so schön“, meint Fil. In wichtigen Momenten konnte sich der Trainer dann aber doch auf zwei Konstanten verlassen: auf Stürmer Florian Kister und die Heimstärke seiner Mannschaft. Der manchmal etwas schwerfällig wirkende Kister führt die Torschützenliste der Verbandsliga Süd trotz einer Rotsperre von vier Spielen mit 17 Toren an. Einzig Obertshausens Angreifer Daniele Fiorentino kann da mit ebenfalls 17 Treffern mithalten. „Flo ist vor dem Tor eiskalt, er hilft uns in schwierigen Momenten ungemein“, sagt Fil.

Gute Heimbilanz auf dem Hartplatz

Unbestritten spielt auch der Hartplatz der eigenen Sportanlage den 05ern positiv in die Karten. Zu Saisonbeginn gewannen die Oberräder prompt die ersten zwei Spiele auf dem ungewohnten Boden - der Rasen war in dieser Phase noch von der Stadt Frankfurt gesperrt. Aber auch danach ließen sich die 05er trotz eines nun bespielbaren Rasens nicht mehr vom harten Untergrund abbringen. Die gute Heimbilanz von sechs Siegen aus acht Spielen ist also auch auf den Platz zurückzuführen.

So trat die zweite Mannschaft von Darmstadt 98 am 14. Spieltag sogar mit sieben Verstärkungen aus dem Profikader an, verlor aber dennoch mit 0:3. Fil hatte sich ein Konzept für das enge, holprige Feld zurechtgelegt und stellte von einer Vierer- auf eine Dreierkette um. Die schlagsichere Abwehr und Kister im Angriff reichten aus, um bei Darmstadt und manch anderem Gegner für Verstimmungen zu sorgen. Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann sprach seinerzeit sogar von den „Wüstenfüchsen aus Oberrad“, was Mustafa Fil aber wenig interessierte.

Noch vier Siege bis zum Klassenerhalt

Er ist einfach mit der Entwicklung seiner jungen Mannschaft zufrieden. Die als heißer Abstiegskandidat in die Saison gestarteten Oberräder haben sich ein Polster von neun Punkten zur Abstiegszone erspielt. Auch deshalb will Fil im Winter eigentlich alles beim Alten belassen: „Wir haben keine Abgänge und sind nur an ein oder zwei ganz jungen Spielern interessiert.“ Der Klassenverbleib sei auch mit dem aktuellen Kader möglich. „Wir brauchen noch vier Siege aus 13 Spielen, dann sollten wir den Klassenerhalt sicher haben“, meint Fil. Dies bedeutet nicht mehr und nicht weniger als eine weitere Serie. Ob früh oder spät dürfte Fil dabei fast egal sein.

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