Kommentar: Streitpunkt Solidarität im Hessenpokal

Offenbach - Träumereien sind im Fußball-Alltag zwar verpönt, aber in diesem Fall einfach zu schön, um sie nicht zu äußern: Denn Hessenligist Sportfreunde Seligenstadt könnte in dieser Saison den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte schaffen.

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Gelingt den Sportfreunden Seligenstadt am Samstag die Überraschung gegen den KSV Baunatal, ist der dickste Brocken auf dem Weg ins Finale des Hessenpokals beiseite geräumt und der Traum vom großen Los im DFB-Pokal greifbar. Im Viertel- und Halbfinale geht es gegen Verbandsligisten. Wenn dann der Endspielgegner SV Wehen Wiesbaden heißt und am Tag des Finals im Mai schon mindestens als Vierter der 3. Liga fest steht, liegt die Sportfreunde-Kugel garantiert im Lostopf des DFB-Pokals.

Dass die Sportfreunde nach der neuen Prämienregelung im Hessenpokal erheblich weniger Garantieeinnahme sicher hätten als bisher, dürften sie angesichts von immer noch rund 115.000 Euro verschmerzen. Über die Sinnhaftigkeit des Solidarbeitrags lässt sich dennoch streiten. Denn die Solidarität wird nur von einem Klub erwartet. Wirklich löblich wäre es, wenn auch die hessischen Profiklubs aus der 1. und 2. Liga einen Beitrag zur Solidarität mit den Amateuren leisteten. Das gilt auch für qualifizierte Drittligisten. Ähnlich sinnvoll wäre es übrigens, im DFB-Pokal auch den Zweitligisten stets Heimrecht gegen Bundesligisten zu gewähren. Aber das bleibt wohl ein Traum.

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